Heimat- und Kulturkreis

Erster Oftersheimer Weihnachtsmarkt nach Corona: Menschen etwas Gutes tun

Der erste Weihnachtsmarkt nach zwei Jahren Corona-Zwangspause soll nach Wunsch der Organisatoren etwas ganz Besonderes werden

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zg/mgw
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Der Weihnachtsmarkt des Heimat- und Kulturkreises wartet mit zahlreichen Angebo-ten auf – für jeden ist etwas dabei. © Deinert

Oftersheim. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach zwei Jahren Pause erstmals wieder zu einem Weihnachtsmarkt einladen können – zumal wir lange unter Vorbehalt planen mussten“, blickt der Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises Oftersheim (Huko), Dieter Burkard, auf das kommende Wochenende voraus.

Am Samstag und Sonntag, 26. und 27. November, sollen die Menschen nach der pandemiebedingten Zwangspause endlich wieder dem Alltag entfliehen und sich an einem schönen weihnachtlichen Ambiente in der Mannheimer Straße 59 und 61 erfreuen können. „Die Menschen lechzen danach, solche Veranstaltungen besuchen zu können“, sagt Burkard im Gespräch mit dieser Zeitung. „Man kann ihnen damit etwas Gutes tun.“ Am Samstag ist das Markttreiben von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geplant.

Die Vorbereitungen für den 37. Weihnachtsmarkt des Heimat- und Kulturkreises seien jetzt, eine Woche vor dem Startschuss, in vollem Gange und liefen bereits seit mehreren Wochen. Bis zu 60 freiwillige Helfer seien es am Ende, die vor, während und nach dem Weihnachtsmarkt zum Gelingen beitragen. Dazu gehören die Mitglieder der Arbeitskreise „Marktorganisation“, „Brauchtum“, „Museum“ und „Wirtschaftsbetrieb“, die nach Auskunft des Huko alle Hände voll zu tun hätten, um die Besucher zu verzaubern.

Erster Oftersheimer Weihnachtsmarkt nach Corona: Buntes Treiben an zwei Tagen

An zwei Tagen findet das bunte Treiben wie gewohnt in der Mannheimer Straße 59 und 61 statt. Organisatorin Yvonne Jung und ihr Stellvertreter Jan Wippert laden dabei zu einem Rundgang ein, während dem die Besucher allerlei entdecken können. „Seine Attraktivität bezieht der Weihnachtsmarkt aus einer Palette nicht alltäglicher, nicht fließbandgefertigter Produkte“, unterstreicht Jung. „So haben die Besucher wieder die Qual der Wahl zwischen selbst gemachter Marmelade und Eierlikör, deren Erlös beispielsweise an die Peru-Hilfe geht, Kräuterölen, fruchtigen Balsamicos und Kräutersalz.

Am Samstag sind mehrere musikalische Darbietungen geplant, sonntags tritt der Musikverein um 16 Uhr auf. © huko/Deinert

„Unsere Aussteller, die uns teilweise bereits seit vielen Jahren die Treue halten, fertigen auch Handarbeiten wie gestrickte Socken, Schals, Teddys, Puschen, Karten oder Verpackungen, Einkaufsnetze, Perlarmbänder, genähte Kleidung aus recycelten oder neuen Stoffen, Gehäkeltes und viel mehr“, so Jung. Wer noch nicht für die Adventszeit dekoriert habe oder seine Weihnachtsdekoration ergänzen möchte, könne auch Gestecke und Kränze aus frischem Tannengrün, Holzarbeiten, Natur- oder genähte Patchwork-Dekoration erwerben.

Tatsächlich lege der Huko bereits seit der Premiere seines Marktes vor fast vier Jahrzehnten ein großes und gewichtiges Augenmerk auf dieses besondere Angebot, ergänzt Burkard seine Ausführungen zum anstehenden Weihnachtsmarkt. Eine besondere Wertschätzung erhalten die Aussteller durch eine außergewöhnliche „Gegenleistung“ des Heimat- und Kulturkreises: Der Hundeverein um Peter Reinhard hält von Samstag auf Sonntag Nachtwache. Auf diese Weise können die Aussteller ihre Ware bis sonntags vor Ort lassen.

Auf Plakaten im Eingangsbereich sind die einzelnen Aussteller und Veranstaltungen aufgeführt, die den Weihnachtsmarkt umrahmen und gestalten. Am Samstag beginnt um 14 Uhr der katholische Kindergarten St. Kilian mit den Darbietungen, gefolgt von der Friedrich-Ebert-Schule um 14.30 Uhr und der Theodor-Heuss-Schule nochmals 30 Minuten später. Gegen 15.45 Uhr werden die Albhornbläser Bruchsal zu hören sein, bevor zum Abschluss um 17 Uhr der Posaunenchor auftritt. Als einziger Programmpunkt am Sonntag ist eine Darbietung des Musikvereins um 16 Uhr geplant.

Erster Oftersheimer Weihnachtsmarkt nach Corona: Ambiente genießen

„Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, diese vorweihnachtliche Stimmung zu genießen und einige schöne Stunden zu erleben“, schreiben die Huko-Verantwortlichen und machen auch Lust auf das lukullische Angebot. Der Wirtschaftsbetrieb des Heimat- und Kulturkreises sorge für das leibliche Wohl. Schupfnudeln mit Sauerkraut und wahlweise Speck gibt es in der Mannheimer Straße 61. Bratwurst, Flammkuchen „Elsässer Art“ und „vegetarisch“, sowie Glühwein, Bier und alkoholfreie Getränke werden in der Mannheimer Straße 59 angeboten. Waffeln, Kinderpunsch und Sekt, bietet zudem die Böhmerwaldjungend an.

„Engel zieren dieses Jahr die Ausstellung in der Weihnachtscaféteria. Hier werden selbst gebackene, gespendeten Kuchen, Kaffee und Tee von den Damen des Arbeitskreises „Brauchtum“ angeboten“, heißt es in der Ankündigung des Heimat- und Kulturkreises. Kuchenspenden für den Weihnachtsmarkt nimmt Christa Brake unter Telefon 06202/5 15 98 entgegen.

Ein wenig Einfluss hat das Coronavirus dennoch weiterhin auf das Oftersheimer Marktgeschehen: Da der Platz pandemiebedingt für die Caféteria benötigt wird, kann das beliebte Basteln für Kindern in diesem Jahr ausnahmsweise einmal nicht stattfinden, bedauern die Huko-Organisatoren.

„Wir hoffen nun auf eine gute Resonanz. Der Weihnachtsmarkt ist eine feste Größe im Oftersheimer Veranstaltungskalender“, schließt Vorsitzender Dieter Burkard seine Ankündigung zur zweitägigen Feierlichkeit. Nach der langen Corona-Pause planten die Gäste sicherlich besonders gerne einen Besuch beim Huko in der Mannheimer Straße ein. 

Info: Weitere Infos gibt es unter www.huko-oftersheim.de

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