2. Fußball-Bundesliga - SVS ist nicht dabei – schätzt aber Aktion Eigene Initiative

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mjw
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Die Profis des Fußball Zweitligisten SV Sandhausen sind einem Aufruf des Magazins „11 Freunde“ im Gegensatz zu mehr als 800 Fußballerinnen und Fußballern anderer Vereine nicht gefolgt. Auch der FC Bayern München und Bayer Leverkusen verweigerten eine Teilnahme an der aufsehenerregenden Aktion, bei der Profis zum Coming-out während der aktiven Laufbahn ermuntert werden sollen (wir berichteten). „11 Freunde“-Chefredakteur Philipp Köster sagte in einem Interview mit der „Tagespost“: „Es gibt es ganz unterschiedliche Gründe. Ich warne aber vor dem Zirkelschluss, dass die, die jetzt nicht mitgemacht haben, die Sache nicht unterstützen.“

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Im Gegenteil: Der Club vom Hardtwald unterstützt mit der vereinseigenen Initiative „Hardtwald-Helden“ seit Jahren verschiedene Projekte in den Bereichen Bildung, Umwelt, Gesundheit und Partizipation. Unter anderem fällt auch die sexuelle Vielfalt in einen Komplex.

Für Toleranz und Vielfalt

Sandhausens Pressesprecher Markus Beer sagte auf Nachfrage dieser Zeitung: „Wir haben uns nicht gegen diese Aktion entschieden. Wir schätzen die Initiative zu diesem wichtigen Thema sehr, möchten an dieser Stelle auch darauf verweisen, dass wir als Verein mit der Teilnahme am kürzlich stattgefundenen ,Nie-Wieder’-Spieltag und unserer generellen Grundhaltung als Verein für Toleranz und Vielfalt stehen.“

Zumal der SVS derzeit in sportlicher Hinsicht ohnehin genug Baustellen hat. Die Wende des abstiegsbedrohten Tabellen-16. soll am Samstag beim Gastspiel beim SC Paderborn gelingen. Spielbeginn ist um 13 Uhr. mjw