Basketball-Bundesliga

Dramatik pur

Heidelberger Academics schlagen Bayreuth nach zweifacher Verlängerung 107:101

Von 
Joachim Klaehn
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Das Erfolgserlebnis der Academics Heidelberg in der Basketball-Bundesliga (BBL) gegen Bayreuth stand erst nach zweimaliger Verlängerung fest. Mit einem 107:101 (20:11, 28:25, 19:20, 16:27, 10:10, 14:8) holten die Heidelberger den vierten Heimsieg und insgesamt fünften Saisonerfolg, der ihnen erst einmal etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.

Die Korbjagd im mit 3783 Zuschauern gefüllten SNP-Dome – neben dem „X-Mas Game“ am 27. Dezember gegen den FC Bayern in der Mannheimer SAP Arena (10 454) die bisherige Rekordkulisse – war an Dramatik nicht zu überbieten. Gleich zu Beginn des ersten Viertels setzten sich die Hausherren ab und lagen nach zehn Minuten mit 20:11 in Front. Im zweiten und dritten Abschnitt konnten die Academics den Vorsprung zwischenzeitlich auf bis zu 13 Zähler Differenz ausbauen.

Doch insbesondere im letzten Viertel riss der Faden bei den Iisalo-Schützlingen. Plötzlich waren die Bayreuther mehrfach vorne, die Academics konnten sich aber jeweils in die Overtime retten. Erst nach 50 Minuten Nettospielzeit und 2:20 Stunden standen die Kurpfälzer als Sieger fest. Der amerikanische Playmaker Eric Washington mit 23 Punkten und sieben Rebounds sowie die beiden belgischen Nationalspieler Vincent Kesteloot (22 Punkte, elf Rebounds) und Elias Lasisi (18 Punkte, neun Rebounds) waren die stärksten Academics-Akteure, während bei den Oberfranken Brandon Childress (37 Punkte, davon acht Dreier) eine überragende Partie bot. „Ich bin sehr froh über den Sieg und sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte Heidelbergs Cheftrainer Joonas Iisalo danach spürbar erleichtert.

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Die Academics beendeten somit eine Negativserie von fünf Niederlagen und dürfen wieder zuversichtlicher in die nahe Zukunft blicken. Die nächsten richtungsweisenden Spiele haben sie mit dem Heimauftritt gegen die kompakten Würzburg Baskets (Sonntag, 28. Januar, 18 Uhr) und mit dem Duell bei den Skyliners Frankfurt (Mittwoch, 1. Februar, 19 Uhr) vor der Brust.

Es bleibt also weiter spannend für Heidelberg, einer der alten Basketball-Hochburgen Deutschlands.

Academics: Washington 23 (1 Dreier), Kesteloot 22, Lasisi 18 (4), Coleman 14 (1), Griffin 9, Vargas 8 (2), Ugrai 6, Hundt 5 (1), Ely 2, Herzog, Edwardsson.

Redaktion Seit Ewigkeiten im Mediengeschäft, seit Mai 2022 neuer Redakteur der Schwetzinger Zeitung. Reporter aus Passion - mit Allroundkompetenz. Bevorzugt menschliche Nähe sowie journalistische Distanz zur Sache.