Handball-Bundesliga Frauen

Kurpfalz-Bären unternehmen neuen Versuch gegen Buxtehuder SV

Von 
Maximilian Wendl
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Sina Michels kann für die Bären auch in der Abwehr wieder zupacken. © Daniel Bamberger

Ketsch. Auf ein Neues: Die Handballerinnen der Kurpfalz-Bären aus Ketsch versuchen am Mittwochabend ihr Bundesligaspiel gegen den Buxtehuder SV nachzuholen (Spielbeginn: 19 Uhr). Duelle gegen den zweimaligen DHB-Pokalsieger standen in dieser Saison unter keinem guten Stern. Das erste Aufeinandertreffen wurde kurzfristig abgesagt, weil die Verantwortlichen der Bären nicht rechtzeitig negative Corona-Testergebnisse vorweisen konnten. Beim zweiten Termin musste das Team von Trainer Adrian Fuladdjusch dann mit einer Rumpftruppe antreten und verlor deutlich. Vor knapp eineinhalb Wochen hätte der BSV dann in Ketsch auflaufen sollen und befand sich schon auf der Anreise. Da eine Spielerin aber über Unwohlsein klagte und zuvor als Corona-Kontaktperson eingestuft worden war, machte der Tross wieder kehrt. Nun kommt es zu einem neuerlichen Anlauf.

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„Wir haben die Zeit sinnvoll genutzt, haben gut trainiert und noch ein bisschen etwas in unserem Offensivspiel verändert“, sagte Fuladdjusch. Der Coach wird in der kommenden Saison unter anderem Leun als Co-Trainer in Buxtehude unterstützen. Ein besonderes Spiel ergibt sich für ihn daraus aber nicht. Er verdeutlicht: „Die Partie dort war etwas Besonderes. Jetzt sehe ich das ganz entspannt.“

In personeller Hinsicht haben sich vier Bären-Spielerinnen abgemeldet. Lara Eckhardt laboriert an einem gebrochenen Finger. Elena Fabritz‘ Saison ist zu Ende und die Talente Marlene Hermann und Elena Winnewisser konzentrieren sich jetzt erst einmal auf ihr Abitur und wollen sich dem Risiko einer möglichen Corona-Erkrankung auf dem Spielfeld nicht aussetzen. „Ich finde, das ist eine starke Entscheidung“, macht Fuladdjusch deutlich. Immerhin: Kapitänin Sina Michels kehrt zurück und dürfte auch in der Startformation stehen. Der 33-Jährige dazu: „Wir müssen die letzten Einheiten abwarten. Aber wenn wir mit der siebten Feldspielerin im Angriff agieren, dann ist es schon sehr wahrscheinlich, dass sie eine der beiden Kreisläuferinnen sein wird.“

Dazu begrüßen die Bären in der ersten Mannschaft ein neues Gesicht. Christina Völker erweitert im Rückraum die Optionen und soll für Entlastung im linken Rückraum sorgen. Durch den Ausfall von Eckhardt und dem Abgang von Sara Goudarzi fehlten Ketsch zuletzt die Alternativen. Völker, die ursprünglich für die zweite Mannschaft aufläuft,  fiel jedoch lange mit einer Verletzung an der Achillessehne aus und hat seit über einem Jahr kein Spiel mehr absolviert. Wunderdinge sollte man von ihr nicht erwarten, Fuladdjusch freut sich aber dennoch über den Zuwachs: „Sie ist im Rückraum flexibel einsetzbar und ihre Erfahrung wird uns guttun. Wenn sie trifft, dann ist das gut und wenn nicht, dann soll sie es in der ersten Mannschaft trotzdem genießen.“

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Buxtehude war nach dem Corona-Fall bereits am vergangenen Freitag gegen die SG Bietigheim wieder im Einsatz und unterlag mit 24:29. „Aus diesem Spiel konnte man wenig lesen“, fand Fuladdjusch. „Bietigheim legt den Fokus auf das Final-Four-Turnier und hat nicht seine Bestleistung abgerufen. Sie haben den Vorsprung verwaltet und der BSV hat versucht, einen ordentlichen Auftritt hinzulegen.“

Von seiner Mannschaft verlangt der Bären-Trainer im Duell gegen seine persönliche Zukunft: „Wir wollen in den ersten Minuten eine gute Abwehr hinstellen. Wenn es uns gelingt, wenig Gegentore zuzulassen, dann sind wir auch in der Lage, die Partie am Mittwoch ausgeglichen zu gestalten.“ mjw

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Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.