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2. Fußball-Bundesliga - SV Sandhausen fährt nach Nürnberg

Vertragsoption im Kopf – Club vor der Brust

Von 
fred
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Die Gerüchte um seine eigene Zukunft wehrte Alois Schwartz gekonnt ab. In den Medien war zuletzt darüber spekuliert worden, wie es mit dem 55-Jährigen beim Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen weitergehen würde. Dabei war schon nach seiner Übernahme im September klar: Sollten der Coach die Schwarz-Weißen zum Klassenerhalt führen, würde sich auch sein Vertrag per Option um ein Jahr bis 2023 verlängern. Am Donnerstag bestätigte er noch einmal diesen Passus. „Es ist so, dass wir Gespräche führen und es stimmt, dass es die Option gibt“, sagte er.

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Weiter ausführen wollte er das Thema nicht, denn Schwartz‘ Fokus liegt auf der anstehenden Aufgabe. „Ich denke nur an den nächsten Gegner“, sagte er. Der SVS ist am Sonntag beim Aufstiegskandidaten 1. FC Nürnberg zu Gast (Spielbeginn: 13.30 Uhr). Nach den Unentschieden gegen die Aufstiegskandidaten Hamburger SV, SV Darmstadt 98, SV Werder Bremen und FC St. Pauli (alle 1:1) möchte Sandhausen auch gegen den Club für positive Schlagzeilen sorgen.

Duell mit Ex-Arbeitgeber

Alois Schwartz zeigt den Weg zum Klassenerhalt auf.

Aus seiner eigenen Zeit weiß Schwartz, wie groß die Hoffnungen der Fans am Valznerweiher sind. Allerdings begleitet die Nürnberger auch immer noch der Spruch „Der Club is a Depp“. 1968 stiegen sie als amtierender Meister ab. Dieses Kunststück wiederholten sie nach dem DFB-Pokalsieg 2007. „Wir würden es gerne hinkriegen, dass der Spruch wieder zutrifft“, sagte Schwartz über das Duell mit seinem früheren Arbeitgeber am Freitag. „Der Verein hat eine Riesentradition. Wenn es läuft, dann sind 40 000 Leute im Stadion, das ist schön. Aber wir wollen wieder einer Topmannschaft ein Bein stellen.“

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Schon im Hinspiel war der SVS nah dran. Allerdings kassierte er in der Schlussphase noch zwei Treffer, wobei zumindest der Schlusspunkt zum 1:2 aus Sandhausen-Sicht wohl irregulär war. Dieses Aufeinandertreffen spiele in der Vorbereitung aber keine Rolle mehr, machte Schwartz klar.

Diekmeier wieder fit

In personeller Hinsicht sieht es beim SVS gut aus. Dennis Diekmeier steht vor einer Rückkehr in den Spieltagskader. Ob er beginnen wird, ließ Schwartz offen. Auch Bashkim Ajdini habe es zuletzt gut gemacht. „Wir freuen uns, dass wir zwei Leute auf der Position haben, die diese Position so gut spielen können“, sagte Schwartz, der vorsichtig mit Diekmeier umgehen möchte: „Wir werden die Tage bis zum Spiel noch abwarten, denn einen Rückschlag wollen wir verhindern.“

Ganz sicher fehlen werden somit nur die beiden Ersatztorhüter Nikolai Rehnen und Rick Wulle sowie Tim Kister und Julius Biada. Rehnen machte bereits erste Gehversuche im Einzeltraining. Bei Wulle müsse man weiter abwarten, meinte Schwartz. Mit Routinier Kister rechnet er in dieser Saison nicht mehr und Biada erlitt einen Rückschlag.

Aber auch ohne das Quartett scheint der SVS für den Endspurt gut aufgestellt. Das liegt auch daran, dass Janik Bachmann noch einmal einen Riesensprung gemacht hat. Sowohl gegen den Ball als auch zuletzt als Torschütze glänzte der 25-Jährige. „Er hat eine tolle Entwicklung genommen“, lobte Schwartz. „Er ist aggressiv, torgefährlich und überzeugt mit einer hohen Laufintensität.“

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Auch in Nürnberg wird Bachmann wieder in der Startformation stehen und mithelfen, dass der SVS dem anvisierten Klassenerhalt schnell näherkommt. Es würde helfen, um auch in der Trainerfrage endgültig für Klarheit zu sorgen. fred

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