AdUnit Billboard
Deutscher Spielraumpreis - In der Josef-Schmitt-Straße zeigt die Stadt, wie ein Quartier aufgewertet werden kann

Von der Trostlosigkeit zum Lieblingsort

Von 
zg
Lesedauer: 
Speyer erhält für den „Grünzug“ in der Josef-Schmitt-Straße den Deutschen Spielraumpreis. © Koelnmesse/Weiser

Speyer. Für die Neugestaltung des Grünstreifens in der Josef-Schmitt-Straße wurde die Stadt Speyer jetzt mit einem Sonderpreis des Deutschen Spielraumpreises 2020/2021 ausgezeichnet. Robin Nolasco, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung und Bauwesen, Steffen Schwendy, Leiter der Abteilung Grünflächenplanung, und Christa Berlinghoff, Quartiersmanagerin in Speyer-West, haben den Preis in Köln entgegengenommen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

„Ich bin sehr stolz darauf, dass in der Josef-Schmitt-Straße ein „kleines Wohnzimmer im besten Sinne entstanden ist, das von den Menschen im Quartier gut, gerne und kreativ genutzt wird. Dieser neu geschaffene Begegnungsraum bringt einen echten Mehrwert für die Menschen und wird als Vorbild für weitere städtebauliche Projekte fungieren“, sagt Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler im Nachgang zur Preisverleihung.

Dieser Grünstreifen, der die Josef-Schmitt-Straße in weiten Teilen begleitet, ist 23 Meter breit und war ursprünglich einmal die Bahntrasse für die Strecke nach Neustadt an der Weinstraße – die war übrigens unter ihrem Spitznamen „Pfefferminz-Bähnel“ bekannt.

Der Grünstreifen fristete über Jahre ein trostloses Dasein: Teilflächen wurden als Abstellplatz und als Ausgehfläche für Hunde genutzt – einen Naherholungsraum gab es nicht. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt Speyer-West“ wurde diese Fläche als wichtiger Entwicklungsbereich identifiziert.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Den Anspruch als barrierearmer, kultur- und generationenübergreifender Erholungsraum hat man konsequent verfolgt. Unterschiedlichen Spielbereichen wurden Aufenthaltsmöglichkeiten zugeordnet, die auch für betreuende oder begleitende Personen Nutzen bieten.

Verweilinseln geschaffen

So wurden Aktivitätspunkte bewusst mit „Verweilinseln“ wie Liegen und Bänken kombiniert; den Rundweg säumen seniorengerechte Sitzbänke. Ziel war es, unterschiedlichen Nutzergruppen – Anwohner sowie Kinder und Jugendliche der umliegenden Kindergärten und Schulen – einen gemeinsamen Erholungs- und Lebensraum vor der Haustüre zu geben, der barrierefrei erreicht werden kann. Die Umsetzung inklusive Bürgerbeteiligung bewertete die Jury des Deutschen Spielraumpreises als gelungen und verlieh dafür einen Sonderpreis. Das Projekt liefere einen wichtigen städtebaulichen Beitrag.

In seiner Laudatio betonte Dr. Ronald Kunze, dass die Neugestaltung des Grünstreifens ein Baustein zu einer lebendigen Nachbarschaft und für ein gemeinsames Miteinander der Generationen sei. Die neu gestaltete Josef-Schmitt-Straße verfüge laut Jury über Anregungspotenzial für städtebauliche Projekte. So sei ein Naherholungsbereich nicht nur fürs Quartier sondern für die Gesamtstadt entstanden, das durch die Anbindung an das wenige hundert Meter entfernte Woogbachtal auch Biotopverbund-Potenzial habe.

Zusätzlich hat die Stadt eine Parkbank mit dem eingraviertem Schriftzug „Mach mal ’ne Pause“ gewonnen. Diese kommt am Mittwoch, 17. November, in Speyer an und wird in der Straße an einem noch zu bestimmenden Platz aufgestellt. 

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1