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Jugendplatz

Nach anfänglichen Beschwerden: Am Reilinger Jugendplatz ist es ruhiger geworden

Seit Ende April musste die Polizei wegen nächtlicher Ruhestörung insgesamt sechsmal den Jugendplatz anfahren. Walter Rall von der Mobilen Jugendarbeit des Postillion sieht in den anfänglichen Problemen einen natürlichen Prozess.

Von 
Henrik Feth
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Der Reilinger Jugendplatz ist frisch errichtet und wird gut angenommen. Für den Herbst ist eine Graffiti-Aktion geplant, die den Platz sicherlich optisch aufwerten wird. © Rall

Reilingen. Die Jugendförderung in Reilingen ist in diesem Jahr einige wichtige Schritte weitergegangen: Mit der Einrichtung des Jugendgemeinderats und dem Bau des neuen Jugendplatzes hinter den Fritz-Mannherz-Hallen verleiht die Gemeinde dem Ortsnachwuchs nicht nur eine Stimme, sondern bietet diesem auch einen Ort der Begegnung und des Verweilens.

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Doch aller Anfang ist schwer und gerade im Fall des Jugendplatzes gab es zunächst ein Problem mit der Lärmbelästigung, die Beschwerden von Anwohnern häuften sich. Dies war auch Thema bei der zweiten konstituierenden Sitzung des Jugendgremiums vor einiger Zeit. Im Zuge der Festlegung von Verhaltensregeln auf dem Jugendplatz zeigte sich jedoch die Tendenz einer deutlichen Verbesserung.

Wie Allen Baothavixay, Leiter des Reilinger Ordnungsamts, auf Nachfrage mitteilte, musste die Polizei seit dem 30. April aufgrund von Beschwerden wegen nächtlicher Ruhestörung insgesamt sechsmal den Jugendplatz anfahren. Allerdings sei seit dem Ende der Pfingstferien kein weiterer derartiger Vorfall zu verzeichnen.

Typisches Verhaltensmuster

Walter Rall von der Mobilen Jugendarbeit des Postillion sieht in den anfänglichen Problemen einen natürlichen Prozess: „Es war vorher schon klar, dass es eine Anpassungsphase zwischen den Jugendlichen, die den Platz nutzen und den Anwohnern gibt. Es werden Grenzen ausgelotet, was allerdings ein typisches Verhaltensmuster ist“.

Die angesprochenen Grenzen wurden nun ausgetestet und die Mobile Jugendarbeit sowie der Jugendgemeinderat führten fruchtende Gespräche mit den betroffenen Teenagern. Der Rückgang der Lärmbelästigung zeigt, dass sich das vorgenommene Konzept der Selbstkontrolle bewähren kann.

Verhaltensregeln sind nun vorgegeben und Rall ist sich sicher, dass damit die nötigen Voraussetzungen für eine friedliche Nutzung des Jugendplatzes geschaffen sind: „Die Regeln müssen die Jugendlichen dann schon selbst einhalten und müssen auch, falls sie über die Stränge schlagen, mit den Konsequenzen rechnen.“

Diese würden sich zunächst, bei anhaltenden Problemen und mehrfachen Verstößen durch die gleichen Personen, in Form von Verwarnungen und gegebenenfalls Platzverweisen ausdrücken. „Ein Bußgeld ist wirklich nur das allerletzte Mittel“, vermeldet Baothavixay und zeigt sich optimistisch: „Nach den Vorkommnissen der vergangenen Zeit ist bereits eine Aufklärung durch Walter Rall erfolgt und die Jugendlichen sind sich etwaiger Konsequenzen bewusst.

Graffiti-Aktion geplant

Dass sie das verinnerlicht haben, zeigt bereits die deutliche Verbesserung der Situation.“ Eine Schließung des Jugendplatzes bei weiteren, massiven Störungen werde es nicht geben, so Baothavixay. „Das negative Verhalten von wenigen sollte nicht zum Nachteil derer werden, die sich auf dem Jugendplatz an die Regeln halten“, schließt der Ordnungsamtleiter.

Dies wäre auch fatal für den immer besser angenommenen Ort der Begegnung, der laut Walter Rall bereits jetzt ein voller Erfolg ist. „Das Thema mit der Lärmbelästigung wurde auch etwas hochgekocht. Nun ist Ruhe eingekehrt und der Platz kann weiter gedeihen. Anfang September gibt es auch ein Graffiti-Projekt zur Gestaltung der Wände. Ein Wunsch der Jugendlichen war das Sprayen des Reilinger Hasen auf die Wand, das verdeutlicht ja auch nochmals die Identifikation mit der Heimatgemeinde“, freut sich der Jugendarbeiter.

Gemeinsam mit den Aktionen und Ideen des Jugendgemeinderats floriert das Angebot für den Ortsnachwuchs in Reilingen also weiter und erste Hürden wurden mit gemeinsamer Kraftanstrengung von Gemeinde und Postillion bereits gemeistert.

Autor Volontär

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