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Fußball-Landesliga - Personell geschwächter SV 98 Schwetzingen verliert in der Nachspielzeit mit 1:2 gegen die SG Heidelberg-Kirchheim

Letztes Aufgebot schlägt sich gut

Von 
Lothar Fischer
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Der Schwetzinger Torschütze Kevin Roderig (M.) schießt seine Mannschaft in Führung. Am Ende steht der Gastgeber durch das 1:2 mit leeren Händen da. © Fischer

So leer wie im Heimspiel gegen SG Heidelberg-Kirchheim präsentierte sich die Auswechselbank des Fußball-Landesligisten SV 98 Schwetzingen unter Trainer Seydou Sy noch nie. Gerade einmal drei Spieler nahmen auf der Bank Platz, darunter mit Cedric Massoth und Burak Cavadaro zwei Akteure, die verletzungsbedingt ein Jahr nicht zum Einsatz gekommen waren. Dennoch machte es die personell stark gebeutelte Schwetzinger Truppe der besten Rückrundenmannschaft nicht leicht, am Ende einen 2:1-Sieg einzufahren.

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Die Gäste ließen früh mit einem strammen Schuss von Enis Kajazovic aufhorchen, der knapp am rechten Pfosten vorbei strich. (5.). Doch der SV 98 stellte sich immer besser auf die Offensivkräfte der Kirchheimer ein und Marc Haffa bekam zunächst wenig Spielraum, um seine Torgefährlichkeit und seine Größenvorteile auszuspielen. Kevin Roderig, der erneut sehr spielfreudig unterwegs war und durch kluges Zuspiel glänzte, nahm sich ein Herz, hielt aus 16-Metern drauf und erzielte mit einem strammen die 1:0-Führung für den SV 98 (18.).

SV 98 – Kirchheim 1:2 (1:0)

SV 98: Polat – Yildirim, Syuleyman, Berisha, Wenz, Tomizawa, Machourek, Roderig, Meisel (90.+4 Massoth), Zimmermann (90.+4 Cavdaro), Held.

Tore: 1:0 Roderig (18.) 1:1 Haffa (87.) 1:2 Kiefer (90+4).

Schiedsrichter: Daniele Donadio – Zuschauer: 100. lof

Die Gäste wirkten durch den Rückstand sichtlich konstaniert und Schwetzingen bekam die Begegnung immer besser in den Griff. Bis zum Seitenwechsel ist von Gästen wenig zu berichten. Niklas Wenz ließ kurz nach der Pause eine gute Chancen verstreichen (50.) Auch Haffa köpfte wenig später knapp über das Schwetzinger Gehäuse (55.).

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Der Druck der Gäste wurde nun zusehends stärker und SV-98-Schlussmann Burak Polat hielt mit zwei Glanzparaden seine Mannschaft in der Partie (60. und 62.). Von außen kam nun immer mehr Hektik ins Spiel und die Nickligkeiten auf dem Platz nahmen zu. Linus Held hatte mit seinem Schuss, der vom Pfosten wieder ins Feld zurück sprang, eine große Chance, um auf 2:0 zu erhöhen (65.). „Wenn der reingeht, läuft das Spiel ganz anders“, ärgerte sich der SV-98-Spielleiter, Thomas Münch. Der Gastgeber hielt weiter gut dagegen und alles lief auf einen Sieg wie im Hinspiel, hinaus. Doch Haffa war nach einer Freistoßhereingabe mit den Kopf zur Stelle und markierte den Ausgleich (87.).

Trainer trotzdem zufrieden

Mit dem einen Punkt hätte der SV 98 gut leben können. Doch in der Nachspielzeit betätigte sich David Kiefer als Spielverderber als er mit einem abgefälschten Ball den Schwetzinger Torwart überlistete und den glücklichen 2:1-Sieg der Kirchheimer besiegelte (90+4). „Nachdem wir personell buchstäblich auf den Zahnfleisch gingen, hat sich unsere Mannschaft gut verkauft. Mit etwas mehr Glück hätten wir den Kirchheimern ein Bein stellen können. Kompliment an unsere Mannschaft, die stark im Kollektiv aufgetreten ist“, lobte SV-98-Trainer Seydou Sy seine Spieler.

Freier Autor Lothar Fischer ist ein Kenner in Sachen Fußball in der Region.

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