2. Fußball-Bundesliga - SV Sandhausen reist zum Schlusslicht nach Dresden und möchte Erfolgsserie fortsetzen / Entwarnung bei Denis Linsmayer / Leart Paqarada gesperrt Koschinat schärft die Sinne seiner Spieler

Von 
Maximilian Wendl
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Denis Linsmayer, hier im Laufduell mit Bielefelds Cedric Brunner (l.), kann beim Gastspiel in Dresden auflaufen. Der Mittelfeldspieler des SV Sandhausen klagte zuletzt über Schmerzen am Arm und im Bein – die medizinische Abteilung gab Entwarnung. © dpa

Beim SV Sandhausen wird nichts dem Zufall überlassen: Kapitän Dennis Diekmeier und die beiden Verteidiger Jesper Verlaat und Sören Dieckmann besorgten am Donnerstag bereits frühzeitig ihre Weihnachtsbäume für Zuhause. Die Spieler des Fußball-Zweitligisten sind nach dem 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart und der Fortsetzung der positiven Serie offensichtlich in vorweihnachtlicher Stimmung. Aber auch die Verantwortlichen haben abseits des Rasens allen Grund zur Freude, denn der SVS wurde für sein Marketingkonzept beim deutschen Marketingpreis Dritter (wir berichteten).

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Bei der Preisverleihung in Düsseldorf war Sandhausens Coach Uwe Koschinat nicht dabei. Er bereitete seine Mannschaft auf das Auswärtsspiel am Sonntag beim Tabellenschlusslicht Dynamo Dresden vor (Anpfiff: 13.30 Uhr). Nach dem besonderen ersten Heimsieg gegen einen „Großen der Liga“ – wie Koschinat stolz erklärte – erwartet der Übungsleiter nun das komplette Kontrastprogramm.

Die Krise an der Elbe ist erst zu Wochenbeginn eskaliert, hatten die Sachsen doch Cristian Fiel von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden. Für ihn übernahm der ehemalige Nationalspieler Heiko Scholz, den Koschinat bestens aus seiner Zeit bei Fortuna Köln kennt. „Das waren heiße Duelle. Er ist sehr direkt und lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen. Wir hatten mal ein nettes Doppelinterview“, erinnert sich der 48-Jährige an Scholz’ Zeit bei Viktoria Köln zurück.

Chance für Dieckmann

Damals stand dort auch Aziz Bouhaddouz unter Vertrag, der am vergangenen Wochenende den VfB mit zwei Treffern beinahe im Alleingang erledigte. Er dürfte voraussichtlich wieder in der Startformation stehen. Zu Umbaumaßnahmen ist Koschinat trotzdem gezwungen, denn Leart Paqarada hat gegen die Schwaben seine fünfte Gelbe Karte gesehen und muss aussetzen. Für ihn wird Dieckmann in das Aufgebot rücken, daraus macht Koschinat keinen Hehl.

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Außerdem sind Marlon Frey und Julius Biada wieder ins Training eingestiegen. Bei Denis Linsmayer, der kürzlich aufgrund von Schmerzen am Arm und im Bein vom Feld musste, konnte die medizinische Abteilung der Schwarz-Weißen Entwarnung geben.

Warnende Worte gibt Koschinat seiner Mannschaft aber mit auf den Weg: Seine Aufgabe bestand in dieser Woche darin, die Sinne seiner Profis zu schärfen. Nach der Überraschung als Außenseiter geht der SVS mit einer breiten Brust in das Duell bei Dynamo. Daraus lässt sich, wenn es nach der Meinung des Trainers geht, aber nicht direkt ableiten, dass Sandhausen die Favoritenrolle einnimmt. „In die lassen wir uns nicht reindrängen“, wehrt er ab und erklärt weiter: „Ich erwarte ein schweres Spiel. Die Dresdner sind mit Sicherheit bis an die Zähne bewaffnet. Aber wir wollen unsere tolle Serie verteidigen.“

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Mittlerweile ist der SV Sandhausen im Unterhaus seit fünf Pflichtspielen unbesiegt und sollte noch ein weiteres hinzukommen, dann dürfte die ausgelassene vorweihnachtliche Stimmung am Hardtwald wohl erst einmal seine Fortsetzung finden.

Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.