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3. Handball-Liga - HG Oftersheim/Schwetzingen eröffnet die Saison mit Heimspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen II / Der Sportliche Leiter Martin Schmitt freut sich – ist aber auch etwas unsicher

Das Kribbeln ist sogar noch stärker als in den Vorjahren

Von 
Max Wendl
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Das Kribbeln ist nicht nur zurück, es ist sogar noch stärker als in den vergangenen Jahren. Martin Schmitt verspürt Vorfreude, wenn er an die an diesem Samstag beginnende Saison in der 3. Handball-Liga denkt. Dabei ist der Sportliche Leiter der HG Oftersheim/Schwetzingen in den vergangenen Monaten auch ohne den Sport stärker denn je ausgelastet gewesen, denn im Berufsleben ist Schmitt Arzt und maßgeblich daran beteiligt, dass es in Oftersheim mit den Impfungen gegen Covid-19 vorangeht.

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Bei seiner Mannschaft musste Schmitt indes wenig einwirken. Die Einstellung der Spieler hilft, denn so stehen die Chancen gut, dass die Runde nach Plan über die Bühne gehen kann. „Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, war groß. Ich musste keinen Einfluss nehmen“, sagt Schmitt. Sorgen hat er aber trotzdem. „Wir merken es auch in der Praxis, dass die Fallzahlen mittlerweile wieder steigen. Deswegen bleibt die Unsicherheit. Die Politik zeigt Richtlinien auf. Wir werden nur durchspielen können, wenn möglichst alle Spieler und Verantwortlichen geimpft sind, die sich impfen lassen können. Da wir in der Mannschaft dahingehend gut aufgestellt sind, bin ich auch mit Blick auf die kalten Wintermonate zuversichtlich“, sagt Schmitt.

Spielersuche schwierig

© Schwerdt

Nicht nur das Corona-Thema hat den Kaderplaner zuletzt beschäftigt. Auch auf dem Spielermarkt war es aufgrund der vergrößerten Teilnehmerzahl schwierig, geeignete Akteure zu verpflichten.

„Wenn 86 Mannschaften Spieler auf Drittliga-Niveau suchen, dann ist der Markt ausgedünnt. Es gab auch häufig den Fall, dass Spieler nicht wechseln wollten, weil sie wegen der beiden abgebrochenen Spielzeiten noch im Wort bei ihren Clubs standen. Ich finde das sympathisch, aber es erschwert unsere Suche“, schildert Schmitt seine Eindrücke.

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Mit Lino Messerschmidt und Alexander Sauer hat die HG Qualität und Identität verloren. Auch Jerrit Jungmann und Moritz Schmidberger gehören dem Kader nicht mehr an. „Sie sind nicht so einfach zu ersetzen. Wir wollen unseren Weg fortsetzen und haben deswegen versucht, das Aufgebot mit jungen Talenten aus dem eigenen Nachwuchs aufzufüllen“, sagt Schmitt.

Und dann gab es ja auch noch auf der Trainerposition eine Veränderung: Frank Schmitt folgt an der Seitenlinie auf Holger Löhr. „Der Übergang lief super“, findet Namensvetter Martin Schmitt. „Frank wurde von der Mannschaft toll aufgenommen und hat sich direkt eingebracht. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit und sind davon überzeugt, dass er den Weg von Holger fortführen wird.“

Trotz einiger personeller Sorgen sieht Schmitt die Mannschaft auf einem guten Weg. Allerdings dürfen sich nicht noch mehr Spieler verletzen. Schon für das Auftaktspiel am Samstagabend gegen die zweite Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen fallen Florian Burmeister und Bastian Schleidweiler sicher aus. Auch Niklas Krämer ist noch lange nicht wieder bei 100 Prozent.

Auf schnelles Spiel bauen

„Das tut uns schon weh“, gesteht Schmitt, der mit Blick auf die Spielweise nicht die ganz großen Veränderungen unter dem neuen Coach erwartet: „Wir müssen weiter auf unser schnelles Spiel bauen. Die einfachen Tore aus dem Rückraum werden wir nicht so einfach werfen. Wir müssen schnell spielen, den Nebenmann in eine freie Wurfposition bekommen und so zu Torerfolgen kommen.“

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Und was für ein Derby erwartet Schmitt zum Start? „Zwei starke Teams treffen aufeinander. Ich denke aber, dass es ein Nachteil ist, wenn man gleich am Anfang auf die Löwen trifft. Da die Bundesliga-Mannschaft noch aussetzt, könnte da der eine oder andere aushelfen. Deswegen treffen wir auf eine spielstarke Mannschaft.“

Höchste Priorität hat vor dem Start die Gesundheit aller Spieler und Zuschauer. In sportlicher Hinsicht ist das Ziel von Schmitt aber auch klar definiert: „Wegen des veränderten Modus und der größeren Anzahl an Absteigern geht es für uns ausschließlich darum, die Klasse zu halten.“ Gegen die Bundesliga-Reserve soll dahingehend der erste Schritt gemacht werden. Um 19.30 Uhr, wenn die Saison in der Schwetzinger Nordstadthalle eröffnet wird, dürfte das Kribbeln dann am stärksten sein. Bild: Schwerdt/HG

Das gilt für Zuschauer

In der Nordstadthalle kommt bei uns die 3G-Regelung zur Anwendung. Es dürfen also diejenigen kommen, die geimpft, genesen oder negativ getestet (keine Selbsttests) sind. Das gilt auch für Kinder ab sechs Jahren.

Die HG bittet die Zuschauer, früher als gewohnt in die Halle, damit rechtzeitig alle Bescheinigungen und Zertifikate geprüft werden können. mj

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