Im Interview - Trainer Ali Hanbas über seine veränderte Aufgabe beim Fußball-Kreisligisten TSG Eintracht Plankstadt / Christian Adler kommt Den Verein von Jahr zu Jahr verbessern

Von 
Maximilian Wendl
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Ali Hanbas übernimmt beim Fußball-Kreisligisten TSG Eintracht Plankstadt das Traineramt haupt- und alleinverantwortlich. Bis zum Ende der Saison 2020/21 teilt er es sich noch gemeinsam mit Heinz Beneke, dessen Zeit in der ersten Mannschaft dann allerdings enden wird. Die Verantwortlichen würden den scheidenden Coach gerne anderweitig an der Jahnstraße einbinden, doch diesbezüglich gibt es noch keine Entscheidung. Im Interview verrät Hanbas, wie sich sein Aufgabenbereich verändern wird und wie er sich die Zusammenarbeit mit seinem neuen Assistenten Andreas Reinert vorstellt.

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Herr Hanbas, Sie bekommen mit Andreas Reinert ab der Saison 2021/2022 einen neuen Mann an Ihre Seite. Wie beurteilen Sie diese Entwicklung?

Ali Hanbas: Da wir zukünftig unsere Jugend verstärkt in der Aktivität fördern wollen, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung, da Andreas seit längerer Zeit Erfahrung im Jugendbereich sammeln konnte. Er ist sehr kommunikativ und durfte die Jungs bereits in der Jugend kennenlernen und trainieren. Während der Zeit in der Aktivität wurde der Kontakt zwischen uns stets aufrechterhalten. Da ich in den vergangenen Jahren das Vergnügen hatte, mit diesen Jungs zu spielen und viel Zeit auf und neben dem Platz mit ihnen verbracht habe, wird der Zusammenhalt zwischen uns Trainern und den Spielern sicherlich noch größer. Neben den Schlüsselelementen für den Erfolg im Fußball wie Mentalität und Entwicklung spielt der Zusammenhalt eine enorm große Rolle. Deshalb halte ich diese Entwicklung im Verein für positiv und freue mich sehr auf die Zukunft.

Inwiefern verändert sich Ihr Aufgabengebiet? Werden Sie künftig weiterhin als Spielertrainer agieren und haben Sie schon über die Verteilung der Aufgaben gesprochen?

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Hanbas: Ob ich künftig weiterhin als Spielertrainer agieren werde, ist noch ungewiss. In meinen Augen ergibt es Sinn, wenn einer der Trainer außerhalb des Rasens und der andere Trainer auf dem Feld das Spiel betrachten kann. In der Vergangenheit hatte ich in einigen Spielen das Vergnügen und konnte das Spielgeschehen von außen betrachten. Dadurch kann ein Trainer erheblichen Einfluss auf das Spiel nehmen, da die Wahrnehmung eine ganz andere ist. Zudem haben wir sehr gute zentrale Spieler in unseren Reihen, die alle das Potenzial haben, eine souveräne Kreisligasaison zu spielen. Wir werden uns die Leistungen der Spieler anschauen und die besten elf Jungs auf den Platz schicken.

Mit Tobias Treiber und Riccardo Cerasa wurden bereits zwei Spieler verpflichtet. Welche Veränderungen gibt es außerdem?

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Hanbas: Unsere Aufgabe ist es, die Bedingungen im Verein von Jahr zu Jahr zu verbessern. Deshalb wollen wir unseren Kader kontinuierlich verbessern. Bei der Personalplanung legen wir sehr viel Wert darauf, dass der Spieler nicht nur fußballerisch, sondern auch menschlich zu uns passt und sich mit dem Verein identifiziert. Mit unseren Spielern konnten wir bereits sprechen und können Positives berichten: Die Mannschaft bleibt weitgehend zusammen. Mit Christian Adler konnten wir den nächsten Neuzugang für uns gewinnen, der unsere Werte im Verein vertritt. Außerdem sind wir mit weiteren Kandidaten in Kontakt und hoffen, in den nächsten zwei bis drei Wochen weitere Zugänge vermelden zu können.

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Was erhoffen Sie sich von den Talenten, die zeitnah aus der A-Jugend nachrücken?

Hanbas: Da es erhebliche Unterschiede zwischen dem Jugend- und Aktivenbereich gibt, hoffe ich, dass unsere Jugendspieler den Anschluss zur Aktivität schnell finden und uns weiterhelfen können. Dennoch wollen wir keinen Druck ausüben und geben ihnen die Zeit, sich zu entwickeln. Die Spieler haben zudem die Option, sich über die zweite Mannschaft heranzutasten. Wir konnten mit Jonas Meier und Tobias Eck zwei talentierte Spieler aus der A-Jugend für uns gewinnen, die wir in der ersten Mannschaft fördern wollen. Ich bin mir jedoch sicher, dass noch einige Talente nachrücken werden.

Wie sehen die vereinsinternen Vorstellungen und Planungen bezüglich einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs aus?

Hanbas: Wir können es kaum erwarten, wieder auf dem Platz zu stehen. Alle im Verein warten sehnsüchtig auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Leider können wir diese Entscheidung nicht beeinflussen und müssen die aktuellen Gegebenheiten akzeptieren. Solange keine Klarheit herrscht, halten wir uns an die Regeln und mit individuellen Sporteinheiten fit. Bild: Fischer

Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.