Handball-Badenliga

24:34-Niederlage ernüchtert

St. Leon/Reilingen kommt unter die Räder

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krau
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In einem echten Leistungstief befindet sich derzeit das Handball-Badenliga-Team der HSG St. Leon/Reilingen. Nach der desolaten Vorstellung in Hardheim meinte HSG-Trainer Schnetz vor dem Heimspiel gegen die SG Pforzheim/Eutingen: „Zweimal hintereinander kann man nicht so schlecht spielen.“ Dass er sich getäuscht hatte, zeigten die 60 Minuten, in denen das HSG-Team sang- und klanglos eine ernüchternde 24:34 (9:17)-Heimniederlage hinnehmen musste.

Wie zuvor war die HSG auch in dieser Partie in allen Mannschaftsteilen unterlegen. In der Defensive wirkte sie über weite Strecken recht unsortiert, die Bindung untereinander fehlte und Absprachen ließen sich vermissen. Ein kompakter Deckungsverbund war überhaupt nicht vorhanden und in den Eins-gegen-eins-Situationen waren die Gastgeber regelmäßig Verlierer. Das Angriffsspiel der HSG war viel zu breit angelegt, sodass die Abwehr der SG über weite Strecken leichtes Spiel hatte, die Angriffsbemühungen der HSG zu unterbinden. Dazu kam noch die schlechte Chancenverwertung, was zum Gesamtbild der Niederlage passte.

Die Gäste begannen überraschenderweise mit einer relativ defensiven, kompakten 6:0-Abwehrformation, was sich allerdings über die gesamte Spielzeit als richtige Maßnahme erwies. Beim 4:8 lag die HSG bereits mit vier Treffern im Rückstand. Da auch das Rückzugsverhalten eher bescheiden war, kamen die Gäste auch über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren und erhöhten kontinuierlich. Über 7:15 lagen die Gastgeber zur Pause schon deutlich mit 9:17 zurück.

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Das HSG-Angriffsspiel blieb auch in Hälfte zwei nur Stückwerk. St. Leon/Reilingen verzettelte sich in Einzelaktionen, ließ ein konstruktives Zusammenspiel vermissen und war auch im Abschluss recht unkonzentriert. Hinzu kamen nun technische Fehler, was es den Gästen noch leichter machte, zu einfachen Toren zu kommen. Die SG gefiel weiter durch ihr technisch sehr sauberes Spiel, war im Abschluss sehr effektiv und hatte beim 22:12 (36.) erstmals eine Zehn-Tore-Führung herausgespielt. Am Ende stand eine bittere, deutliche und in dieser Höhe verdiente 24:34-Niederlage.

HSG-Trainer Schnetz: „Die Leistung meiner Mannschaft war enttäuschend. Es wurde genau an das Spiel in Hardheim angeknüpft. Die Abwehr bekam überhaupt keinen Zugriff auf die Offensive der Gäste. Auch im Angriff fanden wir keine richtigen Mittel gegen die kompakte 6:0-Defensive der SG.“

HSG: Unser, Köhler; Anschütz (1), Grünholz (4), Netscher (2), Koffemann (1), Benetti (1), Decker (3/3), Geiss, Fink (3), Menger (5), Frank (4) und Antl. krau