Lesetipps - Sommerlicher Lesespaß für Kinder im Grundschulalter / Dagmar Krebaum und Barbara Hennl-Goll empfehlen zwei erst jüngst erschienene Kinderbücher Irgendwo zwischen Trinkschokolade und Limonade

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zg/ras
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Brühl. Das derzeit wechselhafte Wetter lädt geradezu zum Schmökern ein. Das literarische Duett aus Dagmar Krebaum und Barbara Hennl-Goll hat deshalb für jüngere Leser zwei Tipps parat. Das Lesen ist in der digitalen Gesellschaft die Schlüsselkompetenz für gesellschaftliche Teilhabe. Zwar sagt eine Kinder- und Medienstudie über fast jedes zweite Kind, dass es Bücher und Lesen interessant findet. Doch es wäre gut, man könnte den Kindern nicht nur die Pflicht in der Schule, sondern auch die Lust daran vermitteln.

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Dafür haben Hennl-Goll und Krebaum genau das richtige Rezept. Das erste Buch ist von Valentina Brüning und trägt den Titel „Kakao und Fischbrötchen“. Es wurde mit der ISBN 978-3-86429-469-3 beim Verlag Tulipan veröffentlicht und eignet sich für Leser ab neun Jahren und alle „Patchworker“, wie es heißt.

Die neunjährige Rita lebt gemeinsam mit ihrer Mutter Julia am Pichelsee, einem kleinen Idyll am Rande Berlins. Alles in ihrem Leben dreht sich um Boote und Baumhäuser. Sie hat eine beste Freundin Louise, ist dank ihrer Mutter, die dort die hiesige Bootsschule leitet, eine sehr gute Kapitänin und wird von ihrem alten Freund Georg immer mit Kakao und Fischbrötchen versorgt.

Mit ihrem Vater, der in Spanien lebt, pflegt sie einen sehr guten Kontakt. Im nächsten Monat wird sie zehn, ein großes Fest ist geplant und alles könnte so bleiben, wie es ist. Doch es kommt anders. Ihre Mutter verliebt sich in „den Schleimbolzen Stefan“. Und zu allem Unglück zieht er auch kurz darauf mit „seinen drei Nervtötern“ bei ihnen ein – Matti, Klaas und Benno machen Rita das Leben schwer. Trotz raffinierter und ausgeklügelter Streiche gelingt es ihr nicht, die drei Brüder wegzuekeln. Sie ist unglücklich und fühlt sich besonders von ihrer Mutter unverstanden.

Mit dem Boot nach Spanien

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Und so beschließt Rita an ihrem zehnten Geburtstag, mit ihrem Boot zu ihrem Vater nach Spanien zu fahren. „Eine lustige, lehrreiche, unterhaltsame und sehr spannende Lektüre über das Patchworkleben“, urteilen die beiden Brühler Leseexperten.

Der zweite Buchvorschlag ist von Gerda Raidt und heißt „Limonade im Kirschbaum“. Der Verlag Gerstenberg hat es mit der ISBN 978-3-8369-6023-6 in diesem Jahr auf den Markt gebracht. Es ist für Leser ab acht Jahren und für alle großen Kinder, heißt es in der Buchbesprechung der beiden Literaturfans aus Brühl.

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Der achtjährige Otto ist ein Stubenhocker par excellence. Nichts kann für ihn schöner sein, als sich in seinem Zimmer zu verkriechen und hingebungsvoll seinen vielen Hörbüchern zu lauschen. Noch nicht einmal das Wochenendhäuschen seiner Eltern mit großem Garten und Trampolin kann ihn locken.

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Ein letzter verzweifelter Versuch seines Vaters, ihn zum Naturfreund und Abenteurer werden zu lassen, bringt die Dinge und die Geschichte ins Rollen. Beim Bau des Baumhauses nämlich fällt der Papa von der Leiter, bricht sich den Arm und muss ins Krankenhaus. Otto bleibt allein zurück und macht sich – aus Langeweile heraus – auf Entdeckungstour durch das Dorf.

Dort begegnet er einem ziemlich dicken, immerzu Bonbon lutschenden und sehr einsamen Jungen mit Namen Finn. Die beiden freunden sich an und tauchen gemeinsam tief in die Dorfgeschichte ein.

So wird Otto nicht nur zum Abenteurer und Entdecker, sondern findet auch einen besten Freund. „Das Buch ist eine wunderbar leichte und warmherzige Sommergeschichte“, meinen Dagmar Krebaum und Barbara Hennl-Goll. zg/ras