Motorsport

Marcel Marchewicz triumphiert in der Eifel

Von 
Andreas Lin
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Stellt sich den Fragen der Reporter: Marcel Marchewicz gibt hier ein Siegerinterview. © Schnitzelalm-Racing

Schwetzingen. Der Schwetzinger Motorsportler Marcel Marchewicz hat erneut beim legendären 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einen Sieg eingefahren: Nachdem der 25-Jährige und sein Team von Schnitzelalm-Racing 2020 in der Cup-5-Klasse mit einem BMW M240i Racing gewonnen hatte, sind sie dieses Jahr einen Schritt weitergegangen und mit einem Mercedes-AMG GT4 in der SP10-Klasse gestartet – am Ende genauso erfolgreich: „Für mich ist es der zweite Klassensieg bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring in Folge, was mich sehr glücklich macht“, strahlte Marchewicz, der zusammen mit Marek Böckmann gefahren war.

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Das Eifelwetter hatte auch in diesem Jahr wieder großen Einfluss auf das Geschehen. Durch anhaltenden dichten Nebel musste das Rennen für 15 Stunden unterbrochen werden. Somit waren nach dem Restart am Sonntagmittag nur noch dreieinhalb Stunden auf der Uhr, wodurch die verbleibende Distanz zu einem spannenden Sprintrennen wurde. Dementsprechend war die Gangart auf der Strecke extrem hart und es war für die Piloten eine schwierige Aufgabe, das insgesamt nur knapp zehn Stunden dauernde Rennen sauber zu Ende zu fahren.

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Marcel Marchewicz gewinnt auf dem Nürburgring

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In den letzten Rennstunden formierte sich an der Spitze der SP10 ein Dreikampf um den Sieg. Neben dem Fahrzeug von Schnitzelalm-Racing aus dem Allgäu duellierten sich auch die beiden Boliden von Hofor-Racing und Allied-Racing um die Führung. Am Ende setzte sich der orange-grüne Mercedes-AMG gegen die Konkurrenten durch und feierte somit den Sieg in der offiziellen GT4-Klasse. „Der flotte Fleischkäs“, wie das Auto wegen eines neuen Sponsors aus der Wurstbranche genannt wurde, machte seinem Namen alle Ehre.

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Marcel Marchewicz war den Start gefahren, das erste Mal für ihn mit dem Mercedes-AMG im Regen. „Das war eine große Herausforderung, aber es hat alles gut funktioniert. Das Rennen war sehr kurz, mit dem Nebel und dem Regen war es alles andere als einfach und deswegen bin ich sehr stolz, dass wir dieses Rennen gewinnen konnte.“ Sein großer Dank ging an das Team für die tolle Vorbereitung und das fehlerfreie Wochenende und natürlich auch an unsere Partner, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.“ Teamchef Thomas Angerer war extrem happy: „Wir sind mit dem Ausgang des Rennens mehr als zufrieden. Unsere intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt.“

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Der Schwetzinger hatte nach einer erfolgreichen Kart-Karriere erst 2019 nach langer Pause den Wiedereinstieg in den Motorsport gefunden und startete gleich richtig durch. Das soll auch so weitergehen. „Wir werden jetzt bei den nächsten Rennen auf der Nordschleife in der Nürburgring-Langstrecken-Serie versuchen, an den Erfolg anzuknüpfen und sowohl als Team wie auch ich als Fahrer uns für weitere Projekte zu empfehlen“, sagt Marchewicz und ist ehrgeizig: „Mein Ziel ist es, nächstes Jahr in einem GT3-Rennwagen zu starten.“

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Autor Stv. Redaktionsleiter + Lokalsportchef Schwetzinger Zeitung