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Waldkindergarten

Rettungsaktion am Kriegbach bei Reilingen und Altlußheim

Bei der Steinernen Brücke retten Kinder des Waldkindergarten Fische aus einem Tümpel. Eine kleine Wasserstelle hatte sich abseits des Bachlaufs gebildet.

Von 
zg
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Mit Schaufeln, Ästen und den Händen graben die Kinder eine Verbindung von dem Tümpel, der sich gebildet hat, zum Fließgewässer und befreien somit die kleinen Fische. © Kindertreff

Reilingen/Altlußheim. Während die Leser der Tageszeitung sich am Mittwoch dieser Woche in der Berichterstattung über den Zustand des Kriegbachs informieren konnten, hatten die Kinder des Waldkindergartens zusammen mit ihren Erzieherinnen vom Kindertreff Kinderhauses für diesen Tag einen Ausflug zum Kriegbach geplant. Auch sie wollten sich informieren, wie es dem Bach und seinen Bewohnern bei der anhaltenden Hitze und dem ausgebliebenen Regen geht.

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Sie wanderten fröhlich singend zum Bach und waren, dort angekommen, sehr froh zu sehen, dass er nicht ausgetrocknet war. Von der Steinernen Brücke aus konnten sie die ersten Fische beobachten. Doch dann entdeckten sie eine kleine vom Bach abgetrennte Wasserstelle. In ihr waren noch kleine Fische. Ohne Zögern stand für sie sofort fest – „wir müssen die Fische retten“.

Einen Kanal gegraben

Schuhe und Strümpfe wurden ausgezogen und mit der Hilfe von Ute Fegert, Madeleine Stephan, Vera Weibel und Johannes Hoppe schafften es alle Kinder die steile Böschung hinab zum Wasser. Dort angekommen wurde mit Steinen, Stöckchen und den bloßen Händen ein Kanal gegraben, der die Wasserstelle mit dem Wasser im Bachbett verband. Als das Wasser sich geklärt hatte, konnten sie beobachten, wie alle Fische den Weg fanden und in den Bach schwammen. Die Freude war riesig. Während sie dabei im Wasser standen, schwamm ein Krebs zwischen ihren Füssen. Was für ein Highlight. Doch damit nicht genug: Ein Grasfrosch saß so an der Böschung, dass sie einen anderen Rückweg suchten, um ihn nicht aufzuschrecken. Die Belohnung dafür war der Fund einer gut 60 Zentimeter langen Schlangenhaut und viele Nutriaspuren im Schlamm. Libellen und Schmetterlinge konnten ebenfalls noch beobachtet werden.

Die Kinder waren überwältigt, so viele Tiere hatten sie am Bach nicht vermutet. Ein Grund mehr zu hoffen, dass der Kriegbach nicht austrocknet und weiterhin mit ausreichend Wasser versorgt wird.

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