AdUnit Billboard
2. Handball-Bundesliga Frauen - Kurpfalz-Bären trennen sich von Werder Bremen mit 28:28 remis

Steil fehlen die Worte

Von 
mjw
Lesedauer: 
Lena Feiniler visiert das Tor der Gäste von der Weser an – zwei Treffer steuert die Nummer 9 der Kurpfalz-Bären gegen Werder Bremen bei. Am Ende muss sich der Tabellensechste aus Ketsch mit einem Unentschieden zufriedengeben. © Lenhardt

Es kommt selten vor, dass Franziska Steil nach Worten suchen muss. Nach dem 28:28 (11:13) in der 2. Handball-Bundesliga gegen den SV Werder Bremen traf aber genau diese ungewohnte Situation ein. Die Trainerin der Kurpfalz-Bären war von der Leistung ihrer Mannschaft enttäuscht und sagte ernüchtert: „Ich bin ausnahmsweise arg sprachlos und sehr geknickt. Wir hatten in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Zugriff in den Zweikämpfen, weder in der Offensive noch in der Defensive.“

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Erfreuliche Nachrichten gab es aus dem Ketscher Lager aber auch zu vermelden, denn zum einen durften die 170 Zuschauer in der Neurotthalle nach drei Heimspielniederlagen nacheinander wieder einen Punkt bejubeln, zum anderen kehrte Lara Eckhardt nach langer Verletzungspause zurück.

Die Rückraumspielerin feierte mit vier Toren ihr Comeback und hätte mit dem letzten Wurf sogar zur Matchwinnerin avancieren können. Allerdings scheiterte sie bei abgelaufener Uhr mit einem direkten Freiwurf am gegnerischen Block. Steil sagte: „Mit ihr haben wir auch endlich wieder aus dem linken Rückraum Torgefahr ausgestrahlt.“ Bei Lea Marmodee sieht es ebenfalls gut aus. Die erkrankte Spielmacherin soll am Montag wieder ins Training einsteigen.

Die Bären taten sich in der ersten Halbzeit mal wieder schwer. Sie spielten zwar geduldig, aber SVW-Coach Robert Nijdam hatte seine Mannschaft blendend eingestellt. Die Weserstädterinnen führten nach elf Minuten mit 6:4, obwohl sie nur mit einer Rumpftruppe angereist waren.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Wiethoff pariert glänzend

Die Bären kämpften sich mit einem 3:0-Lauf wieder in Front, doch bis zur Pause schlug Bremen zurück. Steil hatte in der Zwischenzeit die Formation in der Defensive auf eine 5:1-Variante umgestellt. Nijdam reagierte nach dem Seitenwechsel ebenfalls und nahm Cara Reuthal aus dem Spiel. Das brachte Ketsch noch mehr aus dem Rhythmus.

Nach langer Zeit warf Rebecca Engelhardt die Bären beim 24:23 (51.) wieder in Führung. Aber auch davon ließ sich Bremen nicht aus dem Konzept bringen. Nijdam lobte: „Ich weiß manchmal gar nicht, wer mir im Training überhaupt noch zur Verfügung steht. Dass die Mannschaft sich mental trotzdem immer wieder aufrappelt und nie aufgibt, das macht mich schon sehr stolz.“

Die Gastgeberinnen hatten in der Schlussphase mehrfach die Chance, die Entscheidung herbeizuführen. Denn im Tor parierte Johanna Wiethoff ein ums andere Mal. In der Offensive vergaben aber nacheinander Katja Hinzmann, Sophia Sommerrock und Eckhardt.

„Nach den letzten Wochen war ich auf meine Mannschaft sehr gespannt“, sagte Steil. „Sie ist ja manchmal wie ein Überraschungs-ei. Fakt ist aber, dass wir Probleme haben, wenn wir als Favorit in ein Spiel gehen und Druck spüren. Das müssen wir aufarbeiten.“

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Nun steht die Partie gegen MTV Heide am Samstag, 27. November, an, die ebenfalls in der Neurotthalle ausgetragen wird (Spielbeginn: 19.30 Uhr).

Bären: Wiethoff, Longo; Michels (4), Hinzmann (1), Feiniler (2), Haupt, Torras Parera, Sommerrock (5), Herrmann, Reuthal (7/3), Krogh, Engelhardt (5), Eckhardt (4). mjw

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1