Fußball-Kreisliga - Reilingen will in Hockenheim mal wieder siegen Hoffen auf ein Ende des Derby-Albtraums

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mjw
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Auch 2018 im Spiel FV Hockenheim gegen SC Reilingen (2:1) jubelten die Gastgeber Harald Vogelhuber (v. l.), Kevin Huber, Tobias Hirsch und Dominik Beck. © Bild Fischer

Es kribbelt. Das Kreisliga-Derby zwischen dem FV 08 Hockenheim und dem SC 08 Reilingen löst bei Patrick Rittmaier Vorfreude aus. Der Spielertrainer der Reilinger Fußballer hat aber noch einen weiteren Grund, sich zu freuen, denn mittlerweile scheint der personelle Engpass überwunden. „Wir haben 16 bis 20 Mann im Training. Das spornt an. Jeder gibt fünf Prozent mehr, um wirklich in der Startelf zu stehen“, sagt Rittmaier. Für das Spiel am Sonntag, das um 15 Uhr angepfiffen wird, stehen aber nur noch hinter zwei Positionen Fragezeichen. Welche das sind, möchte er nicht verraten.

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Der Ansporn ist groß, bei den Rennstädtern endlich mal wieder zu gewinnen. Seit 2017 ist es dem SC 08 nicht mehr gelungen, etwas Zählbares zu entführen. Aber auch generell spricht die Statistik nicht für Reilingen, denn seit vier Partien hieß der Sieger immer Hockenheim.

Freundschaft der Trainer

„Es ist mal wieder an der Zeit“, findet Rittmaier. Ihn und Hasan Dogan, der gemeinsam mit Kay Gerwig den FV 08 coacht, verbindet eine Freundschaft: „Wir tauschen uns wöchentlich aus, auch diese Woche haben wir miteinander geschrieben“, erklärt Rittmaier. Eine Wette gibt es noch nicht, „aber vielleicht rufe ich ihn vor dem Spiel noch einmal an und biete ihm eine Wette an“, sagt Rittmaier schmunzelnd. Ein besonderes Auge müssen die Reilinger auf Benjamin Marx werfen. Der Hockenheimer hat in acht Partien fünfmal getroffen.

So einen Goalgetter hätte Heinz Beneke ganz sicher auch gerne in seinen Reihen. Der Trainer der TSG Eintracht Plankstadt vermisst in seinem jungen und immer noch sehr unerfahrenen Kader einen Spieler mit Killerinstinkt vor dem Tor. Ansonsten ist der Übungsleiter mit der Entwicklung seiner Mannschaft aber zufrieden: „Wir spielen fast jede Woche mit Jungs, die im vergangenen Jahr noch in der B-Jugend gekickt haben, und trotzdem sind wir mit Ausnahme des Spiels in Lützelsachsen, das wir mit 1:7 verloren haben, immer auf Augenhöhe gewesen.“

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Die Aufbruchstimmung nach dem Umbruch ist an der Jahnstraße noch nicht verflogen – im Gegenteil: „Wir haben eine tolle Atmosphäre und wenn es so weitergeht, dann können wir im kommenden Jahr auch wieder eine zweite Mannschaft stellen“, sagt Beneke. Der Fokus liegt aber auf der ersten Mannschaft und die spielt am Sonntag beim FC Germania Friedrichsfeld (Spielbeginn: 15 Uhr), ein Gegner über den Beneke wenig sagen kann: „Ich gehe davon aus, dass sie sich über die Aggressivität und den Kampfgeist identifizieren. Da müssen wir dagegenhalten. Wir sind fokussiert und werden auf Augenhöhe agieren.“

Mit einem Sieg könnte Plankstadt – momentan auf dem vorletzten Platz - den Kontakt zu den Tabellennachbarn und der Nichtabstiegszone aufrechterhalten. mjw