Klassenerhalt

2. Handball-Bundesliga Frauen: Kurpfalz-Bären verlieren in Bremen

Erst in den frühen Morgenstunden sind die Kurpfalz-Bären am Sonntag aus Bremen zurückgekehrt. Auf der Heimreise hatten die Zweitliga-Handballerinnen eine Menge Zeit, um den Last-Minute-Schock zu verarbeiten.

Von 
Frederik Schneider
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Erst in den frühen Morgenstunden sind die Kurpfalz-Bären am Sonntag aus Bremen zurückgekehrt. Auf der Heimreise hatten die Zweitliga-Handballerinnen eine Menge Zeit, um den Last-Minute-Schock zu verarbeiten. Denn mit 29:30 (16:16) unterlag das Team von Trainerin Franziska Steil beim SV Werder. „Wir sind maximal enttäuscht und maximal frustriert über den Ausgang des Spiels“, sagte Steil. „Mit der gebotenen Leistung hätten wir auf jeden Fall zumindest einen Punkt verdient gehabt.“

Hätte, wenn und aber bringt am Ende aber nichts. Die Bären haben im Kampf um den Klassenerhalt einen Nackenschlag hinnehmen müssen, nachdem sie zuletzt beim Derbysieg gegen den FSV Mainz 05 Selbstvertrauen getankt hatten. Die Möglichkeit, sich von dem einen oder anderen Konkurrenten etwas abzusetzen, ist vertan. „Es bleibt im Tabellenkeller aber alles eng“, weiß auch Steil, die in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle wieder auf Johanna Wiethoff bauen konnte. Die Torhüterin fiel zuletzt noch mit einer Mandelentzündung aus. Auch Gina Schmidt stand anders als erwartet im Kader. Die Nachwuchsspielerin sollte eigentlich in der A-Jugendbundesliga auflaufen.

Laila Ihlefeldt steuert sechs Treffer für die Bären bei. © Lenhardt

Auf der Platte versuchten sich aber zunächst die arrivierten Spielerinnen. Nach einem ausgeglichenen Beginn bekam Ketsch zunehmend Probleme. Die Weserstädterinnen setzten sich auf 11:7 ab (14.). Auch sie gingen mit Rückenwind in das Duell mit den Bären, hatten sie doch am zurückliegenden Samstag den bisherigen Spitzenreiter HSV Solingen-Gräfrath bezwingen können.

Rote Karte gegen Nele Wenzel

Die Bären kämpften sich aber zurück und gingen noch vor der Pause durch Amelie Möllmann in Führung. Diese sollte jedoch nicht bis zum Seitenwechsel halten, da Alina Otto noch einmal ausglich. „Wir konnten uns gut ins Spiel reinkämpfen und haben den Bremer Rückraum so gut es eben ging im Griff gehabt“, sagte Steil.

Nach Wiederbeginn baute ihre Mannschaft dann ein Drei-Tore-Polster auf. Erneut überzeugten die jeweils mit einem Zweitspielrecht ausgestatteten Svenja Mann und Laila Ihlefeldt. Auch Möllmann und Kreisläuferin Nele Wenzel sorgten für Furore. Doch der Zwischenspurt der Gäste hielt nicht lange an. Beim 24:24 durch Naomi Conze war der SVW wieder dran. In der umkämpften Schlussphase hatten dann die Unparteiischen genug zu tun. Lena Thomas und Wenzel sahen Rote Karten. „Kleinigkeiten entscheiden und die Rote Karte gegen Nele Wenzel war eine entscheidende Kleinigkeit, weil wir fünf Minuten lang ohne gelernte Kreisläuferin spielen mussten“, sagte Steil.

In der 55. Minute führte Ketsch dank Ihlefeldt wieder mit 28:26, aber erneut schlug Werder zurück. Den Siegtreffer erzielte Denise Engelke per Siebenmeter, der Wiethoff unglücklich durchrutschte. Steil nahm noch einmal eine Auszeit, doch ihre Worte trugen keine Früchte.

„Ärmel hochkrempeln“

„Wir haben den Sack nicht zugemacht. Immer dann, wenn wir die Möglichkeit hatten, haben wir freie Würfe verworfen“, sagte Steil. „Das Glück war an diesem Tag nicht auf unserer Seite, das ist schade und tut uns weh.“

Dennoch blickt die 38-Jährige optimistisch nach vorn. „Wir können auf die Leistung aufbauen“, ist sich Steil sicher. Am kommenden Samstag steht gegen die bereits als Absteiger feststehende SG H2Ku Herrenberg das nächste wichtige Spiel an. „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln, denn wir haben mit Herrenberg vor heimischer Kulisse die nächste ambitionierte und schwere Aufgabe vor uns.“

Bären: Longo, Rüttinger; Scheffler, Schmidt, Bianco, Torras Parera (2/2), Marmodee (2), Werthmann (3), Wenzel (6), Möllmann (6), Mann (4), Ihlefeldt (6/1).

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