Jung und Engagiert

FSJler Philipp Merkel ist der Tausendsassa beim SC Olympia Neulußheim

Mit seinen noch jungen 19 Jahren ist Philipp Merkel bereits ein nicht mehr wegzudenkender Faktor bei der SC Olympia Neulußheim. Wir haben mit ihm über seine Arbeit gesprochen.

Von 
Henrik Feth
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Neulußheim. Mit seinen noch jungen 19 Jahren ist Philipp Merkel bereits ein nicht mehr wegzudenkender Faktor bei der SC Olympia Neulußheim (SON). Er absolviert nicht nur momentan sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Fußballverein, sondern ist zusätzlich Stammtorhüter der ersten Herrenmannschaft, Trainer von gleich vier Mädchenteams und Schiedsrichter.

Zwei, die sich engagieren: Christopher (r.) war beim Konfi-Cup als Hallensprecher und in der Turnierleitung aktiv und sein Bruder Philipp als Schiedsrichter. © Garben

Doch obwohl Merkel Neulußheimer durch und durch ist, begann seine fußballerische Karriere zunächst in Mannheim beim MFC Lindenhof. Nach einem kurzen Abstecher bei der Spielvereinigung Ketsch schloss sich der Abiturient der D-Jugend beim SON an. Seitdem ist er sowohl im sportlichen als auch im organisatorischen Bereich zu einer unersetzlichen Größe im Verein geworden. Bereits im Alter von zwölf Jahren übernahm Merkel den Trainerposten bei einer E-Jugendmannschaft der Mädchen.

Diesen Jahrgang begleitete der heute 19-Jährige dann mehrere Jahre, sammelte Erfahrungen und schildert seine Begeisterung: „Die Arbeit als Trainer der Mädchenteams bereitet mir unglaublich viel Spaß. Gerade bei einem Jahrgang, den man über mehrere Spielzeiten als Trainer betreut, ist es schön, die Entwicklung zu sehen. Dabei geht es nicht nur um den Fußball, sondern auch um Sport im Allgemeinen.“

Teamarbeit ist ein weiterer Faktor, den Merkel am Trainerdasein und Vereinsleben schätzt. So arbeitete er auch schon mit Co-Trainern zusammen und zog sich auch in diesem Bereich wichtige Erfahrungswerte. Die Verbundenheit zu der SON ist einer der zentralen Beweggründe, weshalb sich der Neulußheimer zu einem FSJ beim Verein entschieden hat. Seit er dieses im vergangenen September angetreten hat, erhält er noch weitreichendere Einblicke in die Organisation und Führung eines Sportvereins.

Außer seinen inzwischen vier Mädchenteams übernahm auch die Verantwortung für drei Fußball-AGs: Zwei davon an der Lußhardtschule (jeweils Mädchen und Jungen) und eine an seiner ehemaligen Lehrstätte in Hockenheim, dem Carl-Friedrich-Gauß Gymnasium. Vor allem an den Schulen vermeldet er eine außerordentliche Resonanz, die AGs sind beliebt, das Feedback der Kinder und Eltern ausnahmslos positiv.

Philipp Merkel aus Neulußheim: Immer als Helfer dabei

„Es ist einfach unglaublich, was alles in einer Vereinsstruktur steckt. Ich lerne täglich neue und interessante Dinge“, so Merkel zu seinen bisherigen FSJ-Erfahrungen. Diese gehen auch über das sportliche hinaus: Er ist für sämtliche Materialbestellungen des Vereins zuständig, lernt die bürokratischen Aufgabengebiete kennen und ist als Helfer bei Festen und Spielen immer zur Stelle.

Gleichzeitig ist er an der Organisation von Ausflügen, Trainingslagern und Turnieren beteiligt und vertritt den SON auch bei öffentlichen Auftritten wie zuletzt gemeinsam mit einigen Spielerinnen bei der Kleeblatt-Verleihung im Europa-Park. „Dies ist alles eine willkommene Mischung zwischen Sport und Organisation“, so Merkel.

Philipp Merkel aus Neulußheim: C-Lizenz bestanden

Außer seinen vielfältigen Aufgaben nutzt der Neulußheimer auch die Zeit, um sich auf dem Papier weiterzubilden. So war er vor kurzem auf einem einwöchigen Seminar in der Sportschule Schöneck und bestand die C-Trainerlizenz. Die dabei vermittelten Inhalte ermöglichen ihm nun eine noch breitere Auswahl an professionellen Trainingseinheiten. Gleichzeitig erhielt er neue Einblicke in den Bereich der Pädagogik, was ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit ist.

„Das Seminar hat mir unheimlich viel gebracht. Ich konnte mich dort mit den verschiedensten Themen der Trainerarbeit intensiv beschäftigen und freue mich darauf, diese nun in der Praxis anzuwenden“, so Merkel zu den Möglichkeiten der Lizenz.

Von Müdigkeit ist bei dem 19-Jährigen allerdings nichts zu spüren, zu seinen wöchentlichen Trainingseinheiten (zweimal als Aktiver, jeweils mit seinen Mädchenteams) und den im gleichen Turnus stattfindenden AGs an den Schulen ließ er sich ebenfalls zum Schiedsrichter ausbilden und leitet seitdem Spiele in der Region. Der SON ist für ihn Familie und das nicht nur, weil seine eigene Familie ebenfalls im Verein aktiv ist: Vater Reiner ist Jugendleiter bei der Olympia und seine beiden Geschwister spielen aktiv in jeweils einer der Mannschaften des Clubs. Und auch in der Vereinsführung übernimmt der Torhüter inzwischen Verantwortung: Seit Beginn der aktuellen Saison ist er als Beisitzer Teil des SON-Vorstands.

Zwar wird sein FSJ im kommenden August enden, doch Merkel wird auch dann weiter mit großem Engagement beim SON mitwirken. Wie es danach für den 19-Jährigen weitergeht? Er weiß bereits eine Richtung, in die sich sein zukünftiges Berufsleben entwickeln soll: „Ich probiere Momentan einiges durch Praktika aus, aber dank meiner Jugendtrainertätigkeit und meinen Erfahrungen beim SON, kommt ein Studium im Bereich Grundschullehramt für mich in Frage.“ Doch bis dahin wird Philipp Merkel seine volle Aufmerksamkeit auf seine passionierten Aufgaben beim SON richten und den Verein auf den Weg in die Zukunft begleiten.

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