Belegschaft - Konzernchef Christian Klein zurrt Ziele fest SAP schwört auf mehr Vielfalt

Von 
Alexander Jungert
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Walldorf. Die Belegschaft des Walldorfer Softwarekonzerns SAP soll noch vielfältiger werden. „Wir denken an verschiedene Altersklassen, Regionen, Hintergründe und Kulturen“, erklärte Vorstandssprecher Christian Klein (Bild) dem „Manager Magazin“. „Generell möchten wir jeden Einzelnen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Konzern fördern.“

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Aktuell beträgt der Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft nach Angaben Kleins rund 33 Prozent. Der Anteil von Frauen im Management stieg demnach im vergangenen Jahr leicht auf 27,5 Prozent. „Bis 2023 wollen wir unser Ziel von 30 Prozent erreichen. Nur wenn wir divers sind, treffen wir gute Entscheidungen und entwickeln neue Ideen“, sagte Klein weiter. Er verteidigte die selbstgesetzte Frauenquote ausdrücklich. Solche Maßnahmen seien hilfreich, um auch „unbewusste Voreingenommenheit zu durchbrechen“. Mit Arbeitsdirektorin Sabine Bendiek und Marketingchefin Julia White sind aktuell zwei Frauen im siebenköpfigen Vorstand.

Klein kündigte an, gemeinsam mit Bendiek einen „People Day“ einzuführen. An diesem Aktionstag sollen alle „von der Werkstudentin bis zum Topmanagement“ gemeinsam besprechen, wie Diversität und Inklusion in der Strategie von SAP verankert werden können.

Der Konzernchef räumte ein, „leider eindeutig zu wenige ,People of Color’“ – also Menschen, die in der Mehrheitsgesellschaft als nicht-weiß angesehen werden und sich verschiedenen Formen von Rassismus ausgesetzt fühlen – zu beschäftigen. „In den USA wollen wir den Anteil schwarzer und afroamerikanischer Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren verdoppeln“, erklärte Klein. „Und natürlich haben wir in Indien sehr viele hoch qualifizierte Mitarbeiter.“ jung (Bild: dpa)

Redaktion Alexander Jungert, 1980 in Bruchsal geboren, hat beim "Mannheimer Morgen" volontiert und ist seit 2010 Wirtschaftsredakteur. Während des Studiums arbeitete er unter anderem für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und den "Tagesspiegel" in Berlin. Schreibt am liebsten darüber, was regionale Unternehmen und deren Mitarbeiter umtreibt.