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Festgelände im Bruch (mit Fotostrecke)

Das Ketscher Backfischfest ist eröffnet

Das 69. Backfischfest in Ketsch ist offiziell eröffnet. Bürgermeister Timo Wangler hat den Fassbieranstich vollbracht, außerdem wurde Hans Peter Hambsch offiziell als Fischerkönig proklamiert.

Von 
Marco Brückl
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Bürgermeister Timo Wangler (3. v. r.) hat den Fassbieranstich gemeistert - und damit gibt es Bier für alle. © Brückl

Ketsch. Also fürs erste Mal kann man das doch absolut lassen: Bürgermeister Timo Wangler hat seine Premiere beim Fassbieranstich auf dem Ketscher Backfischfest erfolgreich hinter sich gebracht und mit vier Schlägen, ehe das kühle Rothaus-Bier in die Krüge floss, die 69. Auflage der Sause im Bruch eröffnet – „Ozapft is!“

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Ketsch

Das Backfischfest ist eröffnet

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Sodann prosteten sich die Protagonisten Manfred Fritscher und Claus Heim, die Geschäftsführer der Backfischfest GmbH, Bürgermeister im Ruhestand Jürgen Kappenstein, Stephan Finke, der neue Festzeltbetreiber, Manfred Orth, der stellvertretende Vorsitzende des Angelsportvereins 1928, Andreas Güninger von der Rothaus Brauerei sowie Bürgermeister Timo Wangler auf die kommende Festzeit an.

Nun können die Ketscher und ihre Gäste aus nah und fern zehn Tage lang feiern, nachdem die Corona-Pandemie dies zweimal in Folge verhindert hatte. Drei Jahre ist es her, als man zuletzt ins Festzelt schritt – daran muss man sich erst einmal wieder gewöhnen.

Geschäftsführer Claus Heim war nur froh, auf der Bühne zu stehen und die Besucher im Festzelt ein weiteres Mal willkommen heißen zu dürfen. „Tauchen Sie zehn Tage lang ein in eine Welt der Freude und des Vergnügens“, sagte er mit Verweis unter anderem auf die „hochkarätigen Musikdarbietungen und Showacts“.

Heim bat die Anwesenden im Festzelt, sich am Grußvideo für Günter Perner zu beteiligen und an entsprechender Stelle laut „gute Besserung“ zu rufen. Denn der Vorsitzende des Angelsportvereins 1928 befindet sich im Krankenstand – eine schöne Geste, über die sich der Vereinschef sicher gefreut hat.

Hewwlguggler führen Zug an

Derweil ging es beim Eröffnungsrundgang schon einmal über den Rummel. Traditionell wird der Zug von den Ketscher Hewwlgugglern angeführt, die mit ihren Rhythmen flugs die Passanten und vor allem all jene, die stehen bleiben, in ihren Bann ziehen – da wippt schnell der eine oder die andere im Takt mit.

Es ging vorbei am Break-Dancer, der eine der Attraktionen unter den Fahrgeschäften ist, bis auf die andere Seite des Festgeländes, wo die Berg- und Talbahn von Bergmann, der „Disco Circus“, auf die von Rathauschef Wangler angeführte Gruppe wartete. Mitreden kann bekanntlich nur, wer das Objekt auch ausprobiert hat. Also stiegen Wangler und Heim in den „Disco Circus“ ein. Die beiden hatten sichtlich Spaß auf ihrer Backfischfest-Ausfahrt. Beinahe sah es so aus, als sei ein neues Traumpaar gefunden worden.

König mit Gefolge

Doch es galt auch, das Kellerbier der Rothaus Brauerei zu probieren. Es musste sehr lecker sein, wenn man die angeregten Gespräche beobachtete. Außerdem warteten noch größere Aufgaben auf die beiden Herrschaften. Denn nach dem Rückweg zum Festzelt sollte die Bühne eben jener betreten, der den Festreigen überhaupt ausgelöst hat. Das Backfischfest ist ein Fischerfest, weil der Angelsportverein 1928 seinen Fischerkönig gebührend feiert. Im laufenden Jahr gelang dies eine Woche vor Festbeginn Hans Peter Hambsch.

Manfred Orth betonte zu Beginn der Proklamation erst einmal, dass drei Herren, die gleich auf die Bühne kommen, insgesamt für 159 Jahre Mitgliedschaft beim ASV 1928 stehen. Und tatsächlich sind Wilfried Busack, seines Zeichens zweiter Prinz, und Eugen Fondermann, als vierter Prinz ausgezeichnet, mitunter fast genauso vereinstreu wie die Backfischfest-Hoheit höchstselbst. Hans Peter Hambsch bringt es auf 54 Jahr im Angelsportverein. Schon diese Leistung brachte das, nein – es war sein Publikum zum Jubeln.

Zuvor schon alles eingeheimst

Der 65-Jährige indes freut sich über das König-Sein, nachdem ihm von Christian Kobiela die Kette umgehängt worden war, wirklich sehr, denn im Gespräch mit unserer Zeitung betonte er, dass er schon alles andere eingeheimst hat. Er ist hochdekoriert, war schon von Prinz eins bis Prinz vier einfach alles.

Hans Peter Hambsch, der Sportwart des ASV, gibt gleichwohl frank und frei zu, dass er mit seinem Fest ein Problem hat. Denn natürlich vermisse er – wie viele andere auch – den Backfisch. „Ich habe in dem Sinn ein Problem, als ich immer wieder darauf angesprochen werde. Aber ich weiß ja, dass der Verein, dass die Backfischfest GmbH alles versucht hat, um noch für Backfisch zu sorgen. Der Neustart ist extrem schwierig gewesen.“ Es sei für ihn, als wenn beim Oktoberfest das Bier fehle. Er hoffe sehr, dass es nächstes Jahr wieder Backfisch beim Backfischfest gebe. An der Feierlaune tue das fehlende Angebot des Speisefischs aber keinen Abbruch. Er freue sich auch bereits auf den Sonntag, wenn befreundete Angelvereine ihre Aufwartung machten.

Das Backfischfest läuft und am ersten Tag pilgerten gleich viele auf den Festplatz im Bruch. Aber in der aktuellen Version ist das Ketscher Backfischfest dennoch gewöhnungsbedürftig – das liegt beispielsweise auch daran, dass die Fischbäcker links und rechts neben der Bühne – die überdies ein paar gehörige Meter mehr ins Zeltinnere ragt – einfach fehlen. Das dürften wiederum die Feierhungrigen, die sich wie Bolle auf die Partyband „Radspitz“ am ersten Samstag freuen, reichlich gelassen sehen.

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