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2. Handball-Bundesliga Frauen

„So kann man kein Spiel gewinnen“

Kurpfalz-Bären aus Ketsch unterliegen Berlin erwartungsgemäß 15:22 – Einbruch nach der Pause

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fred
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Vor nur 110 Zuschauern in der Ketscher Neurotthalle ist die Partie der Kurpfalz-Bären gegen ihre Gäste der Füchse Berlin wahrlich kein Zuckerschlecken – das bekommt in dieser Szene Mireia Torras Parera beim Wurf zu spüren. © Lenhardt

Mit hängenden Köpfen verließen die Spielerinnen der Kurpfalz-Bären das Feld. Ihre Trainerin, Franziska Steil, klopfte den Schiedsrichtern auf die Schultern und folgte nach einem kurzen Händedruck mit Gäste-Trainerin Susann Müller von den Füchsen Berlin ihrer Truppe in die Kabine. Die Enttäuschung nach der 15:22 (9:11)-Niederlage gegen einen weiteren Aufstiegskandidaten der 2. Handball-Bundesliga saß am Samstagabend tief.

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„Wenn man nur 15 Tore wirft, dann kann man in dieser Spielklasse kein Spiel gewinnen“, sagte Steil. „Berlin war nicht unschlagbar und in der Abwehr haben wir auch einen super Job abgeliefert, aber wir müssen mutiger werden.“

Vier Engelhardt-Tore zu Beginn

Die Anfangsphase machte noch Hoffnung. Denn die Ketscherinnen traten vor gerade einmal 110 Zuschauern in der heimischen Neurotthalle konzentriert auf. Gleich viermal nacheinander traf Rebecca Engelhardt für Ketsch. Für den ambitionierten Club aus der Hauptstadt, der das Auftaktspiel bei der TG Nürtingen verloren hatte, ging es dagegen nicht gut los. Die junge Bären-Akteurin Johanna Werthmann vergab dann jedoch gleich doppelt. Statt 6:2 stand es nach 13 Minuten 4:5.

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Engelhardt und Neuzugang Nele Wenzel brachten dann die Bären wieder in Front (9:7). Beide Teams begegneten sich aber bis zur 40. Minute auf Augenhöhe. Dann schien jedoch irgendjemand den Stecker gezogen zu haben. Im Angriffsspiel der Bären funktionierte nach dem 13. Treffer kaum noch etwas.

Dann minutenlange Flaute

Acht Minuten lang gelang kein eigenes Tor mehr, weil auch Füchse-Torhüterin Ela Szott sich steigerte. Fast jeden sechsten Ball parierte sie laut Statistik. Berlin setzte ich auf 19:13 ab, obwohl die Bären in der Defensive auch nach dem Seitenwechsel ordentlich auftraten – die Entscheidung war gefallen. „Wir haben den Gegner beschäftigt und mehrfach ins Zeitspiel gebracht. Leider haben wir daraus zu wenig Kapital geschlagen“, sagte Steil.

Nur eine Woche nach der 24:30-Niederlage gegen Frisch Auf Göppingen kassierten die komplett umgekrempelten Bären also die zweite einkalkulierte Niederlage, die aber nicht so deutlich hätte ausfallen müssen. Die gute Nachricht: Zum Abschluss der drei aufeinanderfolgenden Heimspiele kommt am Samstag, 24. September, der TSV Nord Harrislee (Anwurf: 19 Uhr). Eine weitere Chance, die ersten Zähler einzufahren. Die schlechte Nachricht: Die Nordlichter kommen mit einer großen Portion Selbstbewusstsein im Gepäck nach Ketsch. Sie gewannen überraschend deutlich mit 32:21 gegen Nürtingen.

Die Bären sollten aber in erster Linie auf sich schauen. „Wir werden unseren Weg ganz sicher weitergehen“, sagte Steil, die schon vor der Saison von einem kniffligen Auftaktprogramm ausgegangen war. Bären: Wiethoff, Longo; Scheffler, Frey, Bianco, Haupt (1), Torras Parera (5/4), Werthmann, Wenzel (1), Möllmann (3), Engelhardt (5). fred

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