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Vor der Rheinhallengaststätte (Mit Fotostrecke und Video)

Ketscher Musikverein: „29er“ hauen beim Wunschkonzert mächtig auf die Pauke

Der Musikverein legt ein rundum gelungenes Fest hin – Am Wunsch „Engel“ von Rammstein kommt kein anderer vorbei.

Von 
Caroline Scholl
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Das Orchester der „29er“ unter der Leitung von Patrick Wewel spielt auf Wunsch und begeistert mit diesem Format. © SCHOLL

Ketsch. Mit einem sprichwörtlichen „Paukenschlag“ meldete sich am vergangenen Sonntag und Montag der Musikverein 1929 Ketsch mit seinem traditionellen und bei den Gästen beliebten Musikfest zurück in die sehr umfassende Veranstaltungslandschaft der Enderlegemeinde. Mit einem Feuerwerk musikalischer Höhepunkte, einer extrem gut organisierten Veranstaltungsumsetzung nach der Pandemiepause, bewährten kulinarischen Anziehungspunkten und einfach ganz sympathisch lieferten die „29er“ – unterstützt von befreundeten Orchestern und zahlreichen Helfern, die auch in Zeiten des großen Andrangs souverän die Nerven behielten – in jeglicher Hinsicht einfach ab.

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Musikverein

"Engel" von Rammstein – „29er“ hauen mächtig auf die Pauke

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Wo „29er“ Musikfest draufsteht, ist beste Unterhaltung Programm. Bereits am Sonntag lockte der Frühschoppen die Gäste aus den Betten auf die Bierbänke, bei Tafelspitz- und Meerrettich-Schmaus bildeten sich lange Warteschlangen, doch aufgrund der Spielkunst der Musiker nahmen die Gäste die kleine Staubildung gerne in Kauf.

Wewel wendet sich La Ola zu

Schließlich wurde man mit gutem Essen belohnt und – so betonten es zahlreiche Besucher – man traf endlich mal wieder bekannte Gesichter. Der Musikverein Münzesheim und die Big Band des Musikvereins Plankstadt, wie die Ketscher unter der Leitung von Patrick Wewel, machten den Sonntag des zweitägigen Musikfestes perfekt.

Der Montag allerdings ließ dann keine Wünsche mehr offen und das Schöne ist, die „29er“ müssen längst nicht mehr überzeugen. Ob es ein Fliegermarsch ist, ein Ausflug in die Zeit des Schlagers oder Pop, selbst der „Engel“ von Rammstein kommt so authentisch gespielt rüber, dass sich Dirigent Wewel oft ganz getrost dem Publikum zuwenden kann, um dieses etwa mit einer La-Ola-Welle anzuheizen.





„Wir kommen gerne hierher, denn das Wunschkonzert ist immer super. Wir haben früher auch schon mal was gewonnen, aber es geht darum, die Ketscher mal wieder zu sehen“, bekräftigt Hermann Flörchinger. Auch die Ketscher Rudi und Ilse Impertro haben mit Karin Volk einen schattigen Platz gefunden: „Uns hat das Fest sehr gefehlt, denn die Musik ist toll. Dass es ein Tag kürzer ist, spielt für uns keine Rolle, denn der Montag ist für uns immer schon der interessanteste Tag gewesen.“

Ähnlich bestätigen es Andrea und Franz Lemberger, ehemalige Inhaber des Kiosk Schmeisser: „Wir waren schon beim Frühjahrskonzert der ,29er’ und sind froh, dass alles nun wieder weitergeht. Wir kommen schon seit Jahrzehnten zum Musikfest und nun als ‚Rentner’ sind wir am Montag sogar mal pünktlich um 18 Uhr hier.“

Ob Ketscher Geschäftsleute oder Unternehmer, Gemeinderäte, Mitglieder vieler anderer Ketscher Vereine oder Gastronomen. Dem Musikverein 1929 machten viele ihre Aufwartung und an den Biertischen herrschte beste Laune.

Musik und Atmosphäre – vor der Rheinhallengaststätte passt alles beim „29er Fest“ zusammen. Die Musiker verstehen es besonders beim Wunschkonzert, ihr Publikum in ihren Bann zu ziehen. © Scholl

Bürgermeiser Timo Wangler und seine Frau Katja genossen den Abend und nutzten die Gelegenheit, mit vielen Ketschern ins Gespräch zu kommen. „Mir gefällt das Fest sehr gut, wobei ich gestehen muss, dass ich eigentlich eine andere Musikrichtung favorisiere, doch die ,29er’ sind wirklich super“, lobte der Bürgermeister, der, wie er verriet, lediglich die Blockflöte als Instrument beherrsche.

Sein Vorgänger und Ehrenbürger Jürgen Kappenstein indes genoss den Abend mit seiner Frau direkt in der ersten Reihe und hätte sicher an der ein oder anderen Stelle im Orchester aushelfen können: „Ich bin heute ganz entspannt Gast hier bei dem Fest und es ist schön, viele bekannte Gesichter wieder zu treffen. Es geht mir sehr gut“, versicherte er strahlend.

Beim „Engel“ von Rammstein ist das Publikum gefordert, mit erleuchteten Biergläsern für zusätzliche Effekte zu sorgen. © SCHOLL

Ganze 441 Zuhörer machten schließlich beim beliebten Wunschkonzert mit und wählten unter acht Titeln, die der Musikverein präsentierte, ihren Favoriten. Während sich Titel wie „Wunder gibt es immer wieder“, der „Fliegermarsch“ oder „Er gehört zu mir“ und die „Vogelwiese“ oder „Aber bitte mit Sahne“ auf den hinteren Plätzen der Beliebtheit landeten, gaben ganze 75 Gäste dem Gassenhauer „Ich war noch niemals in New York“ ihre Stimmen und hievten diesen somit auf den dritten Platz. Die „Sweet Caroline“, die Franz Hauns besang, landete auf dem zweiten Platz mit 81 Stimmen. Der absolute Publikumsfavorit allerdings mit 140 Stimmen war der Titel „Engel“ von Rammstein.

Hier tobte das Publikum, hier wurden Biergläser durch Handylicht zu Sternen in den Reihen, hier zerschmolzen die Musiker mit den Zuhörern zu einem gewaltigen Paket Lebensfreude. Als dann noch Ali Meyer, ein ehemaliger aktiver „29er“ den Hauptpreis in Form eines Tischgrills bei der Verlosung einheimste, stand das gesamte Orchester Kopf. Erst am späten Abend wurden vor der Rheinhallengaststätte die Instrumente verpackt und glückliche Menschen machten sich auf den Nachhauseweg.

Ein Prosit der Gemütlichkeit auf dem Musikfest – das gehört freilich dazu und gelingt am Montagabend einmal mehr ganz ausgezeichnet. © SCHOLL

Die Sprecher des Vereins Alexander Schulz und Christina Zahn zeigten sich äußerst zufrieden mit dem Musikfest und bekräftigten, dass es für alle Musiker schließlich das größte sei, wieder gemeinsam vor Publikum zu spielen.

Den nächsten Auftritt in Ketsch haben die „29er“ am Sonntag, 14. August, beim Frühschoppenkonzert auf dem Ketscher Backfischfest.

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Freie Autorin Freie Journalistin für die Region Rhein-Neckar

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