AdUnit Billboard
Gemeinderat

Digitalisierung geht weiter voran – Schwetzingen beschafft Geräte im Wert von fast 250.000 Euro

Die Stadtverwaltung Schwetzingen bekommt neue Geräte und mehr Speicherkapazität für die Datensicherung. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Von 
Volker Widdrat
Lesedauer: 
Mehrheit der Menschen sieht Digitalisierung als Chance (Symbolbild) © dpa

Schwetzingen. Die Stadtverwaltung wird den seit einigen Jahren laufenden Digitalisierungsprozess weiterführen. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause lag dem Gemeinderat ein Bericht vor über den Sachstand der Digitalisierung, welche Maßnahmen und Projekte bereits umgesetzt wurden und welche in Planung sind. Das Gremium musste dabei zwei Entscheidungen treffen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Einstimmig angenommen wurde die Beschaffung von 171 Notebooks inklusive zusätzlicher Tastatur und Maus sowie von 200 Monitoren zum Gesamtpreis von 248 000 Euro. Die Hardware wird über einen Zeitraum von 60 Monaten geleast und danach wieder durch neue Geräte ersetzt. Durch diesen Austauschzyklus entspricht die Hardware stets den jeweiligen Anforderungen der Fachanwendungen. Markus Bürger (CDU) wollte wissen, ob der Kauf der Geräte nicht günstiger komme. Sachgebietsleiter Jürgen Debré meinte, dass für diesen Zeitraum keine Reparaturkosten anfielen, da bei der Beschaffung die Herstellergarantie auf die jeweilige Leasingzeit erweitert wird.

Außerdem seien Monitore aus den Elektronikmärken nicht für die Arbeit der Verwaltung geeignet. Zudem habe sich die Chipproduktion verteuert. Ebenso ohne Gegenstimmen genehmigte das Gremium die Lieferung der Infrastruktur für das Computing zum Gesamtpreis von 140 000 Euro. Bedingt durch die bevorstehende Digitalisierung von Akten, Plänen und Dokumenten sowie der Zunahme an digitalen Medien wie Bildern und Videos braucht es mehr Speicherkapazität. Darüber hinaus muss die stetige Verfügbarkeit der Daten sowie eine entsprechend ausgelegte Datensicherung gewährleistet sein.

Der Sachstandsbericht, der regelmäßig fortgeschrieben werden soll, hält eine effiziente, kostengünstige und bürgernahe Verwaltung nur durch die Digitalisierung der Verwaltungsabläufe für möglich.

Schulen werden ausgestattet

Durch den Digitalpakt Schule liegt der Gesamtbetrag der Fördermittel für Schulen in Trägerschaft der Stadt, das Hebel-Gymnasium und die vier Grundschulen, bei rund 750 000 Euro. Das Hebel-Gymnasium ist in allen Bereichen und in allen Klassenräumen komplett digital ausgestattet. Die Zeyher-Grundschule wird im Laufe dieses Jahres den gleichen Status erreichen wie das Hebel-Gymnasium.

Für die Hirschacker-, Südstadt- und Nordstadt-Grundschule wurde in Zusammenarbeit mit dem Bauamt ein Zeitenplan festgelegt, da zusätzlich zur Netzwerkverkabelung auch die Elektroinstallation sowie die Beleuchtung erneuert werden muss. Ein wegweisendes Projekt für die gesamte Stadtverwaltung ist die Einführung des Dokumentenmanagementsystems (DMS) „enaio“, steht in dem Bericht: „Der schnelle Zugriff auf Informationen ist für eine moderne Verwaltung eine unverzichtbare Voraussetzung für effizientes Arbeiten.“ Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre soll in allen Ämtern vollständig mit „enaio“ gearbeitet werden. Darüber hinaus ist geplant, die Nutzung des Systems um weitere Funktionalitäten zu erweitern.

Mit der Umstellung von der Papierakte auf die elektronische Akte ist das Ausländeramt das erste Sachgebiet der Stadtverwaltung, welches seit Januar 2021 ausschließlich digital arbeitet. Die Umstellung der Papierakten auf die elektronische Personalakte wurde im Juli vergangenen Jahres begonnen und befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase. Bürgerinnen und Bürger mit einem Servicekonto sollen künftig deutschlandweit ihre Verwaltungsleistungen online erledigen können.

Mehr Online-Dienstleistungen

Die Stadt bietet für die bereits zur Verfügung stehenden Onlineprozesse ebenfalls die Nutzung der Angebote mit einem Servicekonto. Darüber hinaus können einige Dienstleistungen auch direkt über die Website der Stadt Schwetzingen über Online-Formulare digital abgewickelt werden. Bei der Stadtverwaltung wurden mehrere Behördenkonten angelegt, zum Beispiel für Steueramt, Standesamt, Stadtkasse und Ordnungsamt sowie Mitarbeiter des jeweiligen Sachgebietes hinzugefügt. Die Website der Stadt wurde komplett überarbeitet. Das neue Responsive-Design stellt die Seiteninhalte in einer für die jeweiligen Endgeräte wie Smartphone, Tablet oder PC optimierten Anzeige dar.

Viele Dienstleistungen werden mittels Formularassistent angeboten und können via E-Payment komplett online abgewickelt werden. Die E-Payment-Lösung wurde eingerichtet, um die Bezahlung gebührenpflichtiger Verwaltungsleistungen digital anbieten zu können. Seit dem Sommer vergangenen Jahres bietet Schwetzingen zusätzlich zu den PDF-Formularen rund 90 Formulare über einen Ausfüllassistenten an.

Benutzer werden schrittweise durch das Formular geführt und bekommen durch eine intelligente Steuerung nur die für sie relevanten Felder angezeigt. Die Digitalisierung von Prozessen bedeute aber nicht, dass diese nur noch auf elektronischem Weg angeboten werden, heißt es abschließend in dem Bericht: „Der Bürger hat weiterhin die Möglichkeit, alle Leistungen auch direkt vor Ort zu erhalten, zu beantragen oder auch eine Auskunft zu erhalten.“

Mehr zum Thema

Gemeinderatsbeschlüsse

Die Bruchhäuser Straße in Schwetzingen bekommt einen Blitzer

Veröffentlicht
Von
Volker Widdrat
Mehr erfahren
Außenministerin

Annalena Baerbock diskutiert bei SAP über IT-Sicherheit

Veröffentlicht
Von
Sabine Rößing
Mehr erfahren

Freier Autor Volker Widdrat ist freier Mitarbeiter.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1