Pestalozzi-Grundschule - Kernzeitbetreuung wird aus dem Keller geholt / 20 Raumelemente werden auf derzeitige Lehrerparkplätze gestellt / Zwischenlösung bis 2024 Container bieten Kindern an Pestalozzi-Schule mehr Tageslicht

Von 
Matthias Mühleisen
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Der Zaun am Lehrerparkplatz der Pestalozzi-Schule an der Stirnseite des Schulhauses ist schon abgebaut: Hier sollen nach den Osterferien die Container für die Kernzeitbetreuung aufgestellt werden. © Lenhardt

Hockenheim. Mit Containern kennt sich Katrin Pfisterer bestens aus. Seit die Hochbau-Abteilungsleiterin der Stadtverwaltung organisiert hat, dass zwei komplette Lehrgebäude – die Hartmann-Baumann-Schule und die Schule am Kraichbach – für ihre Sanierung durch die mobilen Raumzellen ersetzt werden, ist sie Expertin für solche Auslagerungsaufgaben. Bei der aktuellen geht es darum, für die Kernzeitbetreuung in der Pestalozzi-Schule Platz zu schaffen.

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Während beim Großprojekt im Schulzentrum dafür 150 Container nötig waren, sind es diesmal „nur“ 20, berichtet Katrin Pfisterer. Sie werden an der Parkstraße aufgestellt, wofür einige Lehrerparkplätze und einige öffentliche Stellplätze wegfallen. Doch es sei keine Option gewesen, den Sportplatz der Schule, der auch als Pausenhof dient, dafür zu verkleinern.

Eltern drängen auf neue Lösung

Dass die Feuerwehrzufahrt zur Schule von der Park- in die Heidelberger Straße verlegt und dafür ein Tor versetzt werden muss, sei dagegen ein vertretbarer Aufwand und mit dem Brandschutzbeauftragten der Stadt bereits besprochen, sagt Pfisterer. Im Gegenzug könne die Kernzeitbetreuung, die derzeit von 102 Kindern genutzt wird, aus dem Keller des Schulgebäudes geholt und in angemessenen Räumen untergebracht werden.

Von der Fläche her seien die drei derzeit genutzten Kellerräume etwas kleiner als die künftigen Container, allerdings verfügten sie nur über Oberlichter, was die Elternvertreter immer wieder kritisiert und auf eine andere Lösung gedrängt hätten. Langfristig besteht diese darin, das Gebäude von Volkshochschule und Musikschule dafür zu nutzen. Das ist aber erst möglich, wenn diese beiden Einrichtungen in die Containeranlage an der Arndtstraße ziehen. Aber dafür muss diese erst einmal frei werden und das jetzige Domizil – das als sogenanntes Backsteinschulhaus bis 1890 für Unterrichtszwecke errichtet wurde – braucht eine Auffrischung. „Wir gehen davon aus, dass das 2024 erfolgen wird“, sagt Pfisterer.

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Für die verbleibenden drei Jahre sollte eine adäquate Zwischenlösung gefunden werden. Gut für die Stadt: Ein Teil der dafür benötigten Container ist schon vorhanden. Die ehemalige Verwaltung der Schule am Kraichbach mit Rektorat und Sekretariat sowie die ehemalige Kernzeitbetreuung der Hartmann-Baumann-Schule waren vor Inbetriebnahme der großen Containeranlage dort untergebracht. Daher muss die Stadt nur sechs Container neu anschaffen.

Aufbau nach den Osterferien

Trotzdem muss die Stadt einen sechsstelligen Betrag investieren. Katrin Pfisterer kalkuliert für Verkabelung, Wasser- und Abwasseranschluss und andere vorbereitende Arbeiten sowie Umbau und Versetzung und die Neuanschaffung von sechs Elementen rund 200 000 Euro. Die Zaunanlage an der Pestalozzi-Schule ist bereits abgebaut. In den Fasnachtsferien sollen die Container im Schulzentrum abgeholt und spätestens nach den Osterferien am neuen Platz aufgebaut werden.

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Das Ziel der Hochbau-Abteilungsleiterin ist, dass die neuen Räume vor den Pfingstferien, also Ende Mai, zur Verfügung stehen. „Das hängt aber vom Containerhersteller ab, wie schnell der den Innenausbau und andere Arbeiten bewältigt“, sagt Pfisterer. Wie die freiwerdenden Kellerräume des Schulhauses genutzt werden, stehe noch nicht fest, sie rechnet damit, dass ein Großteil als Lager- und Abstellmöglichkeit genutzt wird.

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Während der Anlieferung soll die Straße so weit befahrbar bleiben wie möglich, sagt Katrin Pfisterer. Sie rechnet maximal mit einer halbseitigen Sperrung. Da die Parkstraße aber derzeit wegen der Großbaustelle Obere Hauptstraße nur in eine Richtung befahrbar ist, wäre das für den Verkehr vertretbar, das sei mit dem Ordnungsamt bereits abgesprochen.

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Redaktion Redakteur im Bereich Hockenheim und Umland sowie Speyer