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Natur

Giftige Kermesbeere verbreitet sich immer weiter

Von 
zg/mgw
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Region. Die Kermesbeere ist hierzulande ein Neophyt. Neophyten sind Pflanzenarten, die durch den Einfluss des Menschen in eine für sie neue Region gelangt sind. Der Begriff ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „Neu-Pflanzen“.

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Die Kermesbeere gefällt so manchem Gartenbesitzer, denn mit ihren Blüten, Fruchtständen und glänzenden, schwarzroten Früchten ist sie eine prächtige Zierpflanze und wird gerne als Schönheit bezeichnet. Sie ist aber mit Vorsicht zu genießen, denn sie ist giftig. Im Wald ist sie kein gerngesehener Gast, da sich vor allem die Amerikanische Kermesbeere immer weiter ausbreitet und einheimische Arten verdrängt. Die Beere kann mehr als drei Meter groß werden und dschungelartig wuchern.

Achtung giftig: Diese Beere darf nicht gegessen werden. © Hardung

Die mehrjährige Pflanze überdauert als Rube im Boden und fängt im März mit ihrer Keimung an. Die Blütezeit beginnt im Mai und dauert bis in den Herbst. Jede Blüte kann eine in zehn Kammern gegliederte Frucht ausbilden, mit je einem zwei bis drei Millimeter breiten und hartschaligen Samen pro Kammer.

Die dadurch entwickelte Samenmenge ist enorm, im Projektgebiet Schwetzinger Hardt wurden beispielsweise 32 000 Samen pro ausgewachsenem Spross berechnet, was für einen mehrjährigen, dichten Kermesbeerenbestand 64 Millionen Samen pro Hektar bedeutet.

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Experten raten dazu, frühzeitig vorbeugen, um eine Ausbreitung zu verhindern. So sollten Blüten direkt abgeschnitten werden, sobald sie welken, damit sich keine Früchte ausbilden können. Dennoch vorhandene Jungpflanzen sollten bereits im Frühsommer entfern werden. Bei älteren Exemplaren der Kermesbeere genügt es nicht mehr, die oberen Pflanzenteile abzuschneiden. Hier muss die Pflanze samt Pfahlwurzel ausgegraben werden.

Weitere Informationen gibt es auch im Umweltamt der Gemeinde unter Telefon 06202/59 72 02 oder per E-Mail an die Adresse umweltamt@oftersheim.de. zg/mgw

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