AdUnit Billboard
2. Fußball-Bundesliga - Vor dem Duell am Freitag gegen Ingolstadt legen Fans und Vereinsführung ihren Streit bei – zumindest vorerst

Der neue Frieden vom Hardtwald

Von 
Maximilian Wendl
Lesedauer: 

Was so ein erster Saisonsieg doch alles bewirken kann. Beim SV Sandhausen kehrt nach dem Streit zwischen Fans und Vereinsführung wieder Ruhe ein. Allerdings ist dieser Burgfrieden nicht nur dem 3:1-Erfolg beim FC Erzgebirge Aue geschuldet (wir berichteten). Vielmehr saßen beide Parteien an einem Tisch und haben kommuniziert, um die entstandenen Gräben zuzuschütten.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Pressesprecher Markus Beer verlas zwei Tage vor dem Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am Freitag (18.30 Uhr) ein gemeinsames Statement: „In einem von beiden Seiten konstruktiven und respektvollen Meinungsaustausch wurden Sachverhalte aufgeklärt, Missverständnisse ausgeräumt und ein gegenseitiges Verständnis entwickelt. Für die Zukunft soll eine veränderte Dialogstruktur herausgearbeitet werden, die in den nächsten Wochen und Monaten gemeinschaftlich umgesetzt wird. Ziel dabei ist es, die Kommunikation zwischen Verein und Fans zu intensivieren und auf eine neue Ebene zu bringen.“ In die beiden Gesprächsrunden waren neben den Fans und Fanclub-Vorsitzenden auch Präsident Jürgen Machmeier, Geschäftsführer Volker Piegsa und der sportliche Leiter Mikayil Kabaca involviert. Zuvor hatten die Anhänger beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC Kritik an der Vereinsführung geäußert. Es ging um Personalentscheidungen und den Umgang mit Mitarbeitern der Geschäftsstelle.

Der Fokus soll nun wieder auf dem Sportlichen liegen, denn mit dem FC Ingolstadt kommt ein Gegner an den Hardtwald, den man schlagen muss, um in der Liga zu bleiben. Das bestätigt Trainer Gerhard Kleppinger: „Obwohl der FCI im Moment nur einen Punkt auf dem Konto hat, wäre es ein Fehler, sie an dieser Ausbeute zu messen. Das ist eine spielstarke Mannschaft und deswegen gehen wir mit größtmöglichem Respekt in dieses Spiel. Die Aufgabe ist aber lösbar für uns.“

Zumal die SVS-Profis mit Rückenwind ins Duell im BWT-Stadion gehen, denn in Aue haben sie nicht nur den ersten Dreier der Spielzeit eingefahren, sondern auch zum ersten Mal getroffen und gleichzeitig die Negativserie in der Fremde beendet. „Eine große Last ist von uns abgefallen“, gab Kleppinger zu. „Es hat Spaß gemacht, in dieser Woche zu arbeiten. Die Stimmung war viel besser und wir sind froh darüber, dass wir 65 gute Minuten gezeigt haben.“

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Bleibt Charlison Benschop?

Länger zeigen durfte sich Charlison Benschop. Der Gastspieler trainierte zwei Wochen lang am Hardtwald mit, allerdings ist noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob er auch künftig für den SVS auflaufen wird. Ende dieser Woche soll es dann aber so weit sein. Für das Duell gegen Ingolstadt wird der Angreifer definitiv noch keine Option sein.

Das gilt auch für Julius Biada und Pascal Testroet, die weiter verletzt ausfallen. „Bei Julius können wir noch gar nicht sagen, wann er wieder mitspielen kann. Pascal geben wir noch Zeit. Er wird nach der Länderspielpause zurückkehren. Wir brauchen ihn bei 100 Prozent“, gibt Kleppinger Einblicke. Auch Christian Conteh musste aufgrund einer Magen-Darm-Verstimmung in dieser Trainingswoche zeitweise aussetzen. Dafür sei Kapitän Dennis Diekmeier wieder eine Alternative. Kleppinger lässt jedoch noch nicht durchblicken, auf welche taktische Variante er und Stefan Kulovits setzen werden. Von einer Dreier-, über eine Vierer- bis hin zur Fünferkette sei alles möglich.

Im Duell gegen Ingolstadt geht es gegen zwei alte Bekannte: Erst in diesem Sommer wechselten Ex-Spielführer Denis Linsmayer und Nils Röseler zu den Schanzern. Linsmayers Abschied war einer der Punkte, der von den Anhängern kritisiert worden war. Kleppinger glaubt nicht, dass es für den FCI ein Vorteil ist, auf Tipps des Duos zurückgreifen zu können: „Sie werden ihr Wissen weitergeben, aber das spielt für mich keine Rolle. Wir wollen unser Spiel durchbringen.“ Das könnte dann den besiegelten Frieden untermauern.

Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1