Antrittsrede - Draghi beschwört „Liebe zu Italien“ Aufruf zu neuer Einheit

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dpa
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Rom. Italiens neuer Ministerpräsident Mario Draghi hat die Politik zum Zusammenhalt im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. „Heute ist Einheit keine Option, sondern eine Pflicht“, sagte Draghi am Mittwoch in seiner Antrittsrede vor dem Senat in Rom. Am Abend war in der kleineren Parlamentskammer eine Vertrauensfrage über den ehemaligen Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) und sein parteienübergreifendes Kabinett geplant. Die Mehrheit für den 73-Jährigen gilt als sicher.

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Rund ein Jahr nach dem ersten großen Corona-Ausbruch in Italien nannte Draghi eine schnellere Impfkampagne sowie Reformen in Wirtschaft und Verwaltung als wichtige Ziele. Draghi zeigte sich in seiner gut 50-minütigen Rede überzeugt, dass eine neue politische Einheit von etwas gesteuert werde, was alle zusammenhalte – „die Liebe zu Italien“. Die Bürger hätten unter der Pandemie stark gelitten, sie müssten sich auf die Institutionen verlassen können. Zugleich mahnte Draghi, der eine Schutzmaske trug, dass gute Reformpläne Zeit bräuchten.

Draghi strich die hohe Bedeutung des europäischen Gedankens heraus. Seine Regierung wolle die Beziehungen zu Deutschland und Frankreich „besser strukturieren und verstärken“. dpa