Fußball - Für den Abstiegskandidaten geht es nach der Corona-Quarantäne Schlag auf Schlag – am Donnerstag gegen Freiburg

Hertha BSC entdeckt den Teamgeist

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dpa
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Das Team von Hertha BSC Berlin steht nach dem 1:1 beim FSV Mainz 05 zusammen auf dem Platz. © dpa

Mainz/Berlin. Die gelungene Rückkehr aus dem Wohnzimmer ins Stadion hat bei Hertha BSC den Glauben an eine erfolgreiche Rettungsmission im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gestärkt. Mit einem Sieg gegen den SC Freiburg an diesem Donnerstag wollen die Berliner das 1:1 zum Re-Start nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne beim FSV Mainz 05 veredeln und die Abstiegsplätze vorerst verlassen. Torschütze Lucas Tousart gab die Marschroute für den Saison-Endspurt vor: „Alle zusammen für den Club und die Stadt – nur so wird es gehen!“

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Ein Mutmacher

Der Auftritt in Mainz macht dem Tabellenvorletzten Mut für die Aufholjagd, denn im ersten von drei Nachholspielen präsentierte sich der Big-City-Club als verschworene Einheit. „Nur gemeinsam geht es. Dass es nicht leicht wird, war klar. Die Jungs haben alles reingeschmissen. Ein weiterer Punkt für unser gemeinsames Ziel“, stellte Sportdirektor Arne Friedrich fest.

Offenbar haben die Profis die Zeit in der häuslichen Isolation nicht nur zum intensiven Athletiktraining genutzt, sondern auch zur Analyse der prekären Lage in der Liga. „Unsere Leistung hat gezeigt, dass noch nicht alles richtig rund läuft, aber dass wir als Team kämpfen“, sagte Mittelfeldspieler Sami Khedira. „Denn es geht immer nur, wenn du merkst, dass eine Familie auf dem Platz steht, ein Teamgeist herrscht und jeder für jeden kämpft. Das hatten wir nicht immer, aber unsere junge Mannschaft hat sich entwickelt und ist sich dessen immer bewusster geworden.“

Diese Einstellung wird auch in den ausstehenden fünf Partien nötig sein, um den drohenden Abstieg noch abzuwenden. „Unser Vorteil ist, dass wir einen sehr guten und auch breiten Kader haben“, sagte Khedira.

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Der könnte sich vor allem in den Duellen mit den direkten Rivalen Bielefeld (30 Punkte) und Köln (29) sowie gegen Absteiger Schalke 04 als Trumpf erweisen. In Mainz waren die Berliner, die nun 27 Zähler auf dem Konto haben, nach den erwarteten Anlaufschwierigkeiten in der zweiten Halbzeit das deutlich bessere Team. „Der Punkt war verdient. Die Mannschaft hat das Maximum herausgeholt. Wenn wir verloren hätten, wäre es auch psychologisch schwierig geworden“, resümierte Trainer Pal Dardai und fügte hinzu: „Wir haben uns reingebissen, alle haben mitgemacht. Ich bin sehr stolz auf die Jungs und habe sie gelobt.“ dpa