CDU-Fraktion - Synergien zur Ansiedlung von Start-Ups nutzen Stadt braucht aktive Förderung der Wirtschaft

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zg
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Die Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion am Schwetzinger Ratstisch Sarina Kolb hat es in ihrer fokussierten Haushaltsrede auf den Punkt gebracht: Gerade in den aktuellen Zeiten ist es wichtiger denn je, alle kommunalen Steuerungsoptionen hinsichtlich mehr Einnahmen und weniger Ausgaben zu debattieren und auszuschöpfen sowie die Priorisierung der Projekte wieder mehr in den politischen Fokus zu nehmen. So heißt es in einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion.

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Natürlich gehöre zur wenig erfreulichen Wahrheit, dass sich der Gemeinderat in diesem Jahr mit möglichen Anpassungen von Steuern und Gebühren auseinandersetzen müsse, liege Schwetzingen in diesem Bereich doch in vielen Positionen am unteren Rand im regionalen Vergleich. Allerdings könne dies nach Ansicht der hiesigen Christdemokraten nur damit einhergehen, nicht nur am bürgerlichen Steuerrad zu drehen, sondern auch selbst eigenständig an der Erhöhung der Einnahmenseite zu arbeiten.

Innovation ansiedeln

„Bereits im Frühjahr 2019 brachten wir Christdemokraten das Thema Ansiedlung von jungen und innovativen Unternehmen ins Spiel. An dieser Idee werden wir weiterhin beharrlich dranbleiben“, erklärt CDU-Stadtrat Markus Bürger. Neues Gewerbe, durchaus örtlich zusammengefasst in einem Gründerzentrum, für das sich nach wie vor das Kasernengelände im Dossenwald in Richtung Friedrichsfeld anbiete, könne richtungsentscheidend sein. „Sicher sind hier zunächst große Anstrengungen erforderlich und natürlich kann man von Start-Ups zu Beginn keine sprudelnden Steuereinnahmen erwarten. Das große Ganze und die nachhaltige, langfristige Komponente müssen hier aber überwiegen“, erläutert Sarina Kolb.

Die Metropolregion rufe förmlich nach derartigen Bestrebungen. Geographisch eingerahmt von bedeutenden Technologie- und Naturwissenschaftshochschulen, seien derartige, zunächst durchaus kleinschrittige Bemühungen das Gebot der Stunde. Das Vorhandensein von Fachkräften sei durch Unternehmen in verschiedensten Disziplinen wie beispielsweise der Chemie, Biotechnologie, im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau sowie der Informatik garantiert. Die hervorragende Verkehrsanbindung tue das Übrige.

Amtsleiter gut vernetzt

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Das neue Amt für Klimaschutz, Wirtschaft und Bauordnung mit künftig neun Mitarbeitern stehe in den Startlöchern, weiteres Entwicklungspotenzial sei bereits jetzt zu erkennen. Amtsleiter sei der in der Stadt bestens vernetzte bisherige Stabsstelleninhaber für Wirtschaftsförderung Wolfgang Leberecht. Die CDU-Fraktion sieht hier eine hervorragende Basis, um die künftigen Entwicklungen zielführend und gewinnbringend – und dies nicht nur nach monetärem Verständnis – vor-anzubringen. „Schließlich können in diesem Amt künftig Synergien eines ganzen Rathauses genutzt werden“, schreibt Kolb. Auch begrüßen die Christdemokraten, dass dieses Engagement bei der Stadtspitze hohe Priorität zu genießen scheine, schaffe sie doch dieses Ressort neu.

Initiale Themen seien sicherlich die Nachwirkungen der Pandemie. Entscheidend findet die CDU, wie sich die aktuell erkennbaren Trends Homeoffice und flexibles Arbeiten durch adäquate Angebote in der Stadt etablieren können. Ein weiterer Schritt in eine neue Arbeitswelt, die bei regulärer Betreuungssituation auch zu mehr Familienfreundlichkeit beitragen könne, so die CDU.

Kein Gegensatz zum Klimaschutz

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„Wirtschaftsförderung und Klimaschutz sind im Übrigen Bemühungen, die sich ergänzen und bedingen. Leider hält sich das Gegenteil beharrlich in manchen politischen Köpfen“, ergänzt Landwirt Ulrich Renkert. Schwammstädte, CO2-Sauger, Brennstoffzellen – das seien nur einige innovative Ideen, die künftige klimatische Herausforderungen angehen sollen. Zugegebenermaßen ist letztgenanntes nicht vollkommen neu, forschte man zu Brennstoffzellen ja bereits schon vor über 20 Jahren“, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. zg