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Kulturbeutel - „Frollein Smilla“ sorgt für einen schwungvollen Auftakt / Rückkehr der Kleinkunst gefeiert

„Wir sind eine große Familie“

Von 
Marie Lischer
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Musik aus Berlin: Die Band „Frollein Smilla“ mixt zum Festivalauftakt Party-Hymnen, ehrlich-gefühlvollen Balladen, Funk und Pop. © Landry

Speyer. Eine anstrengende Woche hat das Team des Kinder- und Jugendtheaters hinter sich gebracht, um am Freitagabend das Kleinkunstfestival „Kulturbeutel“ bereits zum 26. Mal in gewohnt schöner Atmosphäre eröffnen zu können.

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Ein geschmückter Innenhof mit blauen Tonnen, die als Stehtische für alle Besucherinnen und Besucher fungierten sowie ein kleines Theatercafé mit Tischen, kreativ bemalten Stühlen und jeder Menge bunter Lichter. Nicht nur das Team rund um Theaterleiter Matthias Folz fieberte der Eröffnung und dem damit verbundenen „Festival-Feeling“ entgegen, auch die Gäste waren beim Einlass begeistert und voller Vorfreude auf den bevorstehenden Abend. Endlich wieder Theater!

Aber auch: Endlich wieder Live-Musik. Während noch Tickets an der Abendkasse verkauft wurden, merkte man schnell, wie groß die Sehnsucht nach Kulturveranstaltungen in den vergangenen anderthalb Jahren gewesen sein muss. Zwischen 2Gplus-Kontrolle und Lolli-Schnelltests funkelten die Augen der Gäste, die den Alten Stadtsaal mit Leben füllen durften. Im großen Saal hielten Bürgermeisterin Monika Kabs und Theaterleiter Matthias Folz vor gut besuchten Zuschauerreihen kurze Reden, dann trat der Hauptact des Abends auf die Bühne.

Da hat jeder genügend Freiraum

Mal laut, mal leise. Der Saal bebte, dann hatte das Publikum wieder Gänsehaut. So lässt sich das Programm rund um die siebenköpfige Band „Frollein Smilla“ beschreiben, die den 17-tägigen Kulturbeutel mit ihrer eigenwilligen Musik eröffnet hat.

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Gesang, Keyboard, Drums, E-Bass, Trompete, Posaune und zwei Gitarren auf einer Bühne vereint, wobei jeder Künstler und jede Künstlerin für sich ein Individuum darstellte und dieses durch Soli auf der Bühne zum Ausdruck bringen konnte. Rücksichts- und liebevoll lässt sich die Band im Umgang miteinander und ihrem Publikum beschreiben.

Der Versuch jedoch, ihre Musik in ein bestimmtes Genre zu zwängen, funktioniert nur schwer, denn mit Party-Hymnen, ehrlich-gefühlvollen Balladen, Funk und Pop sowohl in englischer, deutscher als auch in spanischer Sprache verzauberte „Frollein Smilla“ das Publikum auf ihre ganz eigene Art und Weise. „Wir sind alle eine große Familie“, säuselte die Sängerin ins Mikrofon und schnell wurde klar, wie intensiv die Bindung zwischen Band und Publikum sein kann.

Gerne wäre man der Aufforderung der Sängerin nachgekommen, das Leben einfach zu genießen und sich im Saal frei zu bewegen, zu tanzen und zu springen, doch zumindest Letzteres machten Hygienevorschriften und Abstandsregelung noch nicht wieder möglich. So bewegten sich die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne zu ihren Beats und Balladen und das Publikum fühlte mit, wie ihre Musik tief im Inneren bewegen kann.

Ein atmosphärisches Zusammenspiel aus Musik, Gesang, Tanz, Bühnenlicht und der Nähe zum Publikum machte den Abend zu einem sehr persönlichen und intimen Highlight für alle Beteiligten. Man sagt, das Beste komme immer zum Schluss, denn am Bühnenrand kniend, dem Publikum ganz nah, wurde bereits die zweite Zugabe zu einem Acoustic-Song nur mit Gitarre und Trompete, bei dem das Publikum einen Teil des Songtextes übernahm. Manchmal kommt das Beste aber auch zu Beginn, denn der Kulturbeutel ist noch vollgepackt mit allerlei gefühlvollen Momenten.

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Info: Das Festival wird am Dienstag, 28. September, um 20 Uhr fortgesetzt mit dem Konzert von Liedermacher Ulrich Zehfuß.

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