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Wassersportverein

Nah dran an den Eisvögeln

Das Projekt „Kids & Nature“ bietet ganz neue Erfahrungen

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vf
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Manchmal müssen die Kanadier beim Projekt „Kids & Nature“ des Wassersportvereins auch über Land transportiert werden. © Fitterer

Brühl. Zu einer mehrtägigen Outdooraktivität reisten Eltern und Kinder der Jugendabteilung des Wassersportvereins an den Neckar bei Neckargerach. Der Jugendwart Markus Brandt und die Kinderschutzbeauftragte Melanie Kupka hatten sich zum Projekt „Kids & Nature“ ein abwechslungsreiches Programm speziell für Kinder ausgedacht.

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Die Suche nach einem geeigneten Campingplatz erwies sich jedoch sehr schwierig. Der lange, trockene und heiße Sommer hatte den Wasserstand vieler Seen und Flüsse sinken lassen und an ihre Grenzen gebracht. Teilweise war auch ein Fahrverbot auf den Gewässern ausgesprochen worden, um die Uferzonen und die Tierwelt zu schützen.

Da der Neckar jedoch an vielen Stellen durch Schleusen aufgestaut wird, gab es hinsichtlich des Wasserstands und der Paddelerlaubnis keine Probleme mit der Durchführung. Der Campingplatz „Odenwald river camp“ erwies sich als vortreffliche Wahl, um die Zelte aufzustellen. Mit seiner direkten Lage am Neckarufer ist er außerdem idealer Ausgangspunkt für Paddeltouren.

Zunächst waren alle beschäftigt, ihre Zelte und Tipis aufzubauen. Viele Kinder hatten noch nie zuvor in solchen Übernachtungsmöglichkeiten geschlafen. Das Tipi ist das ursprüngliche Zelt der nordamerikanischen Dakota-Stämme, die im Einklang der Natur lebten und wie bei dieser indigenen Volksgruppe einst üblich, wurde auch im Freien das Essen zubereitet und gegessen.

Dazu gab es ein Programm mit lustigen Spielen für alle Kinder. Abends wurde die Feuerschale aufgestellt und Jugendwart Markus Brandt brachte seine Gitarre zum Klingen. Manchmal sah man eine Fledermaus vorbeihuschen oder man konnte einen Kauz bei seinen nächtlichen Rufen hören.

Vielleicht lag es auch am Vollmond, dass es für alle sehr stimmungsvolle Abende wurden. Natürlich wurde auch viel gepaddelt. Drei Kanadier wurden zu Wasser gelassen und schnell waren die jeweiligen Gruppen eingeteilt. Eine gute Mischung aus Kindern und erfahrenen Paddlern besetzten die Boote und los ging es beispielsweise Richtung Binau am Neckar.

Viele Eisvögel, Nilgänse, Kormorane und andere Wasservögel gab es zu sehen. Die Guttenbach-Schleuse war bereits nach einigen Kilometern erreicht. Dort hieß es, auszusteigen und die Boote auf den auf Schienen rollenden Bootswagen zu laden. Ein Kraftakt für alle, zumal der ohnehin schon schwere stählerne Bootswagen noch mehrere hundert Meter zur Umsteigestelle gezogen werden musste. Da mussten alle zusammen schieben helfen.

Wieder im Kanadier ging es weiter Richtung Binau. Mit Blick auf die Wettervorhersage war Eile angesagt. Eine Regenfront zog heran. Also wurde der Rückweg etwas früher angetreten, worüber so manch „Neupaddler“ insgeheim doch ganz froh war. Mit dem Stechpaddel mehrere Stunden einen Kanadier vorwärts zu bewegen, kostet Kraft und Ausdauer und vielleicht auch die eine oder andere Blase an der Hand.

Zurück am Campingplatz mussten nach der letzten Tour die Boote geputzt und die Ausrüstung versorgt werden. Dazu setzte auch pünktlich der Regen ein. Kein Problem, wenn man trockene Sachen und ein gemütliches Mannschaftszelt dabei hat.

Nach Paddeltour und gemeinsamen Grillen waren die Kinder müde und kuschelten sich bald in ihre Schlafsäcke.

Dank der Förderung durch den Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz hatte der Wassersportverein Brühl Tipis und Ausrüstung anschaffen und den Kindern ein bleibendes Erlebnis bieten können. Mit dem Projekt „Kids & Nature“ hat sich der Wassersportverein einen großen Wunsch erfüllt, nämlich Kindern das Interesse an der Natur wieder näher zu bringen. vf

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