Stadtbibliothek - Leiter Dieter Reif gibt Bilderbuch-Empfehlungen für Kinder / „Olchis“ und „Eisbär Lars“ sind beliebt / Online im Medienbestand der Bücherei stöbern Pirat „Sharky“ auf der Suche nach dem Schatz

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zg
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Die Anfang Februar veröffentlichten „Ausleihrenner“ der Stadtbibliothek haben bewiesen, wie beliebt Kinderbücher in Hockenheim sind, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Beschäftigung mit Büchern könne gar nicht früh genug beginnen. Das Interesse an Büchern werde durch Vorbilder und regelmäßiges Vorlesen der Eltern noch mehr gestärkt.

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Das zeigt sich auch an den Kinderveranstaltungen in der Stadtbibliothek. Kinder ab einem Alter von drei Jahren sind ein begeisterungsfähiges und dankbares Publikum, stellen die Mitarbeiter immer wieder fest. Die Stadtbibliothek besitze eine große Auswahl an Bilderbüchern. Der Leiter der Einrichtung, Dieter Reif, gibt Lesetipps, um im Dschungel der Kinderbücher nicht den Überblick zu verlieren.

Hörbucher und Tonies

„Käp’n Sharky‘‘ erkundet „Das Geheimnis der Schildkrötenkönigin“. © Coppenrath

„Bei allen Kindern beliebt ist die Reihe ,Olchis‘ von Erhard Dietl – etwa der Titel ,Olchi-Opas krötigste Abenteuer‘. Daneben beinhaltet die Reihe noch weitere Titel wie ,Die Olchis bekommen ein Haustier‘ oder ,Die Olchis im Land der Riesenkraken‘. Insgesamt umfasst diese bei uns 39 Medien, darunter auch Hörbücher“, erläutert Dieter Reif.

Auch der „Kleine Eisbär Lars“ von Hans de Beer sei nie ein Fehlgriff. „Lars lebt wie alle Eisbären in der Arktis und erlebt viele Abenteuer mit anderen Tieren. Einmal geht es um verschwundene Fische, dann verschlägt es ihn ganz weit weg und ein anderes Mal hilft er Tieren, wieder zurück in ihre Heimat zu kommen. Insgesamt verzeichnet die Bibliothek 13 Titel zu Lars, darunter auch Hörbücher, Filme und Tonies“, berichtet Reif.

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Und der Bibliotheksleiter hat gleich noch einen weiteren Tipp parat: „Von Jutta Langreuter stammen die Geschichten um ,Käpt’n Sharky‘. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um Piratengeschichten für Kinder ab rund drei Jahren. Sharky und seine Mannschaft verschlägt es etwa auf eine Nebelinsel, wo noch urzeitliche Tiere leben oder auf eine Schatzinsel, wo sie von anderen Piraten angegriffen werden, die ihre beste Freundin, die Schildkröte Isi, entführen. Die Geschichten sind wenig gruselig. Viele Erwachsene finden die Bilder sehr schön. Zwölf Medien mit ,Käpt’n Sharky‘ bietet die Bibliothek an, darunter neben Büchern auch wieder DVDs und Tonies.“ Heiß begehrt ist der „kleine Rabe Socke“ von Nele Moost. Eine Recherche im Bestandskatalog der Bibliothek ergibt fast 40 Treffer – Bücher, Hörbücher, Filme und Tonies. „Mit dem kleinen Raben Socke und seinen Freunden ist jeder Tag ein Abenteuer: Sie verlaufen sich und kommen doch richtig an, eröffnen einen Tauschladen, gewinnen alle beim Alles-saust-um-die-Wette-Rennen, trödeln fast gar nicht, räumen mal andersherum auf und feiern die tollsten Geburtstage. Geschichten eben aus dem Leben“, meint Dieter Reif.

„Und wer kennt nicht ,Mama Muh‘, die liebenswerte Kuh, die Jujja Wieslander und Sven Nordqvist geschaffen haben. ,Mama Muh‘, die neugierigste Kuh aller Zeiten, macht vor gar nichts Halt. Unerschrocken probiert sie erst einmal alles aus. Unter zehn Medien können Nutzer auswählen, darunter auch Hörbücher“, sagt Dieter Reif.

Geschichten vom Bauernhof

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Auch „Lieselotte“ ist eine Kuh. Diese Geschichten stammen von Alexander Steffensmaier und beschreiben Begebenheiten um Lieselotte und anderen Tieren, die auf dem Bauernhof leben. Lieselotte ist sehr unternehmungslustig, hilfsbereit und einfach zum Knuddeln. Häufig enden ihre Unternehmungen im Chaos. Aber so werden die Tage auf dem Bauernhof nie langweilig. Der Bestandskatalog nennt rund 30 Titel – Buch, Hörbuch, DVD, Tonies. Empfehlenswert seien auch die Buchreihen „Heule Eule“ und „Hummel Bommel“. Die Verfasser der kleinen Eule, Paul Friester und Philippe Goosens, erzählen Geschichten, die Eltern helfen, ihre Kinder besser zu verstehen. Acht Medien finden sich im Bestand der Stadtbibliothek Hockenheim.

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Dieter Reif findet außerdem: „Britta Sabbag, Maite Kelly, Joëlle Tourlonias lassen die Hummel Bommel ihre Umgebung entdecken oder auch nach Liebe, Glück, Zeit, Mut suchen oder Geburtstag, Ostern, Weihnachten feiern. Eben das, was Kinder ab drei Jahren auch für sich entdecken. Hier können kleine und große Leser unter 13 Titeln auswählen.“

Darüber hinaus biete die Stadtbibliothek noch wesentlich mehr Bilderbücher. Gerade in Zeiten von Corona und dem aktuellen Lockdown gestalte sich eine Suche nach geeigneten Titeln im elektronischen Bestandskatalog schwierig. Denn der optische Anreiz beim Blättern im Buch ist durch nichts zu ersetzen. Auch die persönliche Beratung durch Bibliotheksmitarbeiter entfällt aktuell. Dennoch lohne sich ein Blick in den Bestandskatalog durchaus. „Wer genauer gelesen hat, hat vielleicht die ,Erweiterte Suche‘-Funktion im Rechercheportal der Bibliothek entdeckt. Dort lässt sich gezielt nur nach Bilderbüchern suchen. Angezeigt werden dann alle Bilderbücher, die die Bibliothek in ihrem Bestand führt. Die Auswahl ist vielleicht etwas zeitaufwendiger, als im physischen Bestand, aber häufig lassen sich so neue unbekannte Bücher finden“, gibt Dieter Reif einen Tipp zur Orientierung. zg