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3. Handball-Liga Frauen - Sascha Kuhn steigt mit der HSG St. Leon/Reilingen erst später ein

„Schwierigste Vorbereitung meiner Karriere“

Von 
Maximilian Wendl
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HSG-Trainer Sascha Kuhn – hier ein Bild aus der Vorsaison mit Lena Nussbaumer – ist gespannt auf die Saison. © Lenhardt

Die kurze Vorbereitung der HSG St. Leon/Reilingen hatte es in sich. Im Gegensatz zu vielen anderen Handballmannschaften der 3. Liga Frauen hatte das Team von Trainer Sascha Kuhn zwei Wochen mehr Zeit. Die zweite Mannschaft der TSG Ketsch steht am Samstag bei der TG 88 Pforzheim bereits vor ihrer zweiten Partie (Spielbeginn: 17.30 Uhr), während es für die HSG erst am Samstag, 18. September, daheim gegen die SG BBM Bietigheim II losgeht.Kuhn zieht aber bereits jetzt ein Fazit für die Vorbereitung und spricht auch über die festgelegten Saisonziele.

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Herr Kuhn, im Vorfeld haben Sie von einer kurze, aber knackigen Vorbereitung gesprochen. Wie ist sie verlaufen?

Sascha Kuhn: In meiner bisherigen Trainerkarriere – das sind jetzt schon ein paar Jahre – war diese Vorbereitung mit Sicherheit die schwierigste. Deshalb fällt mir auch eine genaue Einschätzung unseres Leistungsstandes schwer. Zu viele Unwegsamkeiten haben uns begleitet.

Dennoch die Nachfrage: Wo sehen Sie die Stärken Ihrer Mannschaft und wo gibt es noch die größten Baustellen?

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Kuhn: Die Stärke meiner Mannschaft ist die Mannschaft. Wir müssen unsere Lösungen im Kollektiv finden. Mit Sicherheit haben wir derzeit sowohl im Angriff als auch in der Abwehr noch Bedarf. Auffällig ist, dass sich die technischen Fehler gehäuft haben.

Mit Ina Scheffler (Bensheim/Auerbach), Emily Hagedorn (Thüringer HC) und Sina Golla (Birkenau) standen drei Neuzugänge bereits fest. Wie haben sie sich integriert und können sie auf Anhieb weiterhelfen?

Kuhn: Sina im Tor und auch Ina im Rückraum sind voll integriert. Beide helfen der Mannschaft auf alle Fälle weiter und fördern zugleich auch den Wettkampf in der Mannschaft. Bei Emily ist leider wieder die alte Verletzung aufgebrochen. Sie wurde Anfang September erneut operiert und wird bis auf Weiteres der Mannschaft nicht zur Verfügung stehen.

Wurde noch einmal nachgelegt? Schließlich stehen mit Lena Peribonio (früher Ebel) und Mona Schmitt zwei weitere Spielerinnen nicht mehr zur Verfügung.

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Kuhn: Diese Abgänge setzen uns natürlich noch mal vor neue Herausforderungen im Angriff, aber auch im Abwehrbereich. Wir sind auch hier aus meiner Sicht auf einem hervorragenden Weg. Die Spielerinnen müssen andere Aufgaben übernehmen als gewohnt und es bieten sich auch für mich als Trainer neue Möglichkeiten, die man vielleicht so noch gar nicht wahrgenommen hätte. Tatsächlich haben wir aber noch einmal zwei neue Spielerinnen bekommen: Zum einen Tatjana König aus Waldsee, zum anderen Natascha Halilovic, eine Jugendspielerin aus Ketsch. Sie sind beide für den Rückraum eingeplant und möchten Drittliga-Luft schnuppern. Sie werden langsam rangeführt. Aber nicht nur im Spielerkader haben wir aufgerüstet. Physiotherapeut Askold Sidorin ergänzt das Team ebenso wie Matthias Kolander auf der Trainerbank.

Wie verliefen die Testspiele?

Kuhn: In Wellenbewegungen. Es waren echt ansehnliche Partien dabei, allerdings auch welche zum Abgewöhnen.

Gab es für Sie am ersten Spieltag bereits Überraschungen?

Kuhn: Nicht wirklich. Vielleicht das hohe Ergebnis von Möglingen gegen Hunsrück, aber ansonsten ist in dieser Gruppe alles möglich.

Ist es ein Vorteil, später einzusteigen oder sind die anderen Teams im Vorteil, weil sie schon Spiele in den Beinen haben?

Kuhn: Für uns ist es mit Sicherheit von Vorteil, noch eine Woche länger zu haben. Ich bin mit meinem Programm noch nicht so weit, wie ich es gerne wäre.

Welchen Entwicklungsschritt erwarten Sie von Ihrer Mannschaft in dieser Saison?

Kuhn: In erster Linie müssen wir Stabilität und Kontinuität reinbekommen. Das ist aus meiner Sicht auch der wichtigste Entwicklungsschritt, den die Mannschaft nach der Corona-Zwangspause machen muss. Alles weitere wird sich zeigen, aber wir sind noch lange nicht am Ende.

Mit welchem Saisonziel geht die HSG in die Saison?

Kuhn: Wir wollen die Abstiegsrunde vermeiden.

Redaktion Maximilian Wendl ist freier Mitarbeiter vor allem im Bereich Sport. Er betreut unter anderem den SV 1916 Sandhausen (Fußball), die Kurpfalz-Bären (Frauenhandball) und die HG Oftersheim/Schwetzingen (Männerhandball). Außerdem ist er Experte für Motorsport.

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