Unglück - Stützpfeiler gibt plötzlich nach

Tote bei Einsturz von Metro-Brücke

Von 
dpa
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Rettungskräfte bergen in Mexiko-Stadt Opfer aus einem U-Bahn-Wagen. © dpa

Mexiko-Stadt. Beim Einsturz eines Teils einer U-Bahnbrücke in Mexiko-Stadt sind mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind auch Kinder, wie Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum am Dienstag mitteilte. Mindestens 79 Personen seien verletzt worden, einige schwer. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Bei dem Einsturz waren mehrere Waggons einer Bahn der Metro-Linie 12 am späten Montagabend (Ortszeit) einige Meter in die Tiefe gestürzt und miteinander zusammengestoßen, wie auf Videos in sozialen Medien zu sehen war.

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Hinweise auf Schäden an Pfeilern

Ein Teil der Brücke hatte Sheinbaum zufolge nach ersten Erkenntnissen nachgegeben. Sie kündigte eine Untersuchung zu dem „bedauerlichen und schwerwiegenden Vorfall“ an. Unter dem eingestürzten Abschnitt der Überführung am Bahnhof Olivos am südöstlichen Rand der Metropole waren viele Autos unterwegs gewesen. „Wir hörten nur ein lautes Donnern und alles stürzte nach unten“, zitierte die Zeitung „Universal“ eine 26 Jahre alte Überlebende. Sie seien durch die Luft geflogen und gegen die Decke geschleudert worden. Plötzlich sei das Licht ausgegangen und die Menschen hätten geschrien, schilderte eine andere Frau.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften holte die Menschen zunächst mit einer Leiter aus den herabhängenden Waggons. Wegen der instabilen Lage des Zugs wurde später ein Kran bei den Rettungsarbeiten eingesetzt, um eingeklemmte Insassen zu befreien. Anwohner hatten Berichten zufolge bereits vor Jahren Schäden an Pfeilern entlang der Strecke der U-Bahnlinie 12 angeprangert. Nach dem schweren Erdbeben im September 2017 hätten Bürger sich gesorgt, das Bauwerk könne einstürzen, hieß es. Demnach waren nach dem Erdstoß der Stärke 7,1 unter anderem Risse aufgetreten. Es soll auch Vorwürfe der Korruption beim Bau der Strecke gegeben haben. Im Jahr 2014, nicht lange nach der Einweihung der Linie 12, war der Betrieb für Reparaturen monatelang unterbrochen worden. dpa