TV-Show - Ex-SVS-Fußballer liefert bei „Let’s dance“ doppelt ab

Rúrik Gíslason ist für Mickie Krause einer der Favoriten

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Katja Bauroth
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Rúrik Gíslason ist der Spaß anzusehen: Mit Renata Lusin zeigt er bei „Let’s dance“ am Freitagabend eine launige Samba. © dpa

Er ist ein Kämpfer, ein ungemein sympathischer. Noch vor einem Jahr auf dem Fußballrasen und gerade auf der Tanzfläche der Promi-Fernsehshow „Let’s dance“ (RTL/TVNOW): Rúrik Gíslason. Innerhalb einer Woche lernte der 33-jährige Isländer zwei für ihn völlig neue Tänze. Und wieder begeisterte er die Jury und das Publikum der TV-Sendung.

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„Wenn du in der Vorwoche 30 Punkte bekommst, dann glaubst du an dich und denkst, du kannst tanzen“, erzählt Rúrik Gíslason in der achten Sendung der Fernsehstaffel am Freitagabend und erinnerte dabei an den fulminanten Cha-Cha-Cha (wir berichteten). Dann beschreibt er die schwierigen ersten Schritte beim sonntäglichen Training, die ihn wieder komplett zweifeln lassen. Diesmal musste der ehemalige Fußballer aus den Reihen des Zweitligisten SV Sandhausen eine Samba lernen und für den Discofox-Marathon trainieren. „Ich kenne beides nicht“, antwortet er im Vorgespräch der Show auf entsprechende Frage. Und das, obwohl er durch seine brasilianische Freundin Nathalia Soliani schon in Südamerika weilte. Dort habe er jedoch keine Berührung zu Samba gehabt, gestand er etwas schüchtern.

Entsetzen über Ausscheiden

Dann trainierte er mit seiner Profipartnerin Renata Lusin wie wild. Denn er weiß: „Anrufe und Votes musst du dir verdienen.“ 26 Jury-Punkte und zusätzliche acht Zähler für Platz zwei im Discofox-Marathon (der Sieg ging an Lola Weippert und Christian Polanc) zu Livemusik von Ballermann-Schlagerbarden Mickie Krause brachten dem „Team Rurenators“ die notwendigen Anrufe ein, so dass es weiter in der Show bleiben darf. Wie wichtig diese Anrufe sind, bekamen die Mitfavoriten Nicolas Puschmann („Prinz Charming“) und Vadim Garbuzov zu spüren: Sie schieden – auch für Teilnehmer und Jury überraschend – aus.

Rúrik Gíslason und Renata Lusin war der Schock über dieses Ausscheiden der Konkurrenten ebenfalls anzusehen, zumal Mickie Krause zuvor das Duo Puschmann/Garbuzov mit Valentin Lusin und Schauspielerin Valentina Pahde sowie Rúrik Gíslason und Renata Lusin als Anwärter auf den Sieg der Sendung genannt hatte. So scheint es auch die Jury zu sehen, die in ihrer Kritik zunehmend strenger wird und Details beäugt, die für Laien, die sich einfach nur an dieser schönen Gute-Laune-Show erfreuen, gar nicht sichtbar sind.

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Jurorin Motsi Mabuse lobte „die wahnsinnig schwierige Samba-Folge“, die „Team Rurenators“ exzellent umsetzte, sah „Samba-Bounce“ und die Führungsrolle von Gíslason auf dem Parkett. Und doch war sie nicht so begeistert wie sonst über einen fantastischen Tanz, der voller Energie wirkte und über die Mattscheibe mit einer herrlichen Leichtigkeit rüberkam.

„Obenrum“, so auch die Kritik von Juror Joachim Llambi, sei Gíslason zu steif gewesen. Als er mit dem Tanz fertig war und sich den anderen Teilnehmern verbeugend zuwandte, wäre genau diese fehlende Beweglichkeit rübergekommen. „Das gilt aber nicht mehr, oder?“, versuchte Rúrik Gíslason seinen ganzen Charme beim strengen Kritiker spielen zu lassen. Der blieb aber hart. Jury-Mitglied Jorge González zumindest schien wieder komplett verzückt von dem blonden Hünen.

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Richtig Spaß machte es, dem Discofox-Marathon zuzuschauen. Hier konnte Ex-Kicker Rúrik Gíslason seine Ausdauer unter Beweis stellen und wäre hier fast als Sieger von der Tanzfläche gegangen. Aber er versprach, die „deutsche Salsa“ nach Island zu bringen.

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Jetzt konzentriert er sich aber erst einmal auf die nächste „Let’s dance“-Sendung am Freitag, 8. Mai, 20.15 Uhr (RTL/TVNOW) und wird dafür wieder die ganze Woche hart trainieren. Denn er ist ein Kämpfer, ein ungemein sympathischer.

Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.