Auswärts gibt es für den SVS wieder nichts zu holen

Von 
Maximilian Wendl
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Akrobatische Einlage: Im Millerntor-Stadion scheitert Daniel-Kofi Kyereh (M.) in dieser Szene noch für die Hausherren des FC St. Pauli – doch nach diesem misslungenen Fallrückzieher steuerte er alsbald das 1:0 gegen den SV Sandhausen bei. © dpa

Es bleibt dabei: Auswärtsfahrten kann sich der SV Sandhausen in der 2. Fußball-Bundesliga im Grunde sparen. Nach der 1:2 (0:0)-Niederlage beim FC St. Pauli bleibt es nach zehn Spielen in der Fremde bei einem Sieg. Gegen den Tabellennachbarn investierten die Schwarz-Weißen in der Offensive lange Zeit zu wenig, dafür kassierte das Team von Trainer Michael Schiele am Freitagabend letztendlich die Quittung. Sollte Eintracht Braunschweig am Samstag das Niedersachsen-Derby gegen Hannover 96 gewinnen, stünde Sandhausen nach dem 20. Spieltag wieder auf einem Abstiegsplatz.

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Schiele warf zum zweiten Mal nacheinander die Rotationsmaschine an. Er tauschte auf vier Positionen und setzte in Hamburg auf eine sehr defensive taktische Ausrichtung. Mit Philipp Klingmann und Dennis Diekmeier standen zum Beispiel beide nominellen Rechtsverteidiger gleichzeitig auf dem Platz, wobei Kapitän Diekmeier zunächst als verkappter Spielmacher im offensiven Mittelfeld agierte.

Auch Denis Linsmayer und Janik Bachmann im Zentrum stehen nur bedingt für den spielerischen Ansatz. Akzente in der Offensive blieben somit über weite Strecken Mangelware.

Im eigenen Strafraum brannte es dagegen lichterloh: Sandhausen war gleich zwei Mal in den ersten fünf Minuten gefordert. Rodrigo Zalazar prüfte Stefanos Kapino im SVS-Tor und bei Guido Burgstallers Versuch rettete Alexander Rossipal auf der Linie. Auf der Gegenseite setzte Kevin Behrens einen Kopfball über das Tor (9.). Anschließend versuchte St. Pauli, Lücken zu finden, tat sich allerdings schwer. Es dauerte bis zur 43. Minute, ehe Omar Marmoush noch einmal Gefahr ausstrahlte. Den Heber wehrte aber Kapino ab.

Kiez-Kicker legen zu

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Das Geduldsspiel setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Während die auswärtsschwachen Sandhäuser sich weiter darauf fokussierten, keine Fehler zu machen, nahm der Druck der Kiez-Kicker zu. Aufregung kam aber lediglich auf, als Sandhausens Sportlicher Leiter Mikayil Kabaca wegen Meckerns die Gelbe Karte sah. Schiele reagierte und nahm seinen kreativen, aber wenig effektiven Schachzug zurück. Klingmann verließ das Feld, Diekmeier rückte auf seine Lieblingsposition und Alexander Esswein sollte für mehr Schwung sorgen. In Fahrt kamen aber nur die Hausherren. Allerdings unter gütiger Mithilfe der kurpfälzischen Defensive: Kapino verschätzte sich bei einem Ausflug aus dem eigenen Gehäuse und konnte die Hereingabe von Finn Ole Becker nicht verhindern. Auch Nils Röseler kam bei seinem Klärungsversuch zu spät. In der Mitte hatte Daniel-Kofi Kyereh keine Mühe, den Ball in das verwaiste Tor zu befördern (67.). Nicht einmal vier Minuten später schloss Kyereh erneut ab und Burgstaller fälschte unhaltbar zum 2:0 ab.

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Damit aber noch nicht genug. Nur weitere drei Zeigerumdrehungen später verkürzte Kevin Behrens aus dem Nichts. Die Flanke in den Strafraum kam von Diekmeier, der sich als Rechtsverteidiger deutlich besser in Szene setzen konnte. Mehr war aus Sicht der Baden-Württemberger aber nicht mehr möglich, sodass am Ende die zwölfte Saisonniederlage nicht mehr abzuwenden war.

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Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.