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Interview der Woche

Projekt „Spielerpool“ überzeugt

Daniel Hahn, Sportlicher Leiter des Fußball-Kreisklassisten SV Rohrhof, blickt optimistisch voraus

Von 
Andi Nowey und Andi Nowey
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Es war schon fast wie ein Befreiungsschlag. Nach zwei Niederlagen feierte der SV Rohrhof beim Kreisliga-Absteiger SV Enosis Mannheim (4:3) seinen ersten Saisonsieg in der Fußball-Kreisklasse A. Diesen und die aktuelle Situation bewertet der Sportliche Leiter Daniel Hahn im Gespräch mit dieser Redaktion.

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Herr Hahn, wie wichtig war der Sieg am vergangenen Sonntag bei Enosis für die Gesamtstimmung?

Daniel Hahn: Die ersten zwei Spiele waren schon ein Rückschlag nach dem, was wir uns vorgenommen hatten. Mit Pfingstberg hatten wir allerdings gleich zu Beginn einen Meisterschaftsaspiranten. Die Niederlage sehe ich damit weniger dramatisch an. Vielmehr das zweite Spiel gegen Neulußheim, als wir nach einem schnellen 0:2-Rückstand wieder in die Spur gefunden haben. Kurz vor Schluss hatten wir die Riesenchance zum Siegtreffer und bekommen im Gegenzug das 2:3. Das hat uns moralisch zurückgeworfen. Eine Mannschaft zeigt sich anhand ihrer Niederlagen und die Reaktion gegen Enosis war fantastisch. Das Team hat ein super Comeback erkämpft. Alle Spieler, auch diejenigen, die als Nummer zwölf, 13 und 14 auf der Bank sitzen, ziehen mit und reißen das Ding um. Das Einzige, woran wir arbeiten müssen, sind die vielen Gegentore.

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Am Wochenende konnte die zweite Mannschaft nicht antreten. Wo lagen da die Gründe?

Hahn: Wir haben derzeit mit vielen Urlaubern zu kämpfen. Wir haben aus unserem Spielerpool tatsächlich 26 Absagen gehabt am vergangenen Wochenende. Wir hätten in Schwetzingen neun gesunde Feldspieler und bei der ersten Mannschaft nur einen Ersatzspieler zur Verfügung gehabt. Da beide Teams auswärts am Ball waren, wäre das ein logistisches Meisterwerk gewesen. Egal, mit welchem Team wir nach Schwetzingen gefahren wären, wären wir vermutlich abgeschossen worden. Das wollte ich der Mannschaft in Absprache mit dem Trainerteam nicht antun. Es wird aber eine einmalige Geschichte bleiben.

Wie bewerten Sie nach den ersten Wochen das Projekt mit dem gemeinsamen Spielerpool für beide Teams?

Hahn: Meiner Ansicht nach klappt das sehr gut. Wir trainieren meistens zusammen und die ehemaligen B-Klasse-Spieler lernen von dem gemeinsamen Training mit den anderen Spielern. Mit den Neuzugängen haben wir extrem viel Qualität in der Breite dazubekommen. Jetzt haben wir nur einfach die Ferienzeit, die uns ein wenig Probleme bereitet. Ich hatte beim Verband angeregt, die ersten Spieltage zu verlegen und stattdessen hinten heraus weiterzuspielen, da wir mittlerweile milde und spielfähige Dezember haben. Das wurde aber mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit von Ausweichspieltagen zurückgestellt.

Nächster Gegner ist der SC 08 Reilingen. Warum gelingt hier der erste Saisonsieg?

Hahn: Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine gewisse Heimstärke aufgebaut. Mit Reilingen kommt eine Mannschaft, die man auf der Rechnung haben muss. Sie haben einen Umbruch hinter sich, wobei Patrick Rittmaier jetzt wieder gespielt und zweimal getroffen hat. Am Sonntag muss aber ein Dreier her, auch wenn mancher nach dem Urlaub noch nicht komplett in der Spur ist.

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Freier Autor Schwerpunkte: Mannheimer Kreisfußball, Kreisklassen A und B, Kreispokal, Waldhof-Legenden

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