Corona-Pandemie - Wie lange die Ausgangssperre noch gilt Zahlen sinken – gibt’s jetzt Erleichterung?

Von 
Jürgen Gruler
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Speyer. Die kreisfreie Stadt macht täglich Fortschritte in Sachen Inzidenz. Die massiven Einschränkungen mit der Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr und die Maskenpflicht in der Fußgängerzone Maximilianstraße und den anliegenden Nebenstraßen zeigen Wirkung. Die Altenheime sind durchgeimpft. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es nun nicht auch an der Zeit ist, über Lockerungen nachzudenken. Immerhin basieren die deutlich über die bisherige Landesverordnung von Rheinland-Pfalz hinausgehenden Einschränkungen auf den im Dezember grassierenden hohen Inzidenzwerten. Der unrühmliche Rekordwert lag dabei am 18. Dezember bei 512 pro 100 000 Einwohnern. Damit gehörte Speyer damals zu den zehn Hotspots bundesweit. Vor allem von Corona heimgesuchte Seniorenheime und eine Vielzahl von Fällen in der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge trieben die Werte nach oben.

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Seither ist viel passiert. Die Zahlen sind unterm Landesschnitt. Da stellen sich Bürger die Frage, ob Ausgangssperren und Maskenpflicht auf der Straße noch gerechtfertigt sind. Wir haben bei der städtischen Pressestelle nachgefragt.

Wie ist die Sieben-Tage-Inzidenz heute aktuell?

Annika Siebert: Die Inzidenz liegt am Donnerstag bei 77,1. Die Stadtverwaltung entnimmt die aktuellen Fallzahlen jeden Nachmittag um 14 Uhr der Meldung des Landesuntersuchungsamts und veröffentlicht sie anschließend auf ihrer Homepage.

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Warum ist bei dieser Zahl immer noch Warnstufe Rot gegeben? Rot galt ja auch bei über 500?

Siebert: Wir richten uns nach dem Corona-Warn- und Aktionsplan des Landes Rheinland-Pfalz. Danach ist bereits bei einer Inzidenz von über 50 Warnstufe Rot gegeben.

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Nachdem keine bundesweite Ausgangssperre entschieden wurde und es ja auch keine landesweite gibt, wäre da nicht die Aufhebung der Sperre in Speyer möglich?

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Siebert: Wenn die Infektionszahlen über einen längeren Zeitraum auf niedrigem Niveau stabilisiert werden können und das Gesundheitswesen dauerhaft entlastet ist, können entsprechende Lockerungen der Maßnahmen ins Auge gefasst werden.

Wer entscheidet wann darüber?

Siebert: Zunächst einmal muss die neue Landesverordnung Rheinland-Pfalz abgewartet werden. Auch befindet sich die Stadt im Prozess der Abstimmung und ist in Gesprächen mit dem Umland, wie sich zu positionieren und weiter vorzugehen ist.

Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.