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Stadtbibliothek Hockenheim blickt auf erfolgreiches und turbulentes Jahr zurück

Die Stadtbibliothek blickt auf ein erfolgreiches und turbulentes Jahr zurück: 2022 erreichte sie mit 655 Neuanmeldungen einen neuen Spitzenwert. Die Leiterin Anna Lenz spricht über das Jahr und die Ausleihen.

Von 
Henrik Feth
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Zufriedene Büchereileiterin: Anna Lenz ist froh, dass die Angebote der Stadtbibliothek im vergangenen Jahr so intensiv genutzt wurden. © Dorothea Lenhardt

Hockenheim. Die Stadtbibliothek blickt auf ein erfolgreiches und turbulentes Jahr zurück: 2022 erreichte sie mit 655 Neuanmeldungen einen neuen Spitzenwert. Zudem wurden nach statistischer Auswertung 101 475 Entleihungen getätigt. Dazu zählen auch die 24 Medienkisten, die 972 Inhalte umfassen und von Institutionen bestellt werden können.

„Es freut uns sehr, dass die Arbeit der Stadtbibliothek dermaßen geschätzt und gut angenommen wird. Für diese unglaublichen Zahlen können wir unseren treuen Lesern, den zahlreichen Besuchern sowie den engagierten Pädagogen nur von Herzen danken. Wir hoffen, sie alle bleiben uns auch weiterhin treu und vor allem lesefreudig“, sagt Anna Maria Lenz, Leiterin der Stadtbibliothek.

Stadtbibliothek Hockenheim: Kindermedien am beliebtesten

Das beliebteste Genre waren die Kindermedien mit 34 355 Ausleihen. Hier führt Autor Erhard Dietl mit seinem Werk „Olchi-Opas krötigste Abenteuer“, das 49-mal ausgeliehen wurde, das Feld an. Im Bereich der Romane, die mit 14 646 Leihen den zweiten Platz in der Statistik einnehmen, teilen sich zwei Bücher, die jeweils 33-mal die Bibliothek verließen, den zweiten Platz: Der Psychothriller „Playlist“ von Sebastian Fitzek und der 18. Fall der Alexander-Gerlach-Reihe „Am Ende des Zorns“ von Michael Burger waren im vergangenen Jahr jeweils auch auf der Spiegel-Bestseller Liste vertreten.

Knapp hinter den Romanen landen die Jugendbücher mit 11 314 Ausleihen. „Wenig überraschend führt hier ,Gibt’s Probleme’ aus der Reihe ,Gregs Tagebuch’ mit 16 Ausleihen“, berichtet Lenz. Die gleiche Zahl gilt für Sabine Haags Werk „Ordnung“, das bei den insgesamt 7968-mal ausgeliehen Sachbüchern Spitzenreiter ist. Wie der Namen andeutet, behandelt das Werk Tipps und Tricks zum übersichtlichen Aufbau der eigenen Wohnung.

Anna Maria Lenz zeigt sich von der Anordnung und Beliebtheit der Genres wenig überrascht, dass die Kinderbücher am beliebtesten sind, sei immer so. Erfreut ist die Bibliotheksleiterin von den 19 991 Leihen im Bereich der E-Medien, der neben E-Books auch Hörbücher, Magazine und Zeitungen beinhaltet. Die Ausleihzahlen sowie die Neuanmeldungen zeigen, dass die Stadtbibliothek auch mit den 3036 neu angeschafften, eingearbeiteten und ausgeliehenen Medien den Geschmack der Nutzer trifft.

Stadtbibliothek Hockenheim: Veranstaltungen sind zurück

Nach einer Corona-bedingten Pause konnten ab April wieder Veranstaltungen stattfinden. Unter anderem wurden daraufhin die Vorlesestunden, das Kamishibai-Lesen und die Bilderbuchkinos für Kleinkinder ab drei Jahren wieder aufgenommen. Möglich machte dies das Engagement der Vorlesepatinnen. „Herzlichen Dank an dieser Stelle für den steten Einsatz und das konstruktive Feedback“, so Lenz.

Zudem wurde das Überraschungskino für Kinder ab sechs Jahren durch eine neue Reihe, das Zehntscheunenkino für Erwachsene, ergänzt. Das Angebot wurde gut angenommen, hat sich innerhalb weniger Monate bereits fest etabliert und findet auch im neuen Jahr statt.

Vor den Sommerferien bot die Stadtbibliothek digitale Zeichenkurse für Schulklassen an und nahm in Kooperation mit dem Pumpwerk am Sommerferienprogramm teil. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule (VHS) Hockenheim wurden in den Sommerferien Gutscheine für die Kursgebühr der VHS in der Bibliothek versteckt, die sich interessierte Finder mitnehmen konnten. Mit der „Ostertüte to go“ wurden insgesamt acht Bastelaktionen mit 93 kleinen Basteltalenten durchgeführt.

Stadtbibliothek Hockenheim: Angebot für Gamer

Auch Videospielfreunde kamen nicht zu kurz: Sie konnten am „Gamingnachmittag“ verschiedene Retrospiele auf Konsolen von Pascal Kühner austesten. Kühner, selbst ein Liebhaber von Retrovideospielen, bietet mit seiner „Retro Gaming Lounge“ Gleichgesinnten die Möglichkeit, sich auszutauschen und gemeinsam die klassischen Games wie „Super Mario“ oder „Sonic the Hedgehog“ zu spielen.

Im Herbst begrüßte die Stadtbibliothek Harald Schneider, der in einer unterhaltsamen Lesung seinen neuesten „Palzki“-Krimi vorstellte. An diesem Thrillerabend wurde nicht nur viel gelacht, sondern auch ein Einblick in die Arbeit des Schriftstellers gewährt. Die Autorengruppe „LeseZeit“ unterhielt unter dem Motto „Gebabbelt und geschwätzt“ mit Geschichten und Versen in verschiedenen Dialekten, die mal anrührten, mal lustig, aber immer ergötzlich waren. Insgesamt wurden 42 Veranstaltungen mit 1006 Besuchern angeboten und durchgeführt. Diese Zahl wird noch von den 40 Klassenführungen mit 1177 Schülern übertroffen.

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