2. Fußball-Bundesliga - Sandhausen verliert 1:2 beim SC Paderborn Eine Niederlage als Mutmacher

Von
Maximilian Wendl
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Ja, der SV Sandhausen beschließt den 22. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga auf einem Abstiegsplatz. Das ist besorgniserregend und nach der Trainerentlassung von Michael Schiele hat es auch nicht geklappt, die desaströse Auswärtsbilanz aufzupolieren. Aber: Die 1:2-Niederlage beim SC Paderborn dient trotzdem als Mutmacher, denn die Schwarz-Weißen haben viele Eigenschaften auf den Platz gebracht, die es in der aktuellen Phase abzurufen gilt, um das Ruder noch einmal herumzureißen. Die DNA des Clubs kam wieder zum Vorschein und damit hatte der SCP zeitweise große Probleme.

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Auch deswegen sprach Präsident Jürgen Machmeier unmittelbar nach Spielende den Interimstrainern Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits das Vertrauen für die anstehende Trainingswoche und das richtungsweisende Heimspiel am Sonntag, 28. Februar, gegen den VfL Osnabrück aus (Spielbeginn: 13.30 Uhr).

Paderborns Sebastian Schonlau (rechts) im Kampf um den Ball mit Besar Halimi aus Sandhausen. © dpa-avis

Der Club-Boss begründet die Entscheidung so: „Es war ein positiver Auftritt. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, dass das Duo die Mannschaft auch in der kommenden Woche betreuen und vorbereiten wird. Wir haben bisher noch mit keinem anderen Kandidaten gesprochen und werden das auch in der kommenden Woche nicht tun. Die Mannschaft glaubt an Stefan Kulovits und Gerhard Kleppinger, das ist eine wichtige Erkenntnis. Beide haben viele Dinge richtig gemacht.“

Besar Halimi glänzt als Torschütze

Besonders in der ersten Halbzeit haben auch die Spieler eine ganze Menge richtig gemacht. Sie waren griffig in den Zweikämpfen, hin und wieder torgefährlich und standen in der Defensive kompakt. Kleppinger hatte im Vorfeld der Partie gesagt, er wolle der Mannschaft einen einfachen, aber guten Plan mitgeben. Dieser wurde in der 15. Minute durch die sehenswerte Direktabnahme von Besar Halimi veredelt. Der kosovarische Nationalspieler, der zu Saisonbeginn eigentlich hätte verkauft werden sollen, nimmt in Abwesenheit des verletzten Julius Biada aktuell eine wichtige Rolle ein. Nun glänzte er auch erstmalig in dieser Spielzeit als Torschütze, doch darüber konnte er sich nur 21 Minuten lang freuen, denn Dennis Srbeny glich aus.

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Ebenfalls auffallend: Der SVS fiel nach dem Gegentreffer nicht sofort auseinander, sondern stemmte sich weiter als Einheit gegen den immer größer werdenden Druck der Ostwestfalen. Nach einem Stellungsfehler von Diego Contento fiel jedoch durch Christopher Antwi-Adjei der Siegtreffer nach 74 Minuten. Ein Punktgewinn war somit futsch, weil einmal mehr einer der Routiniers unachtsam agierte.

Der SVS hat mittlerweile 18 Punkte nach einer Führung abgegeben. Die Rückschläge in der zweiten Halbzeit bleiben ein Manko, das Kleppinger und Kulovits schnellstmöglich abstellen müssen. Noch herrscht aber Aufbruchstimmung am Hardtwald. „Wir haben zu keiner Zeit aufgesteckt und das werden wir auch nicht. Ich bin davon überzeugt, dass wir in den restlichen Spielen die nötigen Punkte holen werden“, sagt Kleppinger.

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Gegen den VfL Osnabrück, der auf dem 15. Platz liegt und bei dem Ex-Trainer Uwe Koschinat als Retter an der Seitenlinie gehandelt wird, lautet die Zielvorgabe: Verlieren verboten.

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„Ich bin optimistisch. Wir müssen an diese positive Energie anknüpfen“, fordert Dennis Diekmeier. Doch auch der Kapitän weiß, dass die Luft zwölf Spieltage vor dem Saisonende immer dünner wird. Fehlen wird gegen die Niedersachsen indes Aleksandr Zhirov, der sich in Paderborn die fünfte Gelbe Karte einhandelte und gesperrt sein wird.

Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.