Im Interview - Lisa Prautzsch vom TTC Ketsch zum Saisonabbruch „Wir sind froh, dass die Saison nicht gewertet wird“

Von 
Michael Rappe
Lesedauer: 

Am 10. Oktober hat der TTC Ketsch seine letzte Partie in der Tischtennis-Oberliga der Frauen bestritten. Die 4:8-Niederlage beim TTV Ettlingen bedeutete die dritte Niederlage im dritten Spiel. Nun steht fest, dass keines mehr hinzukommen wird, denn nach dem Badischen Tischtennis-Verband hat nun auch der Deutsche Tischtennis-Bund entschieden, dass die Saison abgebrochen und annulliert wird. Das gilt für die 2. Bundesliga bis hinunter zur Oberliga. Nur die 1. Bundesligen der Frauen und Männer werden weiterspielen. Für den TTC Ketsch ist das die richtige Entscheidung und eine große Erleichterung, wie Spielerin Lisa Prautzsch im Interview erklärt.

AdUnit urban-intext1

Lisa, finden Sie es richtig, dass die Saison abgebrochen wird?

Lisa Prautzsch: Ja, auf jeden Fall. Wir haben erst drei Spiele absolviert und hätten noch sehr viele in kurzer Zeit vor uns gehabt. Planen ist momentan sehr schwer, da man nie weiß, was in naher Zukunft passiert, ob jemand kurzfristig in Quarantäne muss et cetera. Wir konnten seit vier Monaten nicht mehr trainieren; wäre die Runde im März weitergespielt worden, hätten wir fast keine Zeit zum Training gehabt. Zudem wäre ja auch ungewiss gewesen, ob dies bis dahin überhaupt erlaubt ist. Außerdem ist mit unterschiedlichen Hallenöffnungen zu rechnen, was ja auch zu ungleichen Bedingungen führen würde.

Der TTC Ketsch lag vor dem Lockdown auf einem Abstiegsplatz. Wie erleichtert sind Sie, nächste Saison wieder in der Oberliga anzutreten?

AdUnit urban-intext2

Prautzsch: Wir sind alle erleichtert, dass diese Runde nicht gewertet wird. Es wäre schwer gewesen, unter den momentanen Verhältnissen von dem Abstiegsplatz wegzukommen. Uns fiel es am Anfang der Saison, auch durch die lange Pause im letzten Jahr, schon schwer, in die Runde reinzukommen, was sich in den Ergebnissen widergespielt hat. Keiner war wirklich auf Höchstleistung, somit gingen die entscheidenden Punkte und Spiele immer verloren. Wir hoffen, dass für uns die nächste Runde besser wird und sie normal ablaufen kann, da es immer ein schönes Erlebnis ist, mit der Mannschaft zusammen zu spielen. Diese Momente vermissen wir alle.

Was machen Sie alternativ zum Tischtennis?

AdUnit urban-intext3

Prautzsch: Da im Fitnessstudio trainieren nicht geht, habe ich Hanteln zu Hause und trainiere so ein bisschen, um fit zu bleiben. Wenn es wieder wärmer wird, werde ich laufen gehen. Ansonsten freuen wir uns alle sehr auf den Moment, wenn wir wieder miteinander trainieren und uns auf die neue Saison vorbereiten dürfen. Bild: Lenhardt

Freier Autor