Marion-Dönhoff-Schule

Redakteur beantwortet Fragen von Schülern an Brühler Schule

Die Klasse 7c will im Unterricht von unserem Redakteur Ralf Strauch viel über das Zeitungsmachen erfahren - doch eine Frage bleibt am Ende offen.

Von 
Svea Thüning
Lesedauer: 
Die Klasse 7c der Marion-Dönhoff Realschule stellt unserem Redakteur Ralf Strauch (Mitte) jede Menge interessanter Fragen zum Zeitungsmachen. © Thüning

Brühl/Ketsch. Sie wollten Informationen aus erster Hand. Und so hatten sich die Jungen und Mädchen aus der Klasse 7c der Marion-Dönhoff-Realschule, die sich im Unterricht intensiv mit dem Thema Zeitung befasst hatten, mit einem Fragenkatalog an unsere Redaktion gewandt. Sie waren, wie Lehrerin Nina Ruppel verriet, ziemlich überrascht, dass unser Redakteur Ralf Strauch sich gern die Zeit nahm, um den Schülern die Fragen direkt im Klassenzimmer zu beantworten.

Der erfahrene Zeitungsmann freute sich sehr, den interessierten und gut vorbereiteten Siebtklässlern Rede und Antwort stehen zu dürfen. Die Kinder wollten erfahren, was genau man als Redakteur bei einer Zeitung macht, wie alles funktioniert oder wie man Artikel verfasst. Der Journalist fing direkt mit einer Frage an die Kinder an: „Wisst ihr was der Unterschied zwischen einem Redakteur und einem Reporter ist?“.

Macht der Beruf des Redakteurs Spaß?

Sofort schnellten auch einige Hände der Schüler hoch. Es stellte sich heraus, dass ein Redakteur neben der Arbeit eines Reporters – also dem Verfassen von Texten nach einer Recherche – auch noch andere Aufgaben wie die inhaltliche und optische Gestaltung der Zeitung hat. Anschließend beantwortete Strauch die ersten Frage des Themenkatalogs, den die Schüler zuvor erarbeitet hatten: Macht der Beruf des Journalisten Spaß? „Natürlich macht er Spaß, ansonsten hätte ich schon aufgehört. Ohne das notwendige Herzblut könnte man ihn sicherlich nicht machen“, erläuterte der Redakteur und schmunzelte. Auf Nachfrage einer Schülerin betonte er auch, dass Journalismus sein Traumberuf sei – schon seit seinem 14. Lebensjahr.

Zwischendurch beantwortet Strauch auch, wie lange man als Journalist in der Regel für einen Bericht braucht. Es variiere immer und sei vor allem auch von Redakteur zu Redakteur unterschiedlich.

Die Schüler stellten die gesamte Stunde über fleißig Fragen, zum Beispiel interessierten sie sich dafür, wann die Druckmaschinen angeworfen würden. Strauch überraschte die Klasse mit seiner Antwort, dass das Druckzentrum quasi rund um die Uhr laufe. Es gebe aber genaue Zeiten für den Redaktionsschluss einer jeden Zeitung, die im Mannheimer Druckzentrum entstehe. Und wenn die von den Redaktionen nicht eingehalten würden, gebe es richtig Ärger, denn stehende Druckmaschinen würden unnötige Kosten verursachen. Allerdings beginne der Druck dieser Zeitung um 23.30 Uhr – „bis dahin sind wir eigentlich immer fertig“.

Die wissensdurstigen Schüler wurden daraufhin über den Tagesablauf eines Redakteurs informiert, der schon vor der Morgenkonferenz um 9.30 Uhr beginne und so lange dauere, bis die Zeitung fertiggestellt sei. Dazu kämen dann noch Sonntagsdienste und Abendtermine.

„Passieren euch auch manchmal Rechtschreibfehler?“, wollte eine Schülerin wissen. Der Redakteur räumte ein, dass das leider zu oft vorkomme – vor allem weil der Zeitdruck im Journalismus sehr hoch sei. Zudem wollten die Schüler wissen, welche Qualifikationen man mitbringen müsse, um in einer Zeitungsredaktion arbeiten zu können, ob man in der Schule eine gute Deutschnote haben muss und ob man eventuell sogar studieren müsse. Beides wurde bejaht.

Warum ist das Papier der Zeitung so dünn?

Interessant fanden die aufgeweckten Kinder auch die Zeitung an sich. „Warum ist das Papier so dünn?“, war eine der Fragen. Die Kosten und das Gewicht seien da ausschlaggebende Aspekte für die Wahl dieses Recyclingmaterials, erfuhren die Jungen und Mädchen. Der Redakteur brachte am Ende der Schulstunde seine Freude zum Ausdruck, dass die Jungen und Mädchen neben den 15 Themen ihres ursprünglichen Katalogs noch mit einigen spontanen Nachfragen Interesse zeigten. Auch Lehrerin Nina Ruppel wollte zusätzlich wissen, wie die Zeitungsmacher beispielsweise erfahren, wenn irgendwo ein Unfall passiert ist.

Auf eine Frage blieb der Redakteur allerdings die Antwort schuldig. „Wen finden Sie besser: Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo?“ Strauch gestand dem enttäuschten Fragesteller: „Ich weiß zwar, dass das Top-Fußballer sind, aber wirklich mehr auch nicht.“

Mehr zum Thema

Schwetzingen Mit dem Wissen über unser Trinkwasser zu tollen Preisen

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Kommentar Mutig und richtig

Veröffentlicht
Kommentar von
Lars Haider
Mehr erfahren