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Stadthalle - Impfzentrum wird abgebaut, verpackt und eingelagert / Nach einem Bodenaustausch sollen wieder Veranstaltungen möglich sein / Stefanie Seiler kündigt weitere Sonderaktionen gegen Corona an

Zur Sicherheit bleibt alles noch griffbereit

Von 
Matthias Mühleisen
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Die Stadt Speyer hatte in der Stadthalle zu Jahresbeginn ein Landesimpfzentrum eingerichtet. Jetzt ist es geschlossen und wird derzeit vom Bauhof abgebaut. Die für den Betrieb notwendigen Gegenstände werden so eingelagert, dass das Impfzentrum schnell wieder hochgefahren werden könnte, wenn das die Pandemielage notwendig macht. © Klaus Venus

Speyer. „Freilassung“ für die Stadthalle: Über neun Monate war die Veranstaltungsstätte umzäunt, weil sie seit 15. Dezember 2020 zum Impfzentrum umgerüstet war. Mit Ablauf des Monats September wurde dieses außerdienst gestellt, sodass die beiden Säle wieder als Veranstaltungsorte dienen können. Aber nicht so bald, wie Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler ankündigte: Zunächst soll der Boden ausgetauscht werden, eine Ausschreibung läuft. Die OB hofft, dass die Arbeiten bis zum angepeilten Neujahrsempfang abgeschlossen sind.

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Wobei genauso offen ist, ob ein solcher Empfang überhaupt stattfinden kann, wie je nach Pandemieentwicklung auch die Wiederinbetriebnahme des Impfzentrums nicht ausgeschlossen ist. Deshalb wird die Ausstattung, die in den vergangenen Tagen sicher in Kisten und Kartons verpackt wurde, eingelagert. Stefanie Seiler hofft, dass sie nicht wieder reaktiviert werden muss, doch sollte das erforderlich sein, könne das Impfzentrum in Speyer binnen weniger Tage seinen Betrieb wieder aufnehmen, kündigt sie an.

Hoher Stand vollständig Geimpfter

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Impfzentrum wird eingepackt

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Seit der Inbetriebnahme seien in der Stadthalle mehr als 33 600 Spritzen verabreicht worden, darunter auch schon 533 Dritt- oder Boosterimpfungen. Am letzten Betriebstag am 30. September wurden noch 46 vorab terminierte und 104 spontane Immunisierungen vorgenommen, berichtete der städtische Koordinator Peter Eymann bei einem abschließenden Pressetermin. In die Impf-statistik der Stadt fließen außerdem rund 37 300 Immunisierungen bei Haus- und Fachärzten sowie rund 4500 der mobilen Impfteams ein. Alles in allem seien somit 75 569 Impfungen seit Beginn der Kampagne in der Domstadt verabreicht worden.

Dank fürs Engagement der Helfer

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Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler berichtete vom Engagement der Helferinnen und Helfer: 20 Ärzte, neun Apotheker, 20 Verwaltungsmitarbeitende, 21 Personen aus dem medizinischen Bereich sowie Reinigungskräfte und Hausmeister seien für die Impfungen im Einsatz gewesen. Die beiden Speyerer Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte hätten sich ebenfalls beteiligt. „Das war keine Selbstverständlichkeit und hat zur hohen Impfquote in Speyer beigetragen“, zeigte sich Seiler dankbar. Sie unterstrich, dass das Thema Impfen damit für die Stadt nicht abgeschlossen sei: „Es wird weitere Sonderaktionen geben.“

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Inzwischen sind die Rollgittercontainer mit all dem Material, das für die Aufteilung der Stadthalle und die Organisation der Verabreichung notwendig war, abtransportiert. Dazu zählen auch unzählige Hinweisschilder, die den Impflingen eine schnelle Orientierung ermöglichen sollten. Die meisten von ihnen seien mit der Arbeit des Impfzentrums zufrieden gewesen, blickt Koordinator Peter Eymann zurück. Er erinnerte aber auch an „durchaus emotionale Diskussionen“, gerade als der Impfstoff noch knapp war.

Die Mitarbeiter des Impfzentrums hätten Bürger abweisen müssen, die keinen Termin oder keinen Wohnsitz in Speyer hatten. Nicht alle hätten Verständnis dafür gezeigt, dass man sich an die strengen Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz habe halten müssen. Was das Impfzentrum unterm Strich gekostet hat, konnten Eymann und Seiler allerdings noch nicht beziffern: Die Abrechnung mit dem Land stehe noch aus.

Info: Mehr Bilder vom Abbau unter www.schwetzinger-zeitung.de

Redaktion Redakteur im Bereich Hockenheim und Umland sowie Speyer

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