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Aktion der Lokalen Agenda Plankstadt

Beim "Kruuschd- und Krempelmarkt" erfährt Altes Wertschätzung

Beim „Kruuschd- und Krempelmarkt“ in Plankstadt lassen sich die vielen Besucher und „Jäger“ mit seltenen Schätzen und Schnäppchenpreisen anlocken.

Von 
Julia Zent
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Wer lange genug stöbert, der findet auch eine außergewöhnliche Dekofigur: Martina Netzer hat wohl ihr persönliches Schutzengelchen gefunden. © Wolfgang Schwindtner

Plankstadt. Um 19 Uhr hatte der „Kruuschd- und Krempelmarkt“ seine Pforten gerade mal seit einer Stunde geöffnet und doch hatten bereits rund 200 Schnäppchenjäger ihren Weg in das Gemeindezentrum gefunden. Am Freitagabend sowie am Samstagmorgen hatte die Lokale Agenda hier nämlich ihren in der Bevölkerung beliebten Flohmarkt veranstaltet. „Die Leute standen draußen Schlange, bevor es überhaupt erst losging, und sind um 18 Uhr geradezu hereingeströmt“, erzählte Winfried Wolf von der Lokalen Agenda begeistert. Dass dadurch direkt zu Beginn auch schon einige große, kleine oder seltene Schätze mitgenommen wurden, war ihm schnell klar: „Wir haben bereits einen Fernseher, Radios sowie eine Nähmaschine verkauft und auch die Kinderstühle waren schnell weg“. Ein nagelneuer Rollator hat ebenfalls innerhalb der ersten Minute einen neuen Besitzer gefunden.

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Plankstadt

Plankstadt: Gelebte Nachhaltigkeit beim „Kruuschd- und Krempelmarkt“ der Lokalen Agenda

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Auch Neuware im Verkauf

Der „Kruuschd- und Krempelmarkt“ hatte viele Haushaltswaren sowie Geschenkartikel im Angebot, die im Zuhause ihrer vorherigen Eigentümer nicht mehr benutzt wurden. Es fand sich daher insgesamt nicht nur Gebrauchtes, sondern auch reichlich Neuware in der Originalverpackung auf den Ausstellungstischen.

Ob Elektronik, Schmuck, Kinderspielzeug, Stoffe, Porzellan oder Dekoartikel – bei dem angebotenen „Kruuschd“ und „Krempel“ war nahezu für jeden Geschmack etwas dabei. Und so kamen auch einige Leute zum Stöbern wieder, die einige Tage zuvor bereits aussortierte Gegenstände zum Verkauf vorbeigebracht hatten. Die noch gut erhaltenen Kinderspielzeuge und die Gesellschaftsspiele waren besonders bei Familien sehr beliebt. Die Helfer von der Lokalen Agenda standen dabei beratend zur Seite, um die Spielregeln eines der Brettspiele zu erklären.

Ulrike Keller und Stefanie Weissenfels-Just waren für den Schmuck-stand zuständig, der in den ersten zwei Stunden seit der Öffnung des Flohmarkts schon viele Abnehmer gefunden hatte. „Wir haben bestimmt schon Ketten, Ringe und Armbänder für knapp 200 Euro verkauft. Es ist wirklich Wahnsinn, wie viele direkt am Anfang zu uns gekommen sind“, so Keller erfreut. Und selbst zu diesem Zeitpunkt haben die Besucher bei den beiden Helferinnen noch eine riesige Auswahl an Schmuck und Accessoires auffinden können. So war auch Heike Teutsch bei ihrer Suche nach einer Halskette erfolgreich. Wie bei den vorherigen beiden Ausgaben des „Kruuschd- und Krempelmarkts“ ist sie wieder zusammen mit Georg Seitz gekommen. Das Paar aus Plankstadt lobte das Engagement der Lokalen Agenda: „Es ist toll, dass die Ehrenamtlichen das hier für einen guten Zweck veranstalten und dafür ihr Wochenende opfern“, fand Teutsch.

Auch einige Dinge wurden schon verkauft, von denen Winfried Wolf eher gedacht hätte, dass sie letztlich entsorgt werden müssen. „Jemand hat eine alte Deko-Holzgiraffe mitgenommen, die eigentlich schon Sprünge hatte. Es ist toll, dass manche dennoch Verwendung für Dinge wie diese finden können und nicht alles sofort als Kaminholz enden muss.“ Was eher weniger verkauft wurde, seien aus der Mode gekommene Gegenstände. Auch Porzellan oder Geschirr bleibe eher stehen. „Aber wir verkaufen das dann wirklich für einen sehr kleinen Preis, etwa drei Teller für einen Euro und von daher sind wir ganz froh, dass wie solche Dinge überhaupt verkaufen können“, erklärte Wolf. Was schon Bruchstellen hatte, landete ohnehin in der Kiste am Eingang, aus der sich die Besucher „fer umme“ was mitnehmen konnten.

Second-Hand-Gedanke gefällt

Katja und Paulina Offenloch sind extra aus Hockenheim gekommen, nachdem sie in der Schwetzinger Zeitung vom „Kruuschd- und Krempelmarkt“ gelesen hatten. „Wir sind seit einer halben Stunde am Stöbern und machen bestimmt schon die vierte oder fünfte Runde hier“, so Mutter Katja. „Uns gefällt der Second-Hand-Gedanke sehr. So kann man einfach das Alte wertschätzen“, ergänzte Paulina, deren Einkaufskorb mit einer Decke, einem Dekoherz, Räucherstäbchen und weiteren kleinen Dekoartikeln gefüllt war.

Der Erlös aus dem „Kruuschd- und Krempelmarkt“ geht an die Notgemeinschaft Plankstadt, die Bedürftige unterstützt. Die Lokale Agenda kooperiert zudem mit den Plankstadter „Allesrettern“, die am Ende die Dinge übernehmen, die übriggeblieben sind, um sie an Bedürftige zu verschenken. Wie die Lokale Agenda mitteilte, sei dank der vielen Einkäufe und Spenden mit 2 500 Euro Erlös ein gutes Ergebnis erzielt worden. Ferner lobten die Verantwortlichen das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer, die insgesamt vier Tage lang mitangepackt haben.

Vor dem Hintergrund eines immer bedeutender werdenden Nachhaltigkeitsgedankens hat die Lokale Agenda alles richtig gemacht.

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