Jugendhandball-Bundesliga

„Hoffentlich ein Einzelfall“

HG-Trainer Lahme konsterniert

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mj/ali/ Bild: HG/Rueffer
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Die A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen kassierte am Sonntag in der Endrunde um die deutsche Handballmeisterschaft eine hohe 24-44-Niederlage bei den Füchsen in Berlin-Reinickendorf (wir berichteten). Dabei hatte es nach 16 Minuten noch ordentlich ausgesehen (9:12), ehe der Einbruch bis zu einem 10:29-Rückstand erfolgte. Im Interview ordnet Trainer Christoph Lahme (Bild) diese Klatsche ein und blickt auch voraus.

Wie kam es zu diesem 1:17-Antilauf zwischen der 16. und 34. Minute?

Christoph Lahme: In der Pause waren wir konsterniert über das Geleistete der ersten 30 Minuten: keine Leidenschaft, kein Wille, keine Umsetzung unserer klaren Absprachen. Jedoch, was dann passierte, bleibt hoffentlich ein Einzelfall meiner und unserer Handballlaufbahn. Kein Zurücklaufen mehr, kein Nutzen 100-prozentig freier Würfe, kein gemeinschaftliches Ackern in der Abwehr und ein ausstrahlungsloses Auftreten. Wir wurden im Gegenzug quasi vorgeführt. Aber die Klatsche kam hoffentlich zum richtigen Moment.

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Wie bauen Sie als Trainer die Truppe nach dieser 24:44-Klatsche wieder auf?

Lahme: Das Aufbauen versuchten wir schon mit der zweiten Auszeit in der 38. Minute herbeizuführen, in der wir zum einen an die Ehre appellierten und zum anderen den Spielern die bis dato miserable Wurfausbeute von 33 Prozent mit fast ausnahmslos halbhohen Abschlüssen vor Auge gehalten haben.

Wie sehen die Maßnahmen aus, um solche Situationen in der Zukunft zu vermeiden?

Lahme: Es obliegt nicht meiner Vorstellungskraft, dass sich solch ein Auftreten wiederholen könnte. Jedoch darf man auch nicht außer Acht lassen, wie der Gegner an diesem Tage hieß. Es ist der Topfavorit auf die deutsche Meisterschaft und dieser brachte seine Leistung auf den Punkt. Reinickendorf spielte einen unfassbar guten Handball. Da kam dann alles zusammen und dann bekommst du eben so eine Packung. mj/ali/ Bild: HG/Rueffer