Ketsch

Katholische Kirchengemeinde Ketsch sammelt Wachsreste für die Ukraine

Die katholische Kirchengemeinde bittet darum, sich an einer Sammlung für den Verein "Life Cologne" zu beteiligen, wobei Wachsreste und Kerzenstummel für die Produktion von "Büchsenkerzen" in der Ukraine verwendet werden.

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Not macht erfinderisch: Frauen in der Ukraine schmelzen Wachs, gießen es in Blechdosen und mit Docht geben die Kerzen Licht und Wärme. © Life Cologne

Ketsch. Ketsch/Brühl. Täglich haben wir Bilder notleidender Menschen in den Kriegsgebieten der Ukraine im Kopf, teilt die katholische Kirchengemeinde mit. Die Zerstörung der dortigen Energieversorgung bedeute, Kälte und Dunkelheit zu ertragen. Aber Not mache erfinderisch: Frauen schmelzen dort Wachsreste, gießen diese in Blechdosen und mit Docht versehen geben die so gewonnenen Kerzen Licht und Wärme. Je nach Größe der „Büchsenkerze“ lasse sich damit sogar Essen wärmen oder kochen. Ganz gleich, ob familiärer Haushalt oder Soldaten an der Front, alle seien dankbar für diese Quelle von Licht und Wärme.

In Ketsch werden Wachsreste für die Ukraine gesammelt

Ralf Link vom Verein „Life Cologne“ sammele daher in großem Stil Wachsreste und Kerzenstummel und organisiere deren Transport in die Ukraine. „Unser Verein ist eine Hilfsorganisation aus Köln, die sich seit Beginn des Krieges zusammengetan hat. Die meisten Vereinsmitglieder haben familiäre Wurzeln in der Ukraine.“ Von der Idee begeistert und inspiriert, helfen zu wollen, bittet nun die katholische Kirchengemeinde, vornehmlich Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marianne Faulhaber, um Mithilfe beim Kerzenreste sammeln.

Kerzen- und Wachsreste gleich welcher Güte und Farbe, auch parfümiert, kommen dafür in Frage. Bitte nicht in Glas- oder Plastikverpackung. Sammelstellen sind die katholischen Pfarrbüros in Brühl, Kirchenstraße 15, und Ketsch, Schwetzinger Straße 1. Zusätzlich befindet sich vor dem Haupteingang des Ketscher Pfarrheims, Schwetzinger Straße 3, eine Box für die Kerzenreste. Je größer die gesammelte Menge, desto besser. Ralf Link organisiere dann die Abholung vor Ort, heißt es abschließend.

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