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Schädling

Eichenprozessionsspinner wird auch in Hockenheim bekämpft

Von 
zg
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Können allergische Reaktionen auslösen: Die Brennhaare des Eichenprozessions-spinners sind gefährlich für den Menschen. © Kleuske/Wikimedia

„Die Eichenwälder im Land sind gerade grün geworden, da werden sie in manchen Regionen des Landes schon wieder kahl. Ursache hierfür sind die gefräßigen Raupen des Eichenprozessionsspinners. Diese stark behaarten Raupen können für Menschen, die allergisch reagieren, weitreichende Gesundheitsfolgen haben. Wer sich in der Nähe von befallenen Eichen aufhält oder arbeitet, sollte daher äußerste Vorsicht walten lassen“, stellte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am gestrigen Montag in Stuttgart fest, wie es in einer Pressemitteilung aus dem Stuttgarter Ministerium heißt.

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Auch in der Rennstadt weiß man um die Gefahr, die von den Eichenprozessionsspinnern ausgeht, weshalb am Freitag, 13. Mai, die Eichen im Stadtgebiet Hockenheim unter Verwendung eines zugelassenen Biozids zur Bekämpfung des Eichen-prozessionsspinners behandelt werden. Das Mittel wird von einem Traktor mit einer angebauten Spritzpumpe ausgebracht. Es ist für den Menschen und Haustiere sowie Insekten ungefährlich und wirkt selektiv gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners.

Für Menschen ungefährlich

Während der Ausbringung darf es nicht regnen. Deshalb kann sich der Termin verschieben. Behandelt werden die Straßenzüge Ernst-Brauch-Straße, Dresdner Straße, sowie die Eichen im Gartenschaupark, und andere einzelne Bäume im Stadtgebiet und Gewerbegebiet Talhaus. Am Samstag, 14. Mai, sollen dann die Eichen am Friedhof behandelt werden.

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Die Stadtverwaltung bittet die Bürger, von Freitag, 13. Mai, bis Samstag, 14. Mai, ihre Autos nicht unter Eichen zu parken und in den Straßenzügen die Absperrungen und Hinweise zu beachten.

Die Bekämpfung ist notwendig, dass die winzigen Mikrohaare des Eichenprozessionsspinners (EPS) Hautreizungen und Allergien bis hin zu asthmaartigen Symptomen auslösen können. Der Kontakt mit diesen Raupen, die bis Mitte Juli, auftreten oder mit den zurückbleibenden Häutungsresten, die noch Monate später im Wald zu finden sind, sollte daher unbedingt vermieden werden. Bei körperlichen Beschwerden nach einem Kontakt sollte ein Arzt aufgesucht werden.

„Das Vorkommen der Raupen ist unbedingt den Forstdienststellen oder den Bürgermeisterämtern mitzuteilen, damit gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können. In besonders schwierigen Fällen müssen die Raupen von fachkundigen Spezialisten reguliert werden. Vor Selbsthilfe, zum Beispiel in Hausgärten, ist nur zu warnen“, betonte Minister Hauk in seiner Pressemitteilung. Er wies darauf hin, dass in besonders betroffenen Waldbereichen die Raupen zum Schutz der Menschen und zum Erhalt der Wälder im Mai reguliert würden.

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Der Nachtfalter selbst ist harmlos. Während der Entwicklung der Raupen bilden diese neben ihren langen feinen Härchen winzige, kaum erkennbare Brennhaare als Fressschutz aus, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Dies kann bei Menschen und Tieren Reaktionen auslösen „Die Haare der Raupe, die 0,1 bis 0,3 Millimeter lang sind, sind mit Widerhaken versehen, die eine schmerzhafte Entzündung der Haut und Schleimhäute auslösen können. Die Reaktionen können auch erst etliche Stunden nach der Berührung entstehen“, erklärte Landwirtschaftsminister Hauk.

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