Freie Wähler

Wilhelmi-Stauffer bleibt Vorsitzende

Vorstandsgremium wird um drei Positionen auf acht Amtsträger reduziert

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zg
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Brühl. Bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler standen auch die turnusmäßige Neuwahl des gesamten Vorstandes auf der Tagesordnung. Nach der Begrüßung gab Vorsitzende Eva Wilhelmi-Stauffer einen Einblick in die Aktivitäten der Freien Wähler seit der vorangegangenen Jahreshauptversammlung. Einen großen Einfluss hatte die Pandemie. Nachdem im abgelaufenen Jahr zahlreiche geplante Aktionen und Veranstaltungen aus diesem Grund nicht durchgeführt werden konnten, habe sich die Situation im aktuellen Jahr wieder gebessert.

Wilhelmi-Stauffer stellte zufrieden fest, dass zum Beispiel das Rosenfest mit großem Erfolg wieder stattfinden konnte und kündigte weitere Veranstaltungen und fortlaufende Aktivitäten an. Ein besonderer Höhepunkt sei dabei die Festveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen der Freien Wähler im kommenden Jahr in der Villa Meixner zu nennen.

Der Vorstand

Vorsitzende der Freien Wähler bleibt Eva Wilhelmi-Stauffer.

Ihre Stellvertreterin Sandra Heiland ist in Personalunion ab sofort auch Schriftführerin.

Als Beisitzer wurden Elke Schwenzer und Ralf Schröder gewählt.

Kassenwart ist Michael Schäfer, Kassenprüfer sind Claudia Stauffer und Fernando Calero Löser. zg

Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Gemeinderat, Heidi Sennwitz, dankte ihren Ratskollegen Claudia Stauffer, Jens Gredel, Klaus Pietsch, Ursel Calero und Elke Schwenzer für die sehr gute Zusammenarbeit in der zweitstärksten Fraktion im Rat. Als sehr hilfreich und positiv für den regelmäßigen Austausch und gegenseitigen Informationsfluss hätten sich die gemeinsamen Fraktionssitzungen unter Teilnahme der beiden Vereinsvorsitzenden erwiesen.

Verbesserungen sind gewünscht

Im Anschluss berichtete Sennwitz über die Arbeit und Schwerpunkte der Freien Wähler im Ratsgremium. Das vergangene Jahr wurde demnach vom Großprojekt Sportpark-Süd geprägt. Die Gesamtkosten allein für das Clubhaus beliefen sich am Ende auf rund 4,5 Millionen Euro.

Wenige Monate zuvor wurde der Bebauungsplan „Am Schrankenbuckel“ gegen die Stimmen der FW beschlossen. Klaus Pietsch betonte in seiner Stellungnahme ausdrücklich, dass die Freien Wähler keine erklärten Gegner des Sportparks oder der Wohnbebauung am Schrankenbuckel seien. „Wir hätten aber noch Verbesserungen hinsichtlich der Bauhöhen und der Abstandsflächen zwischen den Gebäuden gewünscht“. Deshalb habe die Fraktion den Bebauungsplan nicht mittragen können.

Ebenfalls ein Schwerpunkt war und ist die Kinderbetreuung und die dafür erforderlichen Investitionen. Allein der Ausbau des Sonnenscheinkindergartens am Pavillon der Schillerschule schlug mit zwei Millionen Euro zu Buche, wovon rund 400 000 Euro an Zuschüssen an die Gemeinde fließen. Mit ausdrücklicher Unterstützung der Freien Wähler habe der Gemeinderat im Oktober dem Vorentwurf des Neubaus des Horts auf dem gleichen Areal zugestimmt. Das Gebäude kann dann auch für kulturelle Veranstaltungen und von Vereinen genutzt werden. Die Gesamtkosten von neun Millionen Euro, davon 2,5 Millionen Fördergelder, für das neue Kinderbildungszentrum seien aus Sicht der Freien Wähler eine sinnvolle Zukunftsinvestition.

Wichtige Erkenntnis gewinnen

Ein weiteres Großprojekt, die Förderung des sozialen Wohnungsbaus durch einen Neubau in der Albert-Einstein-Straße, fand ebenfalls die einhellige Zustimmung der Freien Wähler. Dort nehme die Gemeinde 3,3 Millionen Euro in die Hand, erhalte aber auch etwa 1,5 Millionen Euro an Zuschüssen.

„Die Sicherheit unserer Bürger ist für uns immer ein wichtiger Aspekt. Deshalb haben wir die Installation von vier Sirenen befürwortet“, so Wilhelmi-Stauffer. Die Warnung vor Gefahren aller Art sei eine wichtige Erkenntnis aus der Flutkatastrophe im Ahrtal.

Wegen der beruflich bedingten Abwesenheit des Kassenwarts Michael Schäfer gab Wilhelmi-Stauffer einen Einblick in die wirtschaftliche Lage des Vereins. Die Kassenprüfer, allen voran der Sprecher Michael Angermann bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenprüfung. Damit stand der einstimmigen Entlastung des gesamten Vorstands nicht mehr entgegen.

Eva Wilhelmi-Stauffer schlug vorab vor, den Vorstand personell von derzeit elf auf acht Mitglieder zu reduzieren. Durch die straffere Organisation soll künftig eine effizientere Arbeit ermöglicht werden. Nach kurzer Diskussion stimmten die Mitglieder einstimmig zu.

Ohnehin hatten die langjährige Schriftführerin Chantal Lemmert, Beisitzer Martin Habermehl und Kassenprüfer Michael Angermann, seit 1999 in diesem Amt, ihren Rückzug aus der Vorstandsarbeit angekündigt. Auch der zweite Vorsitzende, Heinz Spieß, hatte den Rückzug von seinem Amt schon vor längerer Zeit mitgeteilt. Seine Beweggründe liegen demnach im privaten Bereich. Als Nachfolgerin stellte sich seine Vorgängerin Sandra Heiland zur Wahl, die dieses Amt 2020 wegen beruflicher Verpflichtungen hatte aufgeben müssen.

Bei der anschließenden Wahl wurden die neuen und alten Vorstandsmitglieder allesamt einstimmig gewählt. Nach der Beantwortung von Fragen der Mitglieder und einem Austausch über die weitere Vereinsarbeit beendete Eva Wilhemi-Stauffer die Versammlung. zg