AdUnit Billboard
Knotenpunkt L 560/L 546

Anschluss Neulußheim-Mitte könnte ampelfrei werden

Von 
rp/aw
Lesedauer: 
Die Grünfläche rechts der Landstraße in Richtung Karlsruhe kann für eine Auf- und Abfahrt genutzt werden. Dadurch muss auf der Landstraße der Verkehr nicht mehr gekreuzt werden – die Ampelanlage könnte zurückgebaut werden. © Lenhardt

Neulußheim. Das Regierungspräsidium Karlsruhe untersucht eine Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes L 560/L 546 – die Anbindung Neulußheim-Mitte an die ehemalige B 36 – zu erhöhen. Hintergrund sind die künftig zu erwartenden Verkehrsentwicklungen, insbesondere auch durch Großbaustellen auf den umliegenden Autobahnen, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

In den vergangenen Monaten habe der Knotenpunkt wegen der angespannten Verkehrssituation an den Einmündungen entlang der L 560 (ehemalige B 36) bei Neulußheim im Fokus der Öffentlichkeit gestanden, führt das Regierungspräsidium (RP) an. Grund dafür seien hier verlaufende Umleitungen, bedingt durch verschiedene umliegende Baustellen, gewesen. Nachdem zur Beseitigung der Unfallhäufungsstellen im Frühjahr 2021 die Einmündungen signalisiert und durch das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises und die Straßenverkehrsbehörde Hockenheim Optimierungen an den Ampelanlagen durchgeführt worden waren, habe sich zwischenzeitlich die Verkehrssituation verbessert.

Votum der Beteiligten

Im Rahmen einer Besprechung mit den Bürgermeistern der Gemeinden Altlußheim und Neulußheim sowie den Mitgliedern der Verkehrsschaukommission, bestehend aus dem Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises, dem Polizeipräsidium Mannheim und der Verkehrsbehörde der Stadt Hockenheim, hat nun das Regierungspräsidium Karlsruhe die Möglichkeit einer Nutzung der vorhandenen Gemeindestraße zwischen den Bahngleisen und der L 560 für einen teilplanfreien Knotenpunkt vorgestellt.

Womit das RP einen Vorschlag von Bürgermeister Gunther Hoffmann aufgreift, den dieser schon vor Jahren ins Spiel gebracht hat. Allerdings, das RP geht einen Schritt weiter und plant gleich einen größeren Umbau: Neben der direkten Anbindung in Fahrtrichtung Karlsruhe könnten durch einen größeren Ausbau auch die Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Mannheim abbiegen möchten, diese Verbindungsrampe nutzen, so das RP. Die am Knotenpunkt neu eingerichtete Ampelanlage wäre bei dieser Variante nicht mehr erforderlich, da bei einem teilplanfreien Knotenpunkt keine Verkehrsströme die L 560 kreuzen müssten.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Die Beteiligten befürworteten diese Planungsüberlegungen, da hierdurch insbesondere auch künftige Mehrbelastungen aus Ausweichverkehren zwischen Karlsruhe und Mannheim besser bewältigt werden könnten.

Als Auf- und Abfahrt nutzen

Die von der verlängerten St. Leoner Straße parallel zur L 560 in Richtung Karlsruhe verlaufende Rampe soll bei diesen Überlegungen verbreitert werden, sodass sie sowohl als Ab- wie auch Auffahrt genutzt werden kann. Ein Plan, der gleichermaßen Überlegungen der Nachbargemeinde Altlußheim tangiert. Denn die gesamte Fläche, auf der sich die Rampe befindet, liegt auf der Gemarkung von Altlußheim.

Auf einem Teilbereich des Geländes soll eine Freiflächenphotovoltaikanlage errichtet werden. Für dieses Vorhaben hat der Altlußheimer Gemeinderat im Oktober den Entwurf gebilligt und die Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Im Zuge dieser Beteiligung werden sowohl das RP als auch die Gemeinde Neulußheim als Trägerinnen öffentlicher Belange ihr Veto einlegen, kündigte Bürgermeister Gunther Hoffmann im Gespräch mit unserer Zeitung an. Eventuell muss die geplante Anlage etwas kürzer werden, mutmaßt Hoffmann, die weitere Entwicklung des Projekts Rampe mit Zuversicht verfolgend. Zumal sein Altlußheimer Kollege Uwe Grempels in die Überlegungen des RPs eingebunden ist und diese gleichfalls befürwortet.

Vorhaben wird geprüft

Im Rahmen einer näheren Überprüfung werden nun, neben naturschutzfachlichen Gesichtspunkten, unter anderem die Frage des erforderlichen Grunderwerbs und der gegebenenfalls notwendige Ausbau der Einmündung an der K 4252 angegangen. Bis zu einem Baubeginn müssten dann noch die Entwurfsplanung, das Baurechtsverfahren und die Ausführungsplanung angefertigt beziehungsweise durchgeführt werden. Zu einem Fertigstellungstermin kann zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Aussage getroffen werden. rp/aw

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1